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NFL: Was steckt hinter der Touchdown-Flut?

AFP Der Quarterback ist im American Football der Kopf des Offensivspiels. Seit diesem Jahr wird er durch eine Regeländerung in der NFL besser geschützt. Das führt zu Spektakel - und großer Verunsicherung.
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#1 - 11.10.2018, 13:47 von booya

Drew Bress is the goat

Erstmal das klarstellen.
Drew Bress ist der beste "Passing" QB der NFL! Und das war er auch ohne diese Regeln.

So jetzt zum Thema...natürlich hat das eine Auswirklungen. Die D-End und co werden deswegen zwar nicht weniger häufig rushen, weil das nun mal deren Währung Nr1. ist... SACKS!
Aber... und das ist der Effekt den wir jetzt sehen, müssen sie auf ein paar der finishing Varianten verzichten.
Tiefe Tackles sind schon länger quasi gebannt. Das nimmt die unterste Ebene weg.
Kopf vom QB ist auch schon länger Tabu.
Oben über den OLiner drüber hauen, geht damit auch nicht.

Und jetzt muss man aufpassen das man noch im letzten Moment abbremst und seinen Körper so unter kontrolle hat, das man eben sich eben nicht erst durch den Körper des QB abbremst. Nicht einfach bei +115 Kilo.

QB wissen das und nutzten das natürlich aus, indem sie sich ein gutes Stück weniger Sorgen machen, das sie gleich einen harten Hit einstecken müssen.
Ergo ... der Ball wird ne Zehntelsekunde oder mehr länger gehalten und das ist genau das was ein Rec manchmal braucht um sich freizulaufen bzw der QB kann noch einen Read mehr machen.
Ob ich das gut finde?

Ich finde es gut das es dadruch weniger Verletzungen gibt aber es wird mal an der Zeit, der Defense, das Leben wieder nen Stück leichter zu machen.

Z.b. die Bump Rule könnte man etwas entschärfen oder PickPlays anders ahnden als es zur Zeit passiert.

#2 - 11.10.2018, 15:06 von bigmitt

Die jetzige Regeländerung....

...trägt natürlich mit dazu bei das es den einen oder anderen TD mehr gibt, ist jedoch nur ein Teil der Geschichte.
In den vergangenen Jahren haben Offenses viele Schemata aus dem College übernommen und sind damit äusserst erfolgreich , ob Pistol Offense, RPO oder Spread....was lange nur auf College Level als erfolgversprechend galt ist mittlerweile Trend in der NFL und Defense Coordinator müssen sich darauf erst wieder einstellen.

#3 - 11.10.2018, 15:37 von bigmitt

Korrrektur....

...ich schrieb von Regeländerung in meinem Beitrag. Das ist natürlich falsch. Die besagte Regel zum Schutz des QBs gibt es schon des längeren , die Referees werden lediglich seit dieser Saison angehalten diese strikter auszulegen. Kleiner aber feiner Unterschied.

#4 - 11.10.2018, 15:44 von isoprano

@booya

Passing Rekorde sind die größte Lüge seit es Statistiken gibt. Der QB kann einen Pass weniger als einen Yard weit nach vorne werfen und kann dafür 99 Yards in seiner Statistik gut geschrieben bekommen, wenn der Passempfänger so weit kommt.
Theoretisch kann ein Quarterback mit 4 Pässe, 4 TD erzielen und -laut Statistik- 396y erzielen.

Einen guten QB machen andere Statistiken aus.

#5 - 11.10.2018, 15:56 von Lankoron

Das ganze an

5 Spieltagen festzumachen und erneute Panik zu schüren, halte ich doch für etwas übertrieben. Man erinnere sich doch nur an den Beitrag hier am ersten Spieltag, den hochgejubelten Sam Darnold. Der ist mittlerweile auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Fakt ist derzeit, dass die Liga vielleicht, aber nur vielleicht dieses Jahr ausgeglichener ist und etwas überraschender...seien es die Schwäche der Falcons und die Stärke der Chiefs, dass die Browns gewinnen können etc. Die ersten 5 Spieltage sind rum, aber noch sind 11 zu gehen. Und dann kommen die Play-Offs.
Und ja, die QB werden etwas besser geschützt, dadurch wird das Spiel wieder attraktiver. Wäre es schlimm, wenn im Fussball mehr Tore fielen?

#6 - 11.10.2018, 16:09 von Turbo

Mehr Pässe. mehr Spektakel

Die NFL ist in wenigen Jahren zu einer reinen Passing Liga mutiert.

