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Teurer Wechsel nach Turin: Fiat-Arbeiter wollen wegen Ronaldo streiken

REUTERS Cristiano Ronaldo wechselt zu Juve - viele italienische Fans sind begeistert. Eine Gewerkschaft kritisiert allerdings die hohe Ablösesumme: "Ist das normal, ist das fair?". Jetzt drohen Konsequenzen.
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#1 - 11.07.2018, 17:56 von Europa!

Richtig

Es ist eine Frage der Mitbestimmung, ob man eine Investition in überalterte "Spitzenspieler" mitträgt oder nicht. Der Streik ist mehr als berechtigt, um der zynischen Spekulation der Bosse Paroli zu bieten. Die FIAT-Arbeiter wollen keine "Spiele", sondern mehr Lohn.

#2 - 11.07.2018, 18:01 von axel_roland

Die Summe scheint absurd hoch, aber

die Nachfrage regelt den Preis und wenn Vereine so viel bezahlen können, weil Werbeverträge bei Spielerfolg so viel einbringen, dann ist das eben der Marktpreis. "Schuld" daran sind die vielen Zuschauer, die sich das ganze dann eben anschauen.

Deswgeen erhalten die Frauen-WM-Spielerinnen auch nur einen Bruchteil der Männlchen WM-Spieler. Nicht weil sie schlechter sind, sondern weil die Zuschauerzahlen und damit die Werbeeinnahmen entsprechend geringer sind.

Das ist weder unfair noch sexistisch, sondern zutiefst demokratisch: Der Zuschauer hat es in der Hand.

#3 - 11.07.2018, 18:24 von sake2013

..Marktwirtschaft im Sport

Zitat von axel_roland
die Nachfrage regelt den Preis und wenn Vereine so viel bezahlen können, weil Werbeverträge bei Spielerfolg so viel einbringen, dann ist das eben der Marktpreis. "Schuld" daran sind die vielen Zuschauer, die sich das ganze dann eben anschauen. Deswgeen erhalten die Frauen-WM-Spielerinnen auch nur einen Bruchteil der Männlchen WM-Spieler. Nicht weil sie schlechter sind, sondern weil die Zuschauerzahlen und damit die Werbeeinnahmen entsprechend geringer sind. Das ist weder unfair noch sexistisch, sondern zutiefst demokratisch: Der Zuschauer hat es in der Hand.
..naja, noch macht "der Fan" das mit - aber der Bezug zu dem Volk geht verloren oder ist eigentlich schon nicht mehr da. Wenn man nämlich vorher schon weiß, wer gewinnt wird nicht mehr lange dauern - wir können ja nicht alle BayernFans sein! Die Schere öffnet sich überalle zu weit. Bundesliga, Europapokal - würde das eher wie in den USA machen, jede Mannschaft hat ein max. Buget und fertig... und dieses sollte demokratisch bestimmt werden ;-)

#4 - 11.07.2018, 18:27 von bommipit

Irgendwie haben die Arbeiter recht mit dem Streik

Das was im Fussball zur zeit abläuft ist nicht mehr normal. Ich bin wahrlich ein Fussballfan und gehe gerne ins Stadion,aber mir erschließen sich die hohen Ablösesummen auch nicht. Warum ist ein einzelner Mensch soviel wert. Mir kann niemand erzählen das dieses Geld wieder rein kommt. Weder durch Eintrittsgelder noch Fernsehgelder. Sky habe ich schon lange abgeschafft,weil zu teuer. Ich denke mal viele haben so gedacht und gekündigt. Zumal es ja auch nicht mehr alles zu sehen gibt. Man braucht ja 3 Abos,bei verschiedenen Anbietern,um alles sehen zu können. Ich arbeite im Baunebengewerbe und wir machen Fassaden und Glasdachkonstruktionen. Unsere Vertreter hören oft das ein Angebot zu teuer ist,aber im Fussball scheint Geld keine Rolle zu spielen. Ist wohl ein Hobby der Reichen geworden. Und bei Fiat wird es wohl bald heißen das Leute entlassen werden weil man sich übernommen hat oder der Gewinn der Aktionäre ja weiterhin stimmen muss. Und nebenbei bemerkt,sollte mein Verein die Stadionpreise erhöhen um diesen Wahnsinn zu finanzieren gehe ich nicht mehr ins Stadion. Das sollten dann viele machen.

#5 - 11.07.2018, 18:44 von schehksbier

Die teils perversen Ablösesummen sowie unbegreifliche Spielergehälter sind möglich, solange Konsumenten diesen Wahnsinn hinnehmen bzw. unterstützen. Ob überhöhte Eintrittspreise in die Stadien, minderwertiges Gelumps aus den Fan-Shops zu "gepflegten" Preisen oder die Abos der Pay-TV-Sender, solange der Konsument derlei klaglos akzeptiert, wird es so weitergehen. Wenn sich, was natürlich nicht geschehen wird, vermehrter Verzicht des Zuschauers/Abonnenten deutlich bemerkbar machen würde, wäre wohl recht schnell Feierabend mit utopischen Ablösesummen bzw. Jahresgehältern, für die ein Dutzend "Normalos" ein Leben lang arbeiten müssen.

