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Politik

Martin Schulz auf SPD-Parteitag: "Wir dürfen auch nicht um jeden Preis nicht regieren

AP Demut, Selbstkritik und ein bisschen Aufbruch: SPD-Chef Schulz wirbt um das Vertrauen der Genossen - auch für Gespräche mit der Union. Es gebe keinen Automatismus für eine GroKo.
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#1 - 07.12.2017, 14:19 von rambazamba1968

Neuer, alter Kurs

ich verstehe die Partei echt nicht mehr. Es ist doch ganz einfach. Was sind die Wurzeln der Sozialdemokratie?
Arbeitnehmerrechte stärken, eine Politik die den sozialen Zusammenhalt im Blick hat bei Renten, Pflege, Hartz IV Empfängern, Studenten, armen Leuten. Europa ist wichtig und Verlässlichkeit bei internationalen Verträgen.
So, weil dies unvereinbar mit CDU/CSU und FDP ist, geht man in die Opposition.

#2 - 07.12.2017, 14:21 von paulvernica

GroKo geht gar nicht

Aus Sicht des Wählers (der SPD geneigte Wähler) macht es doch nur Sinn soziale Themen durchzusetzen. Das kann die SPD in einer Groko aber nicht, da muss sie Kompromisse machen.
Macht sie Kompromisse wird sie unglaubwürdig und agiert halbherzig.
Also warum Groko? Es sei denn aus eigenem Egoismus heraus irgendeinen Posten bekleiden zu dürfen.

Aber denken wir uns mal rein theoretisch die SPD hätte die absolute Mehrheit. Dann würde den Bürgern mehr Europa erwarten und mehr Einwanderung (Familiennachzug) und ein islamischer Feiertag.
Aber das wollen ja eben die meisten Bürger nicht haben, auch wenn die nicht alle AFD wählen.
Schulz kapiert das einfach nicht ! Und daher kann eine Regierungsbeteiligung der SPD nur zu einem Fiasko für die SPD werden.

#3 - 07.12.2017, 14:24 von schwertas

Wo ist der Rest der Rede geblieben?

Da war noch etwas vom Umbau der Agentur zur Bildungseinrichtung und einige weitere Punkte.

#4 - 07.12.2017, 14:25 von testuser2

Verantwortung übernehmen würde bedeuten, NICHT in die GroKo zu gehen

Verantwortung übernehmen würde bedeuten, NICHT in die GroKo zu gehen. Martin Schulz war in Europa immer einer der besten Mitstreiter Merkels. Zumindest ein großer Teil der Bevölkerung wird wissen, dass von Seiten der CDU und der konservativen SPD mit dem Verantwortungs-Gerede gemeint ist, dass sie 1. An der Macht bleiben wollen, 2. dass sie meinen, das letzte Bollwerk gegen Nationalismus zu sein, und daher das Feld nicht den auf Abschottung setzenden sogenannten "populistischen" Kräften in Europa überlassen wollen. Dem Wähler wird das Recht nicht zugebilligt, neu zu wählen, mit der Begründung es sei auch zu teuer. Dabei sieht das Grundgesetz durchaus vor, dass der Wähler seine Meinung korrigiert. Davor haben aber die Wahlverlierer CDU und SPD Angst.

#5 - 07.12.2017, 14:26 von Duggi

Obwohl der Niedergang des SPD mit der Kanzlerschaft Schröder begann,

wird Herr Schulz als maßgeblich Verantwortlicher dafür in die Geschichtsbücher eingehen. Er steht für Nichts und wirkt dabei noch extrem unbeholfen, ist halt ein idealer Sündenbock.;-)

#6 - 07.12.2017, 14:39 von teja8961

Unredlich?

Ich sehe das Ganze nur aus der Ferne.Aber, hat sich der Herr Schulz in seinem vorherigen Job nicht unredlich verhalten.
Wieso kann so einer als Kanzlerkandidat bzw. in der Führungsposition der SPD sein?

#7 - 07.12.2017, 14:41 von xcountzerox

Die spd

Die SPD war das Schlimmste, was dieser Republik passieren konnte. Hartz4 wird euch keiner vergessen. Und jetzt wollt ihr euch wieder verkaufen? Glückwunsch.

