Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Panorama

Beziehungsgewalt: Gefährliche Orte

DPA Heute gilt vieles als Gewalt und wird als solche statistisch erfasst, was man früher nicht zu dieser Kategorie zählte. So steigen die Zahlen - aber das bedeutet nicht, dass es tatsächlich mehr Gewalt gibt.
zum Artikel
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!
    Seite 1/11   10  
#1 - 23.11.2018, 20:01 von capote

Ich kann es nicht mehr lesen !

Es gibt nun mal viele Frauen, die werfen sich dem brutalsten Schläger an den Hals, den Sie finden können und reizen den dann so lange, bis er Sie endlich vermöbelt.

Ein prominenter Fall waren Liz Taylor und Richard Burton. Oder wie meine Mutter in kölschem Dialekt feststellte: "Es gibt Frauen, die brauchen klöpp !" RICHTIG , muss man damit die Zeitungen füllen ?

#2 - 23.11.2018, 20:27 von interessierter Laie

grandioser Artikel...

aber da verbindet sich wiedermal die unselige Sensationsmache der Medien mit dem Interesse der Politik, dem Bürger Tätigkeit zu demonstrieren. Und hier kommt sogar seitens der Politik hinzu, dass man nahezu garantiert bald Verbesserungen vermelden kann - so sich der Trend fortsetzt. Dann heißt es durch unser tatkräftiges Zupacken konnte die Zahl der Delikte um x Prozent reduziert werden. Dass sich dies auch ohne große Gesten eingestellt hätte, wird allenfalls in einer kleinen Kolumne richtig gestellt.

#3 - 23.11.2018, 21:11 von Lykanthrop_

Kampagne-
Ich denke Beziehungstaten gehören nicht verharmlost, sie aber auf das Schild einer Kampagne zu heben, dient vor allem einem Ziel, die eigene Relevanz zu steigern. Das Kanonenfeuer der Feministinnen braucht stetig neues Futter. Käme die Klage über Femizide etwas nüchterner daher, wäre es wieder einmal wesentlich wirkungsvoller. Das Problem ist nicht der Mann an sich, sondern einige von ihnen, auch wenn diese in der Anzahl viele sind, sind es relativ gesehen wenige. Die meisten Männer sind nette Typen. Der Feminismus leidet unter der eigenen Lautstärke. Auf eine gewisse Weise ist das auch wieder begrüßenswert, es löst eine Debatte aus, wenn auch nicht immer im Sinne der Feministinnen.
Statistiken-
Das Statistiken immer zu hinterfragen sind, wissen wir ja schon länger. Wer Statistiken erhebt hat oft eine bewusste oder unbewusste Absicht, die diese beeinflussen. Wir erinnern uns an den G20 Einsatz der Polizei. Bei Demonstrationen wird jeder Arbeitsunfall als Verletzung gezählt und dann der Öffentlichkeit suggeriert es wären Körperverletzungen durch Demonstranten.
Zudem ist zu fragen wer dazu neigt Taten anzuzeigen und wer nicht.
Das Argument Gewalt von Männern an Männer sei nicht mit Gewalt von Männern an Frauen zu vergleichen, geht fehl, es funktioniert nur dann wenn eine Frau getötet wird weil sie eine Frau ist und es gleichzeitig ein Kollektiv der Männer geben würde, beides ist nicht der Fall. Ein unschuldig ermordeter Mann ist ebenso bedauernswert wie eine unschuldig ermordete Frau.
Gewalt von Männern-
Bei Kollektivzuweisungen in Richtung Mann oder weißer Mann sind Feministinnen schnell bei der Hand, hier denke man nur an „Man are Trash“, aber sonst wird diese Art des Handelns stets als Sexismus oder Rassismus gebrandmarkt.
Natürlich muss man die Motive von Taten und strukturelle Zusammenhänge analysieren, aber das darf nicht zu Vorurteilen und Hetz- Kampagnen führen.
Die doppelten Standards des Feminismus machen ihn unglaubwürdig.
Zudem ist er kulturelle Hintergrund, welche die Rolle der Frau bestimmt und den Umgang mit ihr auch nicht gänzlich zu ignorieren, auch hier geht es um das Verstehen der Gründe nicht das verurteilen einer ganze Gruppe. Erst wenn wir verstehen warum etwas geschieht, können wir es verhindern. Verständnis-Veränderung-Erfolg für Frauen. Keine Frau sollte Opfer von Gewalt werden müssen, auch wenn es gewaltätige Männer immer geben wird.. Testosteron, schwere Kindheit, schlechte Vorbilder, was auch immer... im Zweifel Pfefferspray schenken, hab ich schon gemacht.

