Schrift:
Ansicht Home:
Forum
Reise

Bangkok: Streetfood in der Touristenstraße Khao Sao darf bleiben

AFP Bangkok will die Streetfood-Stände von den Straßen verbannen. Diese Ankündigung fuhr Einheimischen und Besuchern heftig in den Magen. Die Tourismusbehörde versucht zu beruhigen.
zum Artikel
Im mobilen Forum können sie die Beiträge nur lesen.
Um zu kommentieren, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion im Artikel.
    Seite 1/3    
#1 - 21.04.2017, 13:20 von kumi-ori

"Es sind die Thais selber, die überall in der Stadt auf günstiges Essen angewiesen sind - und nicht die Touristen."

Ich gestehe, dass ich noch nie in Thailand war, aber dafür in anderen garkochenden Ländern. Als Tourist bin ich zwar nicht finanziell darauf angewiesen, ich habe jedoch wenig Lust, meine wertvolle Urlaubszeit in irgendeinem Touristen-Restaurant abzusitzen und auf den Kellner mit der Speisekarte zu warten. Ich habe auch nicht die geringste Lust, mit der Vielfalt der trinkgeldheischenden kleinen Servilitäten vom Aufhängen des Mantels bis zum Schieben des Stuhls unter den Arsch verwöhnt zu werden. Ich möchte natürlich das verköstigen, was den Meenschen vor Ort schmeckt und nicht das Beefsteak oder Wiener Schnitzel. Das ist nicht Geiz, ich möchte das Land schließlich erleben. Die schmucken Restaurants sollte man den Geschäfts-Dinierenden mit Kreditkarte und Bewirtungsbeleg überlassen.

#2 - 21.04.2017, 13:51 von go2dive

Das Problem ist weniger die Hygiene, sondern dass man auf den eh schon knappen Bürgersteigen kaum laufen kann, weil sie von Garküchen okkupiert werden. Oder sie weichen auf Straßen aus, blockieren ein bis zwei Spuren und verursachen lange Staus. Die Maßnahme war keine einsame Idee der Regierung sondern resultierte aus vielen Beschwerden von Anwohnern.

#3 - 21.04.2017, 14:01 von lassmabessersein

Es ist doch nur ein Angebot

Jeder halbwegs informierte Mensch weiss doch, dass man da nichts isst, wenn einem die Gesundheit lieb ist.
Koch es, brat es, schäl es oder vergiß es! Man kann sich also nur selbst versorgen, mit eigener Küche. Auf tierische Lebensmittel würde ich in diesen Ländern eh komplett verzichten.
Dort, wo Kakerlaken nicht als Ungeziefer, sondern als Dekorationshighlight gesehen werden, würde ich nie einen Bissen runter kriegen. Das gälte aber auch für Restaurants. Asiaten sollen eh ein anderes Verständnis von Hygiene haben, als Bionade-Europäer.

Von daher wäre ein Verbot dieser sogenannten Garküchen mehr als Überfällig!

#4 - 21.04.2017, 14:01 von chrismuc2011

Wo ist das Problem?

Ich finde die Hygienestandards zu heben nicht nur für Touristen wichtig. Wie oft habe ich schon gesehen, dass hunderte von Plastiktellern in genau einem 10liter Eimer den ganzen Abend gewaschen werden. Also Fisch, Huhn, Beef alles durcheinander.
Und Singapore gibt es doch vor: Hawker Stalls, die einen minimalen Komfort bieten, eine paar Ventilatoren, Sitzgelegenheiten aus Plastik. Und genial einfach gelöst die Hygiene: Alle Essenverkäufer bezahlen eine Firma, die nur für das Geschirr zuständig ist. Diese Firma räumt das Geschirr nach Benutzung ab, wäscht es und bringt es gereinigt den Essenverkäufern zurück.

#5 - 21.04.2017, 14:59 von Sumerer

Zitat von kumi-ori
"Es sind die Thais selber, die überall in der Stadt auf günstiges Essen angewiesen sind - und nicht die Touristen." Ich gestehe, dass ich noch nie in Thailand war, aber dafür in anderen garkochenden Ländern. Als Tourist bin ich zwar nicht finanziell darauf angewiesen, ich habe jedoch wenig Lust, meine wertvolle Urlaubszeit in irgendeinem Touristen-Restaurant abzusitzen und auf den Kellner mit der Speisekarte zu warten. Ich habe auch nicht die geringste Lust, mit der Vielfalt der trinkgeldheischenden kleinen Servilitäten vom Aufhängen des Mantels bis zum Schieben des Stuhls unter den Arsch verwöhnt zu werden. Ich möchte natürlich das verköstigen, was den Meenschen vor Ort schmeckt und nicht das Beefsteak oder Wiener Schnitzel. Das ist nicht Geiz, ich möchte das Land schließlich erleben. Die schmucken Restaurants sollte man den Geschäfts-Dinierenden mit Kreditkarte und Bewirtungsbeleg überlassen.
Trotz Kreditkarte hat einmal in der Türkei, im Hafen von Izmir, eine ausgewachsene Kakerlake meinen Weg gekreuzt. Ich wollte nur ein Sandwich kaufen. Und dieses Biest wanderte vergnüglich von rechts nach links, von einem Sandwichstapel in den nächsten.

