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Air-Berlin-Pleite: Diskussion um Sozialauswahl war Grund für Pilotenrevolte

REUTERS Nach zahlreichen Flugausfällen stellt Air Berlin für Donnerstag wieder Normalbetrieb in Aussicht. Viele Crews wollen wieder fliegen, nachdem der Insolvenzverwalter Gesprächsbereitschaft über einen Sozialplan signalisiert hat.
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#10 - 14.09.2017, 03:24 von aussieman

@gammoncrack

Warum macht die Tatsache, dass andere Menschen ebenfalls Knall auf Fall ihren Arbeitsplatz bei einer Insolvenz verloren haben es falsch, zu versuchen für den Erhalt seines Arbeitsplatzes zu kämpfen? Nur weil andere in ähnlichen Lagen sich ihrem Schicksal ergeben haben/mussten, macht es nicht richtig, sich dem anzuschließen und sehenden Auges auch über die Klippe zu springen während sich Herr Winkelmann z.B. sein Gehalt auch im Falle der Insolvenz hat garantieren lassen und sicherlich wieder in Mutters Schoß zu LH zu gleichen Bedingungen zurückkehren kann, wenn er für Lufthansa den Job bei AB beendet hat.
Wieso dürfen nicht auch gut bezahlte Angestellte um ihren Arbeitsplatz kämpfen, während sie vom Management und dem Steigbügelhalter Dobrinth über den Tisch gezogen werden? Wollen wir in unserem Lande wirklich immer mehr Arbeitsplätze in Ausland verlegen, auch wenn sie gut bezahlt sind? Wie wenig muss ein Arbeitnehmer in Deutschland verdienen, damit er für seinen Arbeitsplatz und seine Arbeitsbedingungen kämpfen darf? Und ab welchem Einkommen darf man sich so rücksichtslos wie Hunold, Winkelmann und Spohr verhalten?
Ich finde, wann immer sich jemand dadurch bereichert, dass es anderen an die Existenz geht, ist das in höchstem Maße unmoralisch und jeder, der sich dagegen wehrt, verdient Solidarität anstelle dafür auch noch beschimpft zu werden. Die Mitatbeiter der AB haben die Firma nicht an den Abgrund geführt, das taten andere und nun möchten gewiefte Firmenbosse der Konkurrenz diese Miesere für sich ausnutzen, um von deren Kapitalgebern demnächst noch mehr Boni zu ergattern, auch finanziert durch die Einsparungen beim Gehaltsniveau beim Personal. Wann hört dieser zunehmende Geldfluß zu Managern und Anteilseignern endlich mal auf? Und wann werden diejenigen mal zur Rechenschaft gezogen, dessen Fehlentscheidungen sie selbst reich gemacht aber deren Mitarbeitern erst einmal die Existenz entzogen haben?

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