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Kritik zum Jahreswechsel: Wirtschaft fordert von Bundesregierung mehr Investitionen

DPA Zu viel umverteilt, aber zu wenig investiert - so lautet das Urteil von Wirtschaftsverbänden über die Arbeit der Bundesregierung. Diese solle mehr im Sinne der jungen Generation tun.
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#1 - 31.12.2018, 09:25 von mimas101

Hmm Tja

Wie wäre es nicht nur auf die öffentliche Hand zu setzen sondern auch auf eigenes Projektmanagement, Eigeninitiative, Eigenausbildung des Berufsnachwuchses und dem Verlangen von Preisen die sich auch ein Normalsterblicher Häuslebesitzer noch leisten kann?

#2 - 31.12.2018, 09:35 von OhMyGosh

"Die Politik muss die Ursachen angehen, nicht nur die Symptome", forderte Industriepräsident Dieter Kempf.
Das ist ja ein Knällchen: Kempf fordert die Abschaffung der Mindestlohns und anderer Sauereien der Agenda 20110??? Hat man also inzwischen in den Chefetagen begriffen, dass dieser Weg zwar ein leichter, aber der falsche war?
Machen in Deutschland mittlerweile die Bosse den Klassenkampf, nicht mehr die abhängig Beschäftigten?

#3 - 31.12.2018, 09:35 von singularitaet

Cui bono

Hehre und durchaus wahre Worte von den Wirtschaftsverbänden.
Noch besser wäre es aber, diese würden sich an die eigene Nase fassen auch danach handeln. Stattdessen sehe ich oft nur ein Streben nach unmittelbarer Gewinnmaximierung.
Daher gilt für mich: "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube"
Es stellt sich daher die Frage, was die Wirtschaftsverbände mit diesen Appellen tatsächlich erreichen/erzielen wollen: Weitere Deregulierungen/Privatisierungen/staatliche Investitionen, die sie wieder primär zur eigenen Gewinnoptimierung nutzen würden?

#4 - 31.12.2018, 09:36 von singularitaet

Cui bono

Hehre und durchaus wahre Worte von den Wirtschaftsverbänden.
Noch besser wäre es aber, diese würden sich an die eigene Nase fassen auch danach handeln. Stattdessen sehe ich oft nur ein Streben nach unmittelbarer Gewinnmaximierung.
Daher gilt für mich: "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube"
Es stellt sich daher die Frage, was die Wirtschaftsverbände mit diesen Appellen tatsächlich erreichen/erzielen wollen: Weitere Deregulierungen/Privatisierungen/staatliche Investitionen, die sie wieder primär zur eigenen Gewinnoptimierung nutzen würden?

#5 - 31.12.2018, 09:46 von ronald1952

Es ist immer das gleiche,

wnn die Wirtschaft zu Dumm, zu Faul und zu Gierig ist soll es immer der Staat richten, daß heißt ja wohl der Steuerzahler. Sollen diese Herrschaften doch erst mal selbst Ihre fälligen Steuern bezahlen und wenn dann nach Abzug von allem was übrig bleibt und nur dann könnte man eventuell über Subventionen mal Nachdenken.Aber die Deutsche Industrie steht ja schon immer auf dem Standpunkt, erst kommen wir und viel viel später die Bevölkerung. Das ist der Falsche Weg. Meine Meinung, wenn der Staat investiert sollte der Saat auch davon profitieren also Anteile davon haben.
schönen Tag noch,

#6 - 31.12.2018, 09:50 von KlausMeucht

Umverteilung

Dem Fazit Stimme ich zwar zu, meine aber wahrscheinlich genau das Gegenteil damit.

Der grosse Umvrteiler ist die Finanzwirtschaft und weniger der Sozialstaat. Wir kürzen bei denjenigen die fast alles für Wohnen und Essen konsumieren und fordern diese noch zum Sparen auf.

Wir kürzen die Löhne von Pfleger, Erzieher, erhöhen Miete und Abgaben damit die Grosssparer hohe Renditen erzielen. Für die rote bzw. Schwarze Null wird die öffentliche Infrastruktur vernachlässigt.

#7 - 31.12.2018, 09:51 von uweskw

Wer nimmt das noch ernst?

Die Arbeitgeber sind immer am Jammern. Gewinne wie nie zuvor, arbeitgeberfreundliche Arbeitsbedingungen und den Löwenanteil der Steuern tragen Angestellte und Arbeitnehmer. Aber das ist den Verbänden anscheinend noch nicht genug Macht.