Hungrig, wie ich war, suchte ich dann ein Restaurant auf.

#6 - 21.04.2017, 15:01 von go2dive

@lassmal...

Ich habe mir in Thailand in den letzten 10 Jahren noch NIE den Magen verrenkt und esse sowohl in Garküchen wie in Restaurants. Und ja, hier isst man auch Insekten. Und? Essen Sie z.B. Krabben? Wo ist der Unterschied? Schon mal darüber nachgedacht, was ein Ei genau ist?

#7 - 21.04.2017, 15:26 von Sumerer

Zitat von go2dive
Ich habe mir in Thailand in den letzten 10 Jahren noch NIE den Magen verrenkt und esse sowohl in Garküchen wie in Restaurants. Und ja, hier isst man auch Insekten. Und? Essen Sie z.B. Krabben? Wo ist der Unterschied? Schon mal darüber nachgedacht, was ein Ei genau ist?
Ich kann mir gegrillte Kakerlaken noch nicht so richtig wohlschmeckend vorstellen. Obwohl ich schon einmal Gehirn an Stelle eines von mir erwartenden überbackenen Camenberts serviert bekommen habe. Übrigens auch in einem Restaurant in der Türkei.

Ein Schnitt mit dem Messer machte dies ziemlich deutlich.

#8 - 21.04.2017, 15:32 von advocatus diaboĺi

Das gute an uns Deutschen ist,

dass wir immer genau wissen, was gut und schlecht ist, richtig oder falsch, und wir diese Weisheiten nicht für uns behalten, es jedem mitteilen, deshalb sind wir auch auf der ganzen Welt so beliebt. Auch Foristen, die nie oder nur einmal in Bangkok waren, sind selbstverständlich Experten für Straßenküchen, für Hygiene, für den Straßen- und Gehwegverkehr, und wenn es auf den Sextourismus kommt, sind wir ebenfalls Experten. Bravo, ein würdiges Volk der Dichter und Denker.

#9 - 21.04.2017, 16:05 von charlybird

Obwohl Ich ihn nicht leiden kann

Zitat von lassmabessersein
Jeder halbwegs informierte Mensch weiss doch, dass man da nichts isst, wenn einem die Gesundheit lieb ist. Koch es, brat es, schäl es oder vergiß es! Man kann sich also nur selbst versorgen, mit eigener Küche. Auf tierische Lebensmittel würde ich in diesen Ländern eh komplett verzichten. Dort, wo Kakerlaken nicht als Ungeziefer, sondern als Dekorationshighlight gesehen werden, würde ich nie einen Bissen runter kriegen. Das gälte aber auch für Restaurants. Asiaten sollen eh ein anderes Verständnis von Hygiene haben, als Bionade-Europäer. Von daher wäre ein Verbot dieser sogenannten Garküchen mehr als Überfällig!
und er mich mit seinem Humor eher langweilt, hat der Dieter Nuhr mal einen rausgehauen, der passt ziemlich oft und der heißt:
Wenn man keine Ahnung, besser mal die F...sse halten.
Von den Hygienestandards der Asiaten mal abgesehen, wir sollten da auch mal auf uns schauen, können wir von dem, was man dort in die Töpfe und Pfannen schmeißt lernen und Kakerlaken werden in keinem mir bekannten asiatischen Land gegessen.
Von Garküchen scheinen Sie aber so gar keine Ahnung zu haben.
Bei den meisten herrscht eine ziemlich aufgeräumte Genauigkeit und Sauberkeit, das sind sich die Thais nämlich schuldig, weil sie es selbst essen, die Landsleute versorgen und nicht etwa für die Touristen bruzzeln.
Es gibt einige Garküchen in Thailand, da stehen die Leute Schlange, weil es einfach gut ist und sollte ein derartiger Laden hier öffnen können und dürfen, hätte der Besitzer sein Glück gemacht.
Habe sehr lange in Thailand gewohnt und mir nur einmal den Magen verrenkt, weil ich einen Teller überteuerte Spaghetti Bolognese ( ich liebe sie) in einem italienischen Touristenlokal aus reinem Heißhunger dadrauf verdrückt habe.

    Seite 1/3