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Urteil zu Bankformularen: Wie die Sparkassenrebellin Krämer doch zur Kundin werden kö

DPA Banken dürfen Frauen weiterhin mit männlichen Bezeichnungen ansprechen - "Kunde" statt "Kundin". So entschied es der Bundesgerichtshof. Doch bei der Urteilsverkündung hat der Vorsitzende Richter etwas unterschlagen.
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#170 - 14.03.2018, 06:52 von Mesi0013

Herauspicken von Sahnestückchen

Es geht doch nicht um Gleichstellung es geht um das Herauspicken von Sahnestückchen. Sehr gerne werde die angenehmen Quoten bezüglich Vorstandstätigkeiten u.ä. gefordert aber Müllabfuhr oder Baustelle bleiben außen vor. Bei letztgenannten hat Mann dann den Status einer Arbeitsdrohne und kann hier auch seinen Stellenwert erkennen. Bestimmte, selbsternannte Sprecherinnen für andere Frauen, lügen sich die Welt zurecht. Die Entspanntheit von Männern -bei fast allen Themen des Arbeitslebens- ist auch eine Qualität, welche auch die Mehrzahl der normalgebliebenen Frauen sehr schätzt. Ich bin diese angestrengte und verbitterte Suche nach irgendwo irgendwie benachteiligt leid und für die Mehrheit der Bevölkerung schlichtweg nicht vermittelbar.Komischerweise wird bei der Suche nach Straftätern in den Medien nicht gegendert...

#171 - 14.03.2018, 06:52 von narf_brain

Oh je...

...was kommt wohl dabei raus, wenn die Genderkorrektheitsbewegung - bitte nicht zu verwechseln mit Personen jeglichen Geschlechts, die echtes Interesse an der Beseitigung von Ungleichheiten haben - rausfinden, dass DER Euro DIE D-Mark abgelöst hat?
Skandalös, oder?
Welch Rückschritt ins Patriarchat, gar ins finstere Mittelalter - würde sofort Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einreichen.
Ach Mist, ist ja DER Mensch...
-kopfschüttel-

#172 - 14.03.2018, 07:27 von m.s.schneider

Die Dame hat Recht. In der Diskussion Pusch - Kalverkämper konnte Pusch damals empirisch nachweisen, wie Texte mit 'generischem Mask.' tatsächlich wahrgenommen werden und wie dies durch z.B. personal-pronominale Anschlüsse ('er', 'dieser' usw.) noch verstärkt wird. Die Richter sind in den 50-60ern hängengeblieben, ihre Argumentation gleicht der damaligen und ist im Grunde schon lange überholt. Und sprachliche Gleichberechtigung