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Undercover unter "Reichsbürgern": "Manche träumen von Ostpreußen, andere vom Weltraum

SPIEGEL ONLINE Monatelang lebte Tobias Ginsburg unter Verschwörungstheoretikern. Hier erzählt er von Putschplänen, Ufo-Sichtungen und brauner Esoterik von "Reichsbürgern".
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#1 - 13.03.2018, 18:27 von joergzs

Ich bewundere den Autor, wie er das solange ohne einen Lachanfall aushalten konnte! Buch hört sich spannend an, ist schon bestellt.

#2 - 13.03.2018, 18:47 von GustavN

Respekt an den Autor! In der Presse und der Öffentlichkeit werden Reichsbürger oftmals immer noch belächelt und nicht ganz ernst genommen. Die Wahrheit ist, dass das knallharte Nazis und Antisemiten sind, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. Wehret den Anfängen!

#3 - 13.03.2018, 18:51 von Shoxus

Naja.

wems gefällt. Das Interview ist ja recht nichtssagend. Da gibts ein paar Extremisten. Die gibts in jedem Land. Davon geht die Demokratie nicht unter. Bedenklicher finde ich, das man alle, die eben, wie so schön beschrieben, nicht dem Gro der Bevölkerung folgt, in die selbe Schublade steckt wie Extremisten ist dann schon sehr....naja...typisch. Bin ich ein Reichsbürger, nur weil ich denke das Antifa und auch unsere Politiker/Medien (hier natürlich nur teilweise und bei weitem nicht alle) faschistische Züge bzw. im Blick auf die Antifa durchaus faschistisch sind. Wie kann man sonst das Verhalten der Antifa Schlägertruppen deuten, die sich aufführen wie die GESTAPO damals. Und noch ein Hinweis...Nazis gibt es keine mehr. Wenn dann Neo-Nazis. Die Nazis wurden mit dem Ende des 3. Reiches in den Ruhestand geschickt. ^^
Und zum lachen gibts bei der Thematik auch nix. Wer so vertieft in Verschwörungstheorien ist und denkt ein "jüdischer Arzt hat jemanden zu Tode gefoltert" hat nicht alle Tassen im Schrank und ist tatsächlich wohl als Dumm zu bezeichnen. Aber muss ich deshalb alles glauben, was mir Medien und Staat auftischen? So wie damals alle Medien durchweg PRO-IRAK-KRIEG waren und das Ganze auf einer Lüge basierte? Oder die Mär vom "Wir verteidigen unsere Freiheit am Hindukusch"?
Und es sei mir verziehen aber ich sehe eine größere Gefahr durch irgendwelche Jihadisten in unserem Land als durch Reichsbürger, die irgendeinem Fankult hinterherhängen. Auch da haben wir aktuell ernsthaftere Probleme als die paar Hanseln von den Reichsbürgern. ^^

#4 - 13.03.2018, 19:02 von nach-mir-die-springflut

Völkerrechtssubjekt "Deutsches Reich"

"In einer Kneipe hat mir ein Typ haarklein erläutert, wir müssten uns Ostpreußen zurückholen, eine neue 'Wehrsportgruppe Hoffmann' gründen und die Hälfte der Menschheit biologisch vernichten."

Warum Ost-Preußen aber gewaltsam zurückholen, wenn Putin 2016 die Verhandlungen darüber angeboten hatte? Und was ist ein Reichsbürger, wenn nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts die heute Bundesrepublik Deutschland mit dem Deutschen Reich identisch ist*? Ich denke, man kann die Leute dort unten in ihrer Esoterik abholen.

* https://www.bundestag.de/presse/hib/2015_06/-/380964

#5 - 13.03.2018, 19:25 von F.A.Leyendecker

Oberflächlich

Der Beitrag läßt darauf schließen, dass der Autor nur an der Oberfläche des Phänomens interessiert war und es einzig und allein in seiner Absicht lag, "Reichsbürger" teils zu dämonisieren, teils lächerlich zu machen. Dabei haben diese Reichsbürger eines richtig erkannt: Es fehlt dem Gebilde "Bundesrepublik Deutschland" und den darin Herrschenden schlicht an einer Legitimation für den geltend gemachten Herrschaftsanspruch. Es regiert lediglich die Macht oder der "Block an der Macht". Für diese Einsicht muß man nicht "rechts" sein, sie wird auch von "links" geäußert. Der Irrtum der Reichsbürger ist ihre Suche nach einer ersatzweisen Legitimationsgrundlage. Diese finden sie entweder in vorangegangenen Staatsstrukturen (Deutsches Reich in den Grenzen von wannauchimmer) oder in der Idee der Autarkie bzw. Anarchie. Dass es alle möglichen Esoteriker und Anhänger von Heilslehren und Glaubensrichtungen gibt, die versuchen, das Wasser neuen "Reichsbürgerbewegung" auf ihre Mühlen zu lenken, ist normal. Man erinnere sich nur einmal, wer in der Anfangszeit der Grünen alles dort mitgemischt hat. Diese Aussenseiter sollte man als Buchautor eher aus der Betrachtung ausscheiden und sich auf den Kern konzentrieren. Das ist ist anscheinend nicht passiert, der Autor freut sich über schrille Paradiesvögel, die er vorführen kann.

