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Wirtschaft

Studie: Viele deutsche Stadtwerke hoch verschuldet

DPA In vielen deutschen Großstädten können sich Stadtwerke laut einer Studie finanziell kaum halten. Wenn verschuldete Kommunen Träger der Werke seien, könnte dies den Autoren zufolge zu verzwickten Wechselwirkungen führen.
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#1 - 16.05.2018, 18:54 von unnglaublich

Etwas mehr Sachkenntnis

hätte dem Artikel gutgetan.
Wenn ich privat mein Haus für 1 mio € kaufe und mit 600.000 € finanziere, bin ich hoch verschuldet aber glücklich. 30 Jahre lang. Dann nur noch glücklich.
Wenn eine Stadt das (defizitäre) Spaßbad in das (profitable) Wasserwerk einbringt, leidet der Steuerzahler, allerdings unbemerkt.
Ein Problem wird das erst, wenn die crowd nicht mehr fundet. Na und? Dann werden halt die Grunderwerbssteuern oder so erhöht. So what? Erst als Naturschutzgebiet werden daraus finanzielle Probleme.

#2 - 16.05.2018, 19:13 von Oberleerer

Verstehe ich nicht, wie ein Monopolist in Schieflage geraten kann. Die Ursachen müssen in meinen Augen Querfinanzierungen und Mauscheleien sein.

Ich sehe auch keinen Grund, wieso Stadtwerke ein städtisches Bad betreiben müssen. Oder liegt das an der MwSt, die dann ggf. für die Wärmelieferung entfällt?

#3 - 16.05.2018, 19:20 von Paul-Merlin

Man beachte den letzten Satz:

"Die Kommunen seien oft auf die Ausschüttungen ihrer Stadtwerke angewiesen". Überzogene Ausschüttungen sind dann auch der Grund für die schlechte Kapitalausstattung zahlreicher Stadtwerke. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass das Geld für die Bezahlung von Strom, Gas und Wasser von den Bürgern aufgebracht wird. Primär sollten Stadtwerke kostendeckend arbeiten und keine (übermäßigen) Gewinne zu Lasten ihrer Kunden erwirtschaften. Sonst wären es tatsächlich Sonderabgaben, die via Stadtwerke bei den Bürgern abkassiert werden. Angemessene Gewinne sollten in den Stadtwerken verbleiben als Puffer für schwierigere Zeiten und um notwendige Investitionen durchführen zu können.

#4 - 16.05.2018, 19:31 von Stäffelesrutscher

Lassen Sie mich raten: KPMG würde an der Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen verdienen und lanciert deswegen eine »Studie«, die solche Einrichtungen schlechtredet.

#5 - 16.05.2018, 19:49 von gersois

Liste

Wie wäre es denn, die Liste mit den hoch verschuldeten Stadtwerken zu veröffentlichen. Der Bürger hat ein Recht darauf zu wissen, wie in seiner Stadt gewirtschaftet wird.

#6 - 16.05.2018, 20:11 von sven2016

Da der öffentlichen Hand keine Unternehmen gestattet werden, die Privaten Konkurrenz machen, verblieben nur die Unternehmensbereiche, die keine Gewinne machen.

In dem Moment, in dem etwas profitabel wird (Papiermüll, Wertstoff) klagen sich Private herein oder wollen/müssen beteiligt werden.

Die Studie wurde vermutlich - wie schon von einem Kommentator erwähnt - von Unternehmensberatungen angeregt.

#7 - 16.05.2018, 20:26 von spon_3590950

Privatisierung vorgesehen

Nach dem Bericht werden wieder Vorschläge für den Einsatz von Privatkapital geben. Die Finanzwirtschaft geiert nach Anlagemöglichkeiten (Wasserwerke, Stadtwerke und ÖPNV) . Trotz negativer Erfahrungen in Großbritannien und anderswo wird man im Gleichklang vom IW, der deutschen Wirtschaftspublizistik und anderer üblichen Verdächtigen die "Vorteile" einer Privatisierung hören.

#8 - 16.05.2018, 21:14 von Lankoron

Wer hat die Studie

in Auftrag gegeben und bezahlt? Aufgrund welcher Daten wurden welche Schlussfolgerungen gezogen? Was genau ist "hoch verschuldet" denn? Wieviel ist denn "wenig" Eigenkapital? Diese Meldung ist doch billigste Meinungsmache, ohne irgendwelche sinnvollen Aussagen.

#9 - 16.05.2018, 21:20 von Ditje26

Lieber hochverschuldet, als private Gier

Versucht da jemand eine Privatisierung durchzudrücken? KPMG.... Immer mit einem Auge auf zukünftige Geschäfte.

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