#8 - 31.12.2018, 09:53 von Lykanthrop_

Warum ist denn eigentlich so viel Umverteilung notwendig um den sozialen Frieden zu waren ? Warum kollabieren die politischen Systeme in ganz Europa unter populistischem Druck ? Was hat uns die letzten 25 Jahre dahin geführt wo wir heute stehen ? Warum haben die liberalen Systeme an Anziehungskraft verloren ? Fragen über Fragen. Investitionen ja, aber ist der Neoliberalismus (weniger Umverteilung, Entlastung der Starken) wirklich die geeignete Antwort auf unsere Probleme ?

#9 - 31.12.2018, 09:54 von olli0816

Es fehlen Kapazitäten

Es werden heute bei weitem nicht die Budgets für Investitionen abgerufen, weil zum einen zu wenig qualifizierte Leute beim Staat arbeiten, die die Projekte auf die Reihe bekommen und zum anderen die Baufirmen wegen des Immobilienbooms ausgelastet sind. Außerdem wird immer die heilige Kuh der Ausschreibung mit viel zu restriktiven Richtlinien und z.T. geradezu widersinningen, für das jeweilige Projekt nicht relevante Richtlinien erschwert. Ich weiß, wovon ich hier spreche. Selbst ein Akt, wo nur 15.000 EURO ausgegeben werden, kann eine 100seitige Ausschreibung nach sich ziehen, wo sich dann ca. 30 Firmen bewerben, deren Unterlagen alle gesichtet werden müssen und dann wird sich rein aus Kostenpunkten nicht für den besten Kandidaten entschieden. Oder auch gerne gemacht: Es ist ein Fehler in der Ausschreibung und man braucht wiederum ein halbes Jahr, bis das neue 100seitige Pamplet für ebendiese Investition neu erstellt werden muss. Die sog. Einsparung steht in keinem Verhältnis zum Ertrag. In meinem kleinen Kaff wurde so ein Kindergarten ausgeschrieben (gehört der Gemeinde) und man hat sich für den billigsten entschieden, ohne seine Bonität zu prüfen. Leider ging der Betrieb während der Bauphase pleite und das Unternehmen hatte nur den unrealistischen Preis angeboten, um sich etwas über Wasser zu halten. Der Schaden war immens. Ist zugegeben nur ein Einzelfall, aber gerade das Bestellwesen ist viel zu kompliziert. Gerade für kleine Sachen.

Frau v.d.Leyen, wo ich wirklich kein großer Fan von bin, hat versucht, das Fachkräftedilemma zugegebenermassen mit sehr teuren externen Firmen aufzufangen. Was soll sie denn tun, wenn sie keine geeigneten ausreichenden Ressourcen hat, um die Aufgaben zu bewältigen? Unsere Stadt München wirbt mit Plakaten überall, wo man es sehen oder auch nicht sehen möchte damit, dass sie dringend IT-Fachkräfte benötigen. Ich hatte vor einem Jahr ein Gespräch mit jemanden, der mich genau zu dem Thema fragte, ob ich Leute kenne. Meine Frage dagegen war: Was sind die Anforderungen und was bekommen die Leute? Da meinte er, es wird schwierig: Man möchte ein abgeschlossenes Informatik-Studium und Anfangsgehalt sei etwa 40.000 EURO. Sorry, das ist wirklichkeitsfern in einer Stadt, wo es x große IT-Firmen gibt, wo man als Abslovent am Anfang schon mehr verdienen kann und die Aufstiegschancen ungleich besser sind. Die Frage ist auch: Warum benötigen sie unbedingt Absolventen für Informatik, wenn sie nur ein Netzwerk verwalten und anpssen wollen?

Sicher kann man sagen, die Bundesregierung hat sich übermäßig mit Umverteilung beschäftigt. Ist auch mein Eindruck. Immer wenn zu viel Geld da ist (weil zu hohe Steuern), glauben die Leute immer mehr Geld ausgeben zu können. Aber Umverteilung ist wesentlich ineffektiver als die Steuern niedriger zu halten und einfach gar nichts zu machen. Der ganze Apparat muss erstmal aufgebaut, bezahlt und dann die lieben Gerichtsverfahren sowie die Klienten in Abhängigkeit verwaltet werden. Jeder eingenommene EURO kommt dann wenns blöd läuft mit 30 Cent bei der begrenzten Klientelgruppe an. Aber was solls, ändern kann ich es eh nicht.

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