#8 - 07.12.2017, 14:41 von Zaunsfeld

Zitat von Duggi
Obwohl der Niedergang des SPD mit der Kanzlerschaft Schröder begann, wird Herr Schulz als maßgeblich Verantwortlicher dafür in die Geschichtsbücher eingehen. Er steht für Nichts und wirkt dabei noch extrem unbeholfen, ist halt ein idealer Sündenbock.;-)
Viele sind am Untergang der SPD schuld.
Wie gesagt fing es an mit Schröder. Es ging weiter mit Beck, Steinmeier, Gabriel, Nahles und nun Schulz.
Das sind alles Wischi-waschi-Politiker, die in ihrem eigenen abgekanzelten Weltbild leben und von der Realität der Menschen und von den Wünschen ihrer eigenen Wähler nichts mehr verstehen.
Ich bin normalerweise eigentlich sehr angetan von klassichen sozialdemokratischen Thesen ... gute, moderne Bildung, mehr Einkommens- und Vermögensgerechtigkeit und damit einhergehender Besteuerung, Bürgerversicherung für die Krankenversicherung, Bürgerversicherung für die Altersvorsorge usw.
Aber mit DIESER SPD ist das alles nicht möglich. In Wirklichkeit sind das alles Themen, die zumindest der gesamten Führung der SPD völlig egal sind. Das mag bei den Mitgliedern an der Basis völlig anders aussehen, aber die Basis hat in der SPD genauso wenig zu melden wie in der CDU oder in der FDP.

Die SPD hat nur eine Chance auf Erneuerung, wenn sie in die Opposition geht und sofort alle alten Köpfe absägt und durch Leute von der Basis ersetzt.
Nahles, Schulz, Gabriel, Steinmeier, Maas, Stegner, Zypries. Die sind alle verbrannt. Mit denen kann die SPD keine Wahlen mehr gewinnen.

#9 - 07.12.2017, 14:44 von der_Pixelschubser

Formsache?

Der Buchhändler aus Würselen hat es also tatsächlich immer noch nicht begriffen: Das Spiel mit dem neoliberalen Feuer und die damit verbundene Verachtung für die Bedürfnisse potentieller Wähler*innen ist für Herrn Schulz also nichts weiter eine Formsache – etwas, worüber man nicht weiter nachdenken, debattieren und argumentieren muss. Man kann sie einfach wegwischen, von der Tagesordnung streichen, um zur selben überzugehen.
Das wird fatale Folgen haben – denn dieses Wegwischen, dieser Übergang zur Tagesordnung bedeutet auch, dass es keinerlei Kurswechsel geben wird. Für ihn bedeutet es eine weiterhin sinnlose Hinterherhechelei hinter denen, die eh' schon auf der Regierungsbank kleben, einen kleinen Platz am Katzentisch der "großen" Politik, die eine GroKo zwar durch das Mitwirken der SPD, aber letztlich doch ohne ihr Zutun zu Ungunsten der Bürger*innen durchziehen wird. Und die Menschen werden es ihr danken – durch noch weniger Zustimmung. Gewinner dieser schwachsinnigen Aktion wird sehr wahrscheinlich die AfD sein, die es entsetzlicherweise schafft, die Menschen dort abzuholen, wo sie am leichtesten greifbar sind: bei ihren Ängsten, Sorgen und Nöten. Wenn wir es kurzfassen wollen, können wir also sagen: Die AfD von heute ist aus SPD-Müll konstruiert.
Ich kann nur appellieren: Vergesst Netzwerker, vergesst Seeheimer, vergesst Atlantiker – hört auf Eure Jugend, die Jusos, hört auf Euren linken Flügel, kehrt zurück zu Sozialdemokratischen Werten, die die SPD einst glaubwürdig, bürgernah und stark gemacht haben. Tut nicht immer so, als sei der Gedanke, mit der Linken zusammenzuarbeiten, verwerflich und ketzerisch! Besinnt Euch auf Eure Grundwerte, besinnt Euch auf Eure Werte, die noch 1989 klar und deutlich formuliert wurden! Alles andere ist weder sozial, noch demokratisch - und erst recht nicht sozialdemokratisch!

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