#6 - 11.07.2018, 18:47 von exekias

Ferrari...?

Frage mich, was die Gewerkschaftler und Demonstranten an einem Formel 1-Wochenende so machen, wenn die FIAT-Tochter Ferrari mit einem Etat von ca. 450 Mio. seine Runden dreht...

#7 - 11.07.2018, 19:09 von parisien

Eigentor

Um im Fußballbereich zu bleiben : Das ist ein Eigentor der Gewerkschaft:
"..Tausende von Familien mit ihrem Geld nicht bis Mitte des Monats auskommen?"
Wäre das nicht das eigentliche Feld der Gewerkschaft, da zu bespielen wäre ?

#8 - 11.07.2018, 19:12 von hannibal24

Zitat von axel_roland
die Nachfrage regelt den Preis und wenn Vereine so viel bezahlen können, weil Werbeverträge bei Spielerfolg so viel einbringen, dann ist das eben der Marktpreis. "Schuld" daran sind die vielen Zuschauer, die sich das ganze dann eben anschauen. Deswgeen erhalten die Frauen-WM-Spielerinnen auch nur einen Bruchteil der Männlchen WM-Spieler. Nicht weil sie schlechter sind, sondern weil die Zuschauerzahlen und damit die Werbeeinnahmen entsprechend geringer sind. Das ist weder unfair noch sexistisch, sondern zutiefst demokratisch: Der Zuschauer hat es in der Hand.
Es geht nicht um die Höhe der Ablöse. Es steht dem Verein frei auch 500Mio zu zahlen, wenn er es finanzieren kann. Es geht einzig und alleine um die 30Mio, die Fiat dazu gibt. "Jahrelang hatte das Unternehmen von den Arbeitern große finanzielle Opfer verlangt". Wenn mein Arbeitgeber das zu mir sagen würde und gleichzeitig einer einzelnen Person 30 Millionen zuschustern würde, hätte ich da auch so meine Probleme mit.

#9 - 11.07.2018, 19:25 von charlybird

Nachfrage regelt den Preis ???

Zitat von axel_roland
die Nachfrage regelt den Preis und wenn Vereine so viel bezahlen können, weil Werbeverträge bei Spielerfolg so viel einbringen, dann ist das eben der Marktpreis. "Schuld" daran sind die vielen Zuschauer, die sich das ganze dann eben anschauen. Deswgeen erhalten die Frauen-WM-Spielerinnen auch nur einen Bruchteil der Männlchen WM-Spieler. Nicht weil sie schlechter sind, sondern weil die Zuschauerzahlen und damit die Werbeeinnahmen entsprechend geringer sind. Das ist weder unfair noch sexistisch, sondern zutiefst demokratisch: Der Zuschauer hat es in der Hand.
Der Mann ist die Trophäe eines Spielers.
Schauen Sie sich an, wie die Seria A in den letzten Jahren abgewirtschaftet hat.
Sie lebt vom Hobbygeist einiger reicher Spinner, die nicht wissen, wohin mit den Millionen ihrer Milliarden.
Die meisten Vereine können dort nicht einmal ihre Steuern bezahlen, geschweige Gehälter und andere Unannehmlichkeiten, wenn nicht gerade die Kommunen oder ein solventer lokaler ''Bauherr'' einspringen.
Milan ist schon auf einen Hedgefond ''ausgewichen'', nachdem sein chinesischer Großkotz sich in die Insolvenz verabschiedet hat.
Erschreckend ist aber immer diese Wirtschaftsgläubigkeit vieler Kommentatoren.
Sie muss irgendwo zwischen Notabitur und Bachelor in BWL im Hypothalamus einbetoniert worden sein.
Juve ist Fiat und ich hoffe die Arbeiter werden Herrn Ronaldo einmal zeigen, wieweit der Spaß mit der so berühmten Marktnachfrage geht, wenn man dabei selbst immer übergangenen wird, weil man diese Nachfrage durch Lohndumping ständig ausfüllen musste.
Besser noch, ein Laden, der ständig Minus macht, leistet sich einen sportlichen Überverdiener, der mit seinem Gehalt tausenden von Arbeitern aus der ersten Not helfen könnte.
Wo sind wir eigentlich nach Jahren der Aufklärung gelandet ?
Bei Christian Ronaldo ?
Den Turbodiesel unter den Fußballern ??
Eines ist allerdings richtig, solange der Fußballfan seinen Obolus entrichtet, werden die Fußballgladiatoren weiter glauben, sie seien die Größten, weil sie von den Wirtschaftsgrößen, steuerlich absetzbar, weiter gepampert werden.

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