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Demokratische Politikerin: Rashida Tlaib wird die erste Muslima im US-Kongress

REUTERS Die Eltern von Rashida Tlaib wanderten aus Palästina in die USA ein - nun sitzt die 42-jährige muslimische Demokratin aus Michigan im Kongress. Dort will sie Präsident Trump Kontra geben.
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#1 - 07.11.2018, 04:16 von nunmussichauchmalwassagen

Darüber kann ich mich aber auch nicht freuen

Ich würde gern mal wissen, ob irgendwo in den USA ein bekennender Atheist mehrheitlich gewählt wurde. Erst wenn davon über 50% in der Regierung (auch in anderen Staaten) sitzen, hätte ich das Gefühl, dass die Menschheit überleben könnte.

#2 - 07.11.2018, 08:19 von chefquäler

Nun gut....

ich muss mich dem ersten Foristen anschließen. Ich feuere jetzt auch kein Feuerwerk ab, weil eine bekennende Muslima in einem westlichen Land in den Kongress / Parlament, oder was auch immer gewählt wird. Obwohl ich praktizierender Katholik bin, finde ich, dass in einem säkularen Staat Religionen in der Politik eine sehr untergeordnete Rolle einnehmen sollten. Politik soll sich für die Rechte Aller einsetzen und lediglich hierauf das Augenmerk legen.

#3 - 07.11.2018, 09:22 von vaikl

Dass man Menschen,...

...die sich zu ihrer Religiösität bekennen, noch vor ersten Amtshandlungen öffentlich die Fähigkeit abspricht, sich politisch für die Rechte aller Bürger einsetzen zu können, ist nur ein weiterer Hinweis auf die steigende Distanz in unserer Bevölkerung zu Bildung und sozialem Grundwissen.

#4 - 07.11.2018, 09:47 von RealSim

Seh ich kritisch

Sowas dürfte gar keine Nachricht sein. Denn Religion muss Privatsache sein. Außerdem wird hier in der Überschrifft suggeriert als ob das nun was tolles wäre. Wenn es da hieße Scientologen, Homöopatinnen oder Esoteriker würden in den Kongress gewählt, da würde auch Niemand applaudieren.

Und es sind auch keine permanenten Eigenschaften. Jeder Mensch kann seine Religion wechseln oder ablegen. Ist das dann eine Niederlage für den Pluralismus, wenn eine Muslima zum Beispiel sagt sie ist jetzt Atheistin? Natürlich nicht

#5 - 07.11.2018, 10:04 von pittiken

Zitat von vaikl
...die sich zu ihrer Religiösität bekennen, noch vor ersten Amtshandlungen öffentlich die Fähigkeit abspricht, sich politisch für die Rechte aller Bürger einsetzen zu können, ist nur ein weiterer Hinweis auf die steigende Distanz in unserer Bevölkerung zu Bildung und sozialem Grundwissen.
Ein Politiker, der seine Religion in den Vordergrund stellt, kann sich gar nicht neutral politisch für die Rechte aller Bürger einsetzen, denn seine Religion ist ihm/ihr/es und was auch immer wichtig, denn sonst würde er/sie/es und was auch immer unerwähnt lassen.

#6 - 07.11.2018, 10:08 von chefquäler

So so

Zitat von vaikl
...die sich zu ihrer Religiösität bekennen, noch vor ersten Amtshandlungen öffentlich die Fähigkeit abspricht, sich politisch für die Rechte aller Bürger einsetzen zu können, ist nur ein weiterer Hinweis auf die steigende Distanz in unserer Bevölkerung zu Bildung und sozialem Grundwissen.
Ich kann nicht erschließen, in welchen Kontext Sie das setzen. Ich kann nicht erkennen, dass bisher geäußert wurde, dass eine Fähigkeit an politischen Entscheidung teilzuhaben abgestritten wurde. Lediglich ist es keine tolle Errungenschaft, das ein bekennender xy gewählt wurde. Nicht mehr und nicht weniger wurde gepostet. Und Hinweise auf steigende Distanz zu Bildung und sozialem Grundwissen verbitte ich mir in diesem Zusammenhang. Nur weil Sie einer anderen Meinung bzw. Auffassung sind, sollten Sie vorsichtig damit sein anderen eine Bildungsferne zu unterstellen, wenn Sie Gefahr laufen dezent "in die Tasche gesteckt" zu werden. Schönen Gruß.

