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EU-Energieunion: Deutschland lehnt Messung von Energiearmut ab

DPA Hunderttausenden deutschen Haushalten werden regelmäßig Strom oder Gas abgestellt. Brüssel will Mitgliedstaaten verpflichten, mehr Daten über Energiearmut zu sammeln. Doch die Bundesregierung sperrt sich.
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#1 - 26.05.2018, 14:44 von LJA

Natürlich

will die Regierung da keine Zahlen veröffentlichen. Schließlich ist es Merkels irrsinnige Energiewende, welche eine der Hauptursachen für Energiearmut bei uns ist.
Mit der, von der jetzigen Koalition angestrebten und ebenso irrsinnigen, Abschaltung der Kohlekraftwerke, wird sich die Lage noch einmal verschärfen.

#2 - 26.05.2018, 14:45 von St.Baphomet

Die Bundesregierung?

Ist da nicht auch unsere super-sozialdemokratische SPD Mitglied?
Und warum will Deutschland Energiearmut nicht definieren?
Weil man dann auch die völlig unzureichenden Hartz 4-Sätze richtig definieren bzw. deutlich erhöhen müsste.
Kommt für echte Sozialdemokraten leider nicht in Frage.
Nach der Methode:
Starrsinn bis zum Ruin.

#3 - 26.05.2018, 14:52 von darkmattenergy

Es gibt bereits viel zu viele Sozialtarife für Strom in Deutschland

"Sozialtarife" nicht für arme und kleine, sondern für die größten Stromverbraucher Deutschlands, die sich mit perfider Lobbyarbeit wie auch der Hilfe bürgerfern verantwortungsloser Politiker höchst ungerechte und nahezu unvorstellbare Vorteile hinsichtlich der Strompreise erschleichen konnten.

Würden endlich sämtliche Stromverbraucher, inklusive der gegenüber privaten Kunden von der EEG Umlage befreiten industriellen Großverbraucher, verpflichtet, einheitliche Preise inklusive aller in Deutschland auf Strom erhobenen Abgaben und Steuern zu zahlen, würden die Stromkosten für private Kunden - und damit automatisch auch für einkommensschwache Abnehmer - ganz erheblich sinken.

#4 - 26.05.2018, 14:54 von tinnytim

Vielleicht will man möglichst lang die Wahrheit verbergen, dass die Ärmsten durch die schlechte Gestaltung der EEG-Umlage, sowie der zusätzlichen Belastung mit der §19- Umlage sowohl Großverbraucher, als auch Umlage-befreite Unternehmen subventionieren müssen.

#5 - 26.05.2018, 15:00 von j.w.pepper

Der Hauptpreistreiber...

...bei den Energiekosten ist und war schon immer der Staat. Deshalb ist es ein Hohn, dass behauptet wird, man wolle einen zu starken Anstieg der Preise vermeiden, was dann auch den "Armen" helfe. Es ist z.B. nicht nachzuvollziehen, dass heutige Stromverbraucher durch die EEG-Abgaben dafür sorgen sollen, dass die Verbraucher von morgen günstigen Ökostrom bekommen. Man kann zur sog. Energiewende stehen wie man möchte, aber so etwas ist eine Aufgabe, die aus Steuermitteln finanziert werden muss und nicht durch Sonderabgaben bestimmter Gruppen, sprich der heutigen Stromverbraucher. Das kommt dann massiv auch und gerade den Beteiligten zugute, die die Stromrechnung heute nicht bezahlen können.

Dennoch: Energie bleibt ein Wirtschaftsgut wie alle anderen auch, das vom Verbraucher bezahlt werden muss. Wer es sich nicht leisten kann, soll dafür ggf. Sozialhilfeleistungen bekommen. Aber wer dann immer noch nicht bezahlt, ist zu allererst selbst schuld. Die Energieversorger sind nicht das Sozialamt, und deren Kunden sollten die Nichtzahler nicht mit "durchfüttern" müssen. Also sind die Abschaltungen im Grundsatz völlig in Ordnung. "Sozialtarife" sind deshalb völlig daneben. Es gibt auch keine Sozialtarife für Butter und Brot.

#6 - 26.05.2018, 15:02 von cyberpommez

Da muss man nicht messen

Die Zahlen sind doch da, wenn der Strom abgestellt ist herrscht Energiearmut.
Das Deutschland da nicht mitmessen will ist auch logisch, denn es würde erneut ein miserables Licht auf unsere BR fallen Wir sind bestimmt Schlusslicht, wenn ich die Zahlen so sehe.

#7 - 26.05.2018, 15:05 von whitewisent

Die Diskussion geht leider an den Hauptproblemen vorbei. Denn die Armut beginnt bereits lange vor der Abstellung. Einfach mal als Journalist in einem Jobcenter rumfragen, wieviele Leute dort mit 12 oder 25 Watt Lampen leben. Kronleuchter mit mehreren Lampen werden werde nicht mehr bestückt und beheizt werden nur wenige Räume.

Viele Schuldner, die ihre Versorger nicht mehr bezahlen, tun dies über Monate hinweg nicht. Und das komplett. Eine Aufstockung der ALG2-Beträge dafür würde an diesem Verhalten überhaupt nichts ändern.

Es gibt Alternativkonzepte wie früher, "Groschengräber" in Form von Pre-Paid-Anschlüssen. Wozu man jedoch in der Lage und bereit sein muss, dafür mit den Versorgern zu sprechen.

Eine großartige Datensammlung ist da nicht nötig, einfach die 4 Großanbieter und den Verband der Stadtwerke abfragen, und man hat Zahlen. Denn wen juckt es wirklich, ob es nun 275.000 oder 450.000 Betroffene sind? Ein politischer Wille zur Änderung gibt es nicht, und ein Regulierungsbedarf am Markt vorbei ist auch nicht nötig.

#8 - 26.05.2018, 15:09 von _unwissender

Irgendwie sinnvoll ...

Da reicht Hartz IV also nicht für Gas und Strom?
Wahrscheinlich haben die Betroffenen Dynamos und erzeugen damit den Strom zum Fernsehen gucken - denn Zwangs-GEZ (ähh Beitragservice) muss natürlich trotzdem sein!

#9 - 26.05.2018, 15:09 von quark2@mailinator.com

Vom Sozialstaat der alten Bundesrepublik ist wenig geblieben - weder von den Gesetzen noch von den Gedanken. Nun konnte einem das ja von vornherein klar gewesen sein, aber es ist trotzdem traurig, wie schnell es ging. Warum nur glauben die meisten Leute, überdurchschnittlich begabt bzw. glücklich zu sein und keine Absicherung zu brauchen ?

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