#4 - 23.11.2018, 21:13 von Knossos

Vor zwölf Jahren kam ich mit einem Richter auf einem Flug ins Gespräch. (Er unterwegs auf die Bahamas, meinersich nach CR.)
Ein gutes Gespräch mit jemand, der die Hoffnung auf intakten Ist-Zustand der Gesellschaft nicht aufgegeben hatte, ohne sich deren Unzulänglich- bis Häßlichkeiten zu verschließen.

Vom Aussehen her könnte es der Herr Fischer gewesen sein. Den möchte ich hiermit als jemand, der als Kind mit und ohne Grund ordentlich welche gelangt bekam, gern grüßen, -selbst, wenn er noch nicht auf den Bahamas gewesen sein sollte.

#5 - 23.11.2018, 21:18 von cave68

Zitat von capote
Es gibt nun mal viele Frauen, die werfen sich dem brutalsten Schläger an den Hals, den Sie finden können und reizen den dann so lange, bis er Sie endlich vermöbelt. Ein prominenter Fall waren Liz Taylor und Richard Burton. Oder wie meine Mutter in kölschem Dialekt feststellte: "Es gibt Frauen, die brauchen klöpp !" RICHTIG , muss man damit die Zeitungen füllen ?
nun ja ich sag mal so:Keine Frau ist wild drauf vermöbelt zu werden.Eher ist es so,dass sie daran glauben,dass er irgendwann doch aufhört und er ihr dann ewig dankbar ist,dass sie doch ihm die Treue gehalten hat.
Klappt natürlich nie und setzt ein nicht vorhandenes Selbstbewusstsein des "Opfers" voraus.
Aber im Grunde gebe ich ihnen Recht:Gute Ratschläge des Umfeldes helfen genauso wenig,wie die Tatsache dauernd solche Artikel zu veröffentlichen....der Antrieb muss von den Frauen selbst kommen etwas ändern zu wollen.

#6 - 23.11.2018, 21:30 von stagedoor

Die Frau als Täter

ist für viele Frauen und auch Männer schwer vorstellbar. Wenn ein Mann eine Frau schlägt, was denken wir dann? Und was denken wir wenn eine Frau einen Mann schlägt? Sie wird einen guten Grund gehabt haben. Der Mann als Opfer. Ebenfalls schwer denkbar. Da haben übrigens alle ihren Anteil daran, dass dies so schwer gedacht werden kann. Frauen haben Macht, können perfide sein, schlagen hinterrücks zu. So dass man es nicht sieht. Auf andere Weise häufig. Frau Bennecke forscht hierzu. Es ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe, also die jedes Einzelnen, allen alles zuzutrauen, das Gute und das Schlechte. Das hat mit der Übernahme von Verantwortung zu zu tun. Für alle.