#7 - 07.11.2018, 11:00 von cobaea

Die Hand von Jefferson

Zitat von pittiken
Ein Politiker, der seine Religion in den Vordergrund stellt, kann sich gar nicht neutral politisch für die Rechte aller Bürger einsetzen, denn seine Religion ist ihm/ihr/es und was auch immer wichtig, denn sonst würde er/sie/es und was auch immer unerwähnt lassen.
Die Gewählten setzen sich 1. nicht für den Islam ein, sondern für die muslimischen Mitglieder einer Gesellschaft, die in letzter Zeit diese Mitglieder vermehrt anfeindet 2. Sie setzen sich nicht ausschliesslich für die Bevölkerungsgruppe ein, sondern auch für andere Anliegen (steht im Artikel). 3. In Europa war die Verquickung von Politik und Konfession durchaus normal. Noch in den 60er Jahren gab es in der CDU kaum Protestanten. Aus dem "Zentrum" hervorgegangen, war die CDU ursprünglich klar katholisch dominiert. In der Schweiz gibt es heute noch die "Evangelische Volkspartei (EVP)" - niemand spricht denen den Einsatz für die Gesamtgesellschaft ab.

OT: Zitat aus dem letzten Absatz des Artikels: "legte damals bei seiner Vereidigung die Hand auf eine englischsprachige Ausgabe des Koran - sie gehörte einst Thomas Jefferson." Die Hand? Mag ich mir gar nicht vorstellen, wie das ausgesehen hat :-) Muss eine Seance gewesen sein.

#8 - 07.11.2018, 11:38 von Edgard

Dann nennen Sie erstmal...

Zitat von nunmussichauchmalwassagen
Ich würde gern mal wissen, ob irgendwo in den USA ein bekennender Atheist mehrheitlich gewählt wurde. Erst wenn davon über 50% in der Regierung (auch in anderen Staaten) sitzen, hätte ich das Gefühl, dass die Menschheit überleben könnte.
... ein paar bekennende Atheisten die dort überhaupt zur Wahl angetreten sind.
Zudem sollten Sie wissen daß die bekennenden Atheisten eine verschwindend geringe Minderheit sind die nicht immer als glänzende Alternative erkennbar sind.
Daß auch bei Atheisten die Scheuklappen mancnmal ziemlich eng sitzen ist erkennbar - aber Sie behaupten per se daß Atheisten die besseren Menschen und damit die besseren Politiker sind...
Aber es ist ebenso Fakt daß Atheismus keinen Schutz gegen Nationalismus und Rassismus bietet.
Ach ja - bevor da falsche Überlegungen ins Spiel kommen: Ich bin humanistischer Atheist dem inzwischen einige Illusionen abhanden gekommen sind was die Gleichsetzung von Atheisten = bessere Menschen betrifft.

Ja, und ich freue mich daß trotz Hass und Hetze der White Male Evangelikals Majority und ihres GröPraZ zwei Frauen mit Migrationshintergrund und einer von Trump bekämpften Religionszugehörigkeit gewählt wurden - als zwei Vertreterinnen von Minderheiten.

#9 - 07.11.2018, 11:46 von Edgard

Sie verkennen völlig...

Zitat von pittiken
Ein Politiker, der seine Religion in den Vordergrund stellt, kann sich gar nicht neutral politisch für die Rechte aller Bürger einsetzen, denn seine Religion ist ihm/ihr/es und was auch immer wichtig, denn sonst würde er/sie/es und was auch immer unerwähnt lassen.
... daß die Religionszugehörigkeit in den USA einen hoher Stellenwert hat, ob Sie dies nun gut finden oder nicht.... was mit "in den Vordergrund stellen" erstmal nichts zu tun hat.
Ihre Unterstellung bez. mangelnder Neutralität und Engagement für alle Bürger spricht für sich, jedoch nicht für Sie.

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