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Politik

Bevölkerungsentwicklung: Die Angst vor dem großen Austausch

REUTERS Was geschah in jenen Wochen, als die Bundesregierung die Kontrolle über die Grenze verlor? Der Bestseller "Die Getriebenen" liefert neue Antworten. Der Erfolg zeigt, wie virulent das Flüchtlingsthema noch immer ist.
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#1 - Gestern, 17:10 von ackergold

Grundgesetzlich garantierte freie Meinungsäußerung zu diesem Artikel:

Wenn ein bekannter Gossenschreiberling die Politik der Regierung offen als "hanebüchen" bezeichnet und damit Wahlkampf für die Ultrarechte machen möchte, dann überschreitet das die Kompetenzen der unparteiischen Berichterstattung. Klar, auch Fleischhauer hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber dann muss man die auch als solche kennzeichnen, sonst befördert man den Spiegel ganz leicht in Richtung "Nationalzeitung". Oder will ernsthaft jemand behaupten, dieser Artikel sei eine neutrale politische Berichterstattung?

#2 - Gestern, 17:19 von spon_3239768

Angst

ist eine mächtige Triebfeder. Richtig. Es wird m. E. nicht deutlich genug, für wie berechtigt der Autor die Ängste hält.

#3 - Gestern, 17:20 von paulvernica

Das ist eine Kolumne

Zitat von ackergold
Wenn ein bekannter Gossenschreiberling die Politik der Regierung offen als "hanebüchen" bezeichnet und damit Wahlkampf für die Ultrarechte machen möchte, dann überschreitet das die Kompetenzen der unparteiischen Berichterstattung. Klar, auch Fleischhauer hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber dann muss man die auch als solche kennzeichnen, sonst befördert man den Spiegel ganz leicht in Richtung "Nationalzeitung". Oder will ernsthaft jemand behaupten, dieser Artikel sei eine neutrale politische Berichterstattung?
und keine neutrale Berichterstattung aber sollte jedem Foristen hier eigentlich völlig klar sein. Also hinund wieder muss man sich halt
über die Meinung der Kolumnisten ärgern. Und wenn ich Frau Stokowski lese stelle ich fest , dass sie SPON zu einem Kreuzberger Sceneblättchen macht.
Und ja die Rechte wird natürlich stärker werden da die Fehler der Bundesregierung durch Erdogan immer offensichtlicher werden.
Ein Scheitern der AFD wird nur dann stattfinden wenn sie sich selber zerlegt. Aber die CDU/CSU hat es ja auch nicht zerlegt und da ist das Zerwürfnis grösser als bei der AFD.
Bei Fleischhauer,Augstein und Stokowski ist nichts neutral. Muss es als bei Kolumne aber auch nicht.

#4 - Gestern, 17:22 von deepbrain

Mir ist an vielen Stellen nicht klar, ob der Autor nur Inhalte des Buchs wiedergibt oder ob er versucht, sich in die "besorgten Bürger" hineinzuversetzen, samt Sprache. Oder ob der Autor selbst "Angst vor einer Umvolkung" hat.
Wegen dieser Undifferenziertheit ein schwacher Artikel. Und wenn schon über ein Buch berichten, dann hätte ich wenigstens eine Kritik erwartet, die diesen Namen verdient. Also kritische Betrachtung aus mehreren Blickwinkeln und nicht bloß eine Nacherzählung.
Oder wollte Fleischhauer das Buch nur benutzen, um seine eigenen "Sorgen und Ängste" unter einem Deckmantel zu berichten? So oder so, ein sehr schwacher Artikel.

#5 - Gestern, 17:22 von sterborg

Kennzeichnung Meinungsäußerung

@ackergold: Dieser Beitrag ist doch Teil einer Kolumne. Eine Kolumne ist ein Meinungsbeitrag. Also kein Bericht, bei dem die objektive Faktenlage im Vordergrund steht, sondern eine bewusste subjektive Meinungsäußerung. Kolumne steht auch groß oben drüber.

#6 - Gestern, 17:22 von think-twice!

Verlust der Grenzkontrolle? Aber ja.

in der Tat war das so, aber das war ein wissentlichee und willentlicher Verlust, orchestriert von BK Merkel. Darauf hat Hr Seehofer mehrfach und mit Nachdruck hingewiesen. Ja, die Politik war hanebüchen und ein Armutszeugnis für Viele, allen voran Merkel. Die fatalen Folgen werden Deutschland und die EU noch Jahrzehnte tragen müssen.

#7 - Gestern, 17:25 von Stefan_Schmidt

@ackergold

Natürlich ist das eben keine neutrale Berichterstattung! Dies ist eine Kolumne, also ein persönlicher Kommentar des Autors. Herr, schmeiß' Medienkompetenz vom Himmel!

#8 - Gestern, 17:27 von charly2708

Ich wünsche mir einfach nur mehr Sachlichkeit !!!