Hohe QB-Ratings und hervorragende TD zu INT Ratios, die sonst nur Elite Quarterbacks aufwiesen, sind jetzt Bestandteil fast aller Quarterbacks, die spielen. Auch die Receiver sind davon natürlich betroffen. Das ist insofern traurig, da man aktuelle Saisonleistungen nicht mehr wirklich mit früheren vergleichen kann.

Diese Entwicklung ist ausdrücklich von der Liga gewollt. Einerseits sind durch strengere Regeln gegenüber den Verteidigern offensive Spieler nun besser geschützt. Andererseits muss die Liga mehr Spektakel und Rekorde anbieten. Denn gerade in Zeiten, in denen der US-Volkssport durch Gesellschaftsdebatten so zerrissen ist, wie nie, kämpft die NFL um jeden Zuschauer und Sponsor.

#7 - 11.10.2018, 16:19 von booya

Zitat von isoprano
@booya Passing Rekorde sind die größte Lüge seit es Statistiken gibt. Der QB kann einen Pass weniger als einen Yard weit nach vorne werfen und kann dafür 99 Yards in seiner Statistik gut geschrieben bekommen, wenn der Passempfänger so weit kommt. Theoretisch kann ein Quarterback mit 4 Pässe, 4 TD erzielen und -laut Statistik- 396y erzielen. Einen guten QB machen andere Statistiken aus.
Das ist mir bewusst, auch wenn dieser Einwand nur für die erworfenen Yards gilt.

Drew Brees hält by the way auch die Rekorde für fast alle anderen QB related Stats oder ist in den Top 3.

Und das ohne Pro-Bowl Kaliber Receiver in den Reihen. (Bis auf letztes Jahr mit MT)

Einer der wichtigsten um die Qualität zu beschreiben ist imho Completion percentage und auch hier hält er die Rekorde:
•Single-season completion percentage (72 percent in 2017)
•Career completion percentage (67.1 percent)


Ich persönlich bin eher ein Freund des Laufspiels aber es ist auch grossartig zu sehen, was für ein enormes Duell sich die Rec und CB liefern.

#8 - 11.10.2018, 17:10 von madlex

Drew Brees zum GOAT zu machen ist dann doch etwas gewagt. Selbst wenn man das auf greatest regular season dropback passer beschränkt, ist es relativ schwierig Argumente zu finden die Brees über Dan Marino ansiedeln. Man muss sich nur mal anschauen, was letzterer in der 1984 Saison angestellt hat.. Die NFL wünscht sich aus verschiedensten Gründen eine pass happy league mit möglichst wenigen verletzten Superstars, aber natürlich in erster Linie weil die Spiele einfach viel attraktiver für den Durchschnittszuschauer sind. Als Beispiel vom letzten Wochenende war ich ich Samstagmittag bei Texas vs. Oklahoma extrem gut unterhalten und bin Sonntagabend bei Dallas vs. Houston kurz nach der Halbzeit eingeschlafen (gg. 21:00 Ortszeit). Abgesehen davon, dass ich das lokale (aktuell noch ungeschlagene) NFL Team unterstützte, würde ich immer „Samstag“ antworten wenn ich mich zwischen College und NFL entscheiden müsste. Genau wie ich beim Fussballschauen auf ein 3:2 statt 1:0 Spiel hoffe. Spiele die „von der Spannung leben“ sind gut und schön, aber im Endeffekt ist Leistungssport im TV Entertainment und ein Offensivspektakel hat zumindest für mich einen deutlich höheren Unterhaltungswert.

#9 - 11.10.2018, 17:48 von akalix

erstmal eine Klarstellung: "Rookie Patrick Mahomes" diese Aussage ist schlicht falsch bitte macht euch die mühe und checkt die Fakten genauer, kann doch nicht so schwer sein einmal die vita eines Spielers zu lesen.

natürlich sind die regeländerung mit ein Grund aber wer das stellers spiel vom wochen ende gesesehn hat weis das QB auch immernoch unter druck gestetzt werden.

in den letzten jahren gab es immer wieder regeländerungen oder neu auskegungen. die das Passspiel bevorzugen.
so habe ich noch nie soviele holdings von DBs gesmahndet gesehen wie in diesem jahr. und Offensive PI wird so gut wie nie gewurfen obwohl die resiever doch so einige moves machen die beim DB zur PI führen.

dazu hat sich das spiel auch immer weiter zum pass hin entwickelt. den fullback gibt es im Prinzip nicht mehr. und wärend Sharp und Gon

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