#6 - 13.03.2018, 19:33 von elgrandee

Schlimm ist doch, dass wir als Gesellschaft immer mehr vereinsamen, so dass selbst so offenkundige Wahnideen wie die der Reichsbürger ausgelebt werden können, ohne das den Menschen von irgendwo Hilfe geboten wird. Die haben offenkundig niemanden mehr, der rechtzeitig mal gesagt hätte „du spinnst“, bevor es zu spät ist. Und da wir heute leider das Internet haben, finden sich diese ausgestoßenen Leute dort zusammen uns kultivieren ihre Psychose. Was ist denn eigentlich in diesem Land schief gelaufen, dass immer mehr Menschen vom Tellerrand fallen? Viel Vom Teller scheint nicht mehr da zu sein...

#7 - 13.03.2018, 19:46 von paulpuma

Träumt weiter!

Gefährlicher als diese Spinner ist die Wirklichkeit. Nur ein paar schlichte Zahlen: der Anteil Moslems an der Wohnbevölkerung in Deutschland. 1970 = 0.25%. 1980 = 0.5%. 1990 = 1%. 2000 = 2%. 2010 = 4%. Heute = 8%. Extrapolation: 2020 = 20%. 2030 = 40 %. 2040 = 80%. Alles durch Zuzug und Geburtenüberschuß. In so einem Land möchte ich nicht leben!

#8 - 13.03.2018, 19:47 von TheDjemba

Alle Achtung

Zitat von Shoxus
wems gefällt. Das Interview ist ja recht nichtssagend. Da gibts ein paar Extremisten. Die gibts in jedem Land. Davon geht die Demokratie nicht unter. Bedenklicher finde ich, das man alle, die eben, wie so schön beschrieben, nicht dem Gro der Bevölkerung folgt, in die selbe Schublade steckt wie Extremisten ist dann schon sehr....naja...typisch. Bin ich ein Reichsbürger, nur weil ich denke das Antifa und auch unsere Politiker/Medien (hier natürlich nur teilweise und bei weitem nicht alle) faschistische Züge bzw. im Blick auf die Antifa durchaus faschistisch sind. Wie kann man sonst das Verhalten der Antifa Schlägertruppen deuten, die sich aufführen wie die GESTAPO damals. Und noch ein Hinweis...Nazis gibt es keine mehr. Wenn dann Neo-Nazis. Die Nazis wurden mit dem Ende des 3. Reiches in den Ruhestand geschickt. ^^ Und zum lachen gibts bei der Thematik auch nix. Wer so vertieft in Verschwörungstheorien ist und denkt ein "jüdischer Arzt hat jemanden zu Tode gefoltert" hat nicht alle Tassen im Schrank und ist tatsächlich wohl als Dumm zu bezeichnen. Aber muss ich deshalb alles glauben, was mir Medien und Staat auftischen? So wie damals alle Medien durchweg PRO-IRAK-KRIEG waren und das Ganze auf einer Lüge basierte? Oder die Mär vom "Wir verteidigen unsere Freiheit am Hindukusch"? Und es sei mir verziehen aber ich sehe eine größere Gefahr durch irgendwelche Jihadisten in unserem Land als durch Reichsbürger, die irgendeinem Fankult hinterherhängen. Auch da haben wir aktuell ernsthaftere Probleme als die paar Hanseln von den Reichsbürgern. ^^
Alle Achtung. Sie beschweren sich, dass der Begriff Nazi falsch verwendet wird, und im gleichen Atemzug bezichtigen Sie die Antifa, faschistisch zu sein. Ich glaube, bei Ihnen ist Hopfen und Malz verloren.

#9 - 13.03.2018, 19:50 von GustavN

@4

Sie sprechen mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum rechtlichen Status der BRD einen wichtigen Punkt an. Dieses Urteil besagt nichts anderes, als dass das Deutsche Reich unter neuem Namen und neuer Verfassung als Bundesrepublik Deutschland und als freiheitlich-demokratischer Staat weitergeführt wird. Also straft dieses Urteil eigentlich alle Reichsbürger Lügen. Leider sind die Reichsbürger aber nicht in der Lage, dieses Urteil zu verstehen und interpretieren genau das Gegenteil hinein. Zum Thema Putin und Ostpreußen: Haben Sie auch nur eine einzige belastbare Quelle für Ihre Behauptung, dass Putin über die Rückgabe Ostpreußens 2016 verhandeln wollte? Klingt nach billigen Fake News, wenn Sie mich fragen.

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