#7 - 23.11.2018, 21:37 von Lykanthrop_

Zitat von cave68
nun ja ich sag mal so:Keine Frau ist wild drauf vermöbelt zu werden.Eher ist es so,dass sie daran glauben,dass er irgendwann doch aufhört und er ihr dann ewig dankbar ist,dass sie doch ihm die Treue gehalten hat. Klappt natürlich nie und setzt ein nicht vorhandenes Selbstbewusstsein des "Opfers" voraus. Aber im Grunde gebe ich ihnen Recht:Gute Ratschläge des Umfeldes helfen genauso wenig,wie die Tatsache dauernd solche Artikel zu veröffentlichen....der Antrieb muss von den Frauen selbst kommen etwas ändern zu wollen.
Anekdote- es war 2008 als ein Nachbar unter mir seine Freundin vergewaltigte, Sie schrie wie am Spieß, ich rief mitten in der Nacht die Polizei, sie ist ins Krankenhaus, ins Frauenhaus und dann wieder zu ihm zurück, danke nicht dafür. Am Ende war sie wieder bei ihm und ich hatte Angst, dass er sich dafür rächt die Polizei gerufen und reingelassen zu haben. Frauen die es zu Gewalttätern zieht ist einfach nicht mehr zu helfen.

#8 - 23.11.2018, 22:02 von cave68

Zitat von Lykanthrop_
Anekdote- es war 2008 als ein Nachbar unter mir seine Freundin vergewaltigte, Sie schrie wie am Spieß, ich rief mitten in der Nacht die Polizei, sie ist ins Krankenhaus, ins Frauenhaus und dann wieder zu ihm zurück, danke nicht dafür. Am Ende war sie wieder bei ihm und ich hatte Angst, dass er sich dafür rächt die Polizei gerufen und reingelassen zu haben. Frauen die es zu Gewalttätern zieht ist einfach nicht mehr zu helfen.
oh ja das kenne ich in ähnlicher Form.Ich bin vor Jahren mal selbst einer jungen Dame hinterhergelaufen (oder besser gesagt kam das interesse zuerst von ihr) die in einer Gewaltbeziehung war (was ich damals allerdings nicht wusste).
Nachdem ich einige frustrierte Jahre investiert hatte bin ich komplett auf Distanz zu ihr gegangen (was ich heute noch tue).
Im Endeffekt hiess es dann gegenüber ihren Freundinnen dass ich ja der böse Mensch sei,dem man ja nichts recht machen könne weil ich sie nicht mehr beachte.
Letzte Woche ist sie mir wieder über den Weg gelaufen....zwar schon Jahre von dem ursprünglichen Partner weg und nun mit einem neuen zusammen,aber seelisch mehr einem Wrack nahe....beachtet habe ich sie nicht mehr.Ist wohl das Beste.
ganz nebenbei:Ihre Angst vor ihrem gewalttätigen Nachbar war wahrscheinlich unbegründet...eines habe ich gelernt:Die meisten Täter haben das miserabele Selbstwertgefühl mit ihren Opfern gemein...wie heisst es so schön?Gleich und gleich gesellt sich gern;-))

#9 - 23.11.2018, 22:21 von Putenbuch

Falsch, Herr Fischer!

Das Zuhause ist für Frauen UND Kinder in Deutschland immernoch ein gefährlicher Ort!

Dass der Autor als Mann nun Gewalt gegen Frauen bagatellisiert bestätigt ja geradezu, wie kritisch die Situation noch immer ist.

Es ist eben typisch Mann, dass alles, was als Kritik, als Makel am glorreichen Selbstbild verstanden werden könnte, abgewiegelt und bagatellisiert oder ganz mundtot gemacht wird.

Das war zu Opa's Zeiten schon so, und das hat sich auch nicht geändert. Wie das Gros der Kommentare ja eindrucksvoll beweist.

Es gibt also wenig erfreulichen Fortschritt zu vermelden. Ansonsten müssten sich die Männer ja darüber empören, dass es noch immer so viele Neanderthaler unter ihren Geschlechtsgenossen gibt, die nicht anders können, als mit körperlicher Gewalt Macht auszuüben. Fehlanzeige. Leider.

    Seite 1/11   10