Ob planlos oder wie auch immer: Zuwanderung ist prinzipiell von der Politik und der Wirtschaft gewünscht, weil sie sich davon die Lösung einiger Probleme versprechen. in einem anderen Spiegelartikel von vor ein paar Tagen wurde auch eine Szenario-Zahl genannt. 12 Millionen bis ins Jahr 2060 sind 340.000 pro Jahr, das heißt ca. 0,3% der Bevölkerung pro Jahr. Macht im Jahr 2060 dann 15%. Zusammen mit den bereits hier lebenden Mitbürgern mit Migrationshintergrund (ich sag jetzt mal ca. 10 bis 15% - ich kenn die genaue Zahl jetzt nicht), sind das 25 - 30%. Dem gegenüber stehen demnach 70 - 75 % andere, also wie nennt man die jetzt - ich sag mal den blöden Begriff "Biodeutsche", was immer das auch ist und wie das wohl definiert wird. Also mehr als ein satte Zwei-Drittel-Mehrheit. Wovor hat der Bio-Deutsche so Angst? Dass er so schlapp ist, dass er - nur weil andere Kulturen im Land leben - plötzlich sein Bio-Deutschtum aufgibt und anders wird? Und die 25 - 30% sind ja auch keine homogene Masse, gegen die er sich behaupten muss. Da sind ja verschiedenste Kulturen aus allen Herren Ländern drunter, also europäische, asiatische, süd- und nordamerikanische, afrikanische.... Und nicht alle Afrikaner sind gleich, alle Asiaten,... Die müssen sich auch erstmal alle einig werden, bis sie hier die "Herrschaft" gegen den Willen der Mehrheit übernehmen können. Und bis die sich einig sind, ist die Hälfte von denen schon so integriert, dass sie fast deutscher als die meisten Bio-Deutschen sind... Ich wünsche mir so sehr, dass wir wieder mehr Sachlichkeit und Differenziertheit in unsere Debatten einzieht (falls man die heutige Form der Auseinandersetzung/Kommunikation überhaupt noch Debatte nennen kann) und nicht einfach der die Oberhand behält, der am Lautesten die absurdesten Sachen in die Welt hinausposaunt. Auf Basis von Sachlichkeit können dann alle Probleme - die es an der einen oder anderen Stelle gibt - auch mittels Kompromissen gelöst werden. Anstatt die Probleme aufzubauschen und unlösbar erscheinen zu lassen und zwar so lange, bis jeder glaubt dass nur noch ein Rechter Messias uns alle erlösen kann. Und dann in den nächsten, wirklichen Untergang führt....

#9 - Gestern, 17:27 von laotao

Die sozio-ökonomische Desintegration und die große Entkapitalisierung

Da gibt es die sozio-ökonomischen Grundentwicklungen, die mit der strategischen und methodischen Desintegration einer sich stetig vergrößernden Bevölkerungsgruppe, die als nicht hinreichend renditeerwirtschaftungsfähiges Humankapital definiert ist und als Massenphänomen festgestellt werden kann.

Dann gibt es die sozio-ökonomische Entkapitalisierung einer inzwischen radikal entkapitalisierten Bevölkerungsgruppe (unteres Drittel), die als operativ untaugliches Humankapital faktisch als vogelfreie Outcasts einem Beliebigkeitsmobbing unserer Besitzstands- und Erbbesitzfeudalherrschaftskaste ausgeliefert werden, da diese Wesen weder über den Intellekt, noch über das Kapital verfügen, um die ihnen THEORETISCH zustehenden Rechte/Rechtsmittel für ihre Selbstverteidigung besitzen.

Mit der neuen Gruppe der Kriegs-, Kriesen- und Wirtschaftsflüchtlinge taucht eine völlig neue, ethnisch vollkommen inhomogene sowie kulturell-religiös extrem divergierende Minderheit auf, die von Angehörigen unserer Salons und Kirchengemeinden willkommen geheißen, anfänglich materiell grundversorgt, aber schlussendlich sich selbst überlassen werden, und die als opportune Sündenböcke und Prügelknaben für die hiesigen Extremisten des nationalistischen und scheinsozialen/pseudosozialistischen Sektors für politische Aktionen missbraucht werden.

Unserer Neuen Sozialen Marktwirtschaft, in der ausgegrenzt, desintegriert und vermittels der zahllosen etablierten ökonomischen Progromsysteme der Arbeitsmarktverwaltungsorgane und der Administrationsbürokratie, immer mehr Menschen faktisch entkapitalisiert, entrechtet, entwürdigt und entmenschlicht werden, ist darauf ausgelegt, diese Gruppen rücksichtslos und vollkommen asozial gegeneinander auszuspielen.

Jenseits all der wunderschönen Agitations- und Propagandaparolen, -verkündigungen, -erklärungen und der unzähligen Sonntagsreden, tanzen wir als Gesellschaft auf dem Rand des Konfrontations- und Konfliktkollisionsvulkans und feiern den Umstand, dass "es Deutschland" gut geht, weil es den Kapital- und Vermögenselit'ariern/-innen' so toll geht, da diese kleine Gruppe zusammen mit ihrer Management- und Politentourage sich nahezu sämtliche Erträge aus diesen "Exportrekorderfolgen" einverleiben und dem verbleibenden Humankapital noch immer erzählen, dass es den Unternehmen so schlecht geht, dass "mal wieder eine Nullrunde" gefahren werden muss. Nach Abzug der deutschen Inflation entwickeln sich die heutigen Realeinkommen derartig negativ, dass in naher Zukunft mit radikalen Streikwellen zu rechnen ist und wieder die Forderung nach "Friede den Hütten, Krieg den Palästen" auf die Agenda kommen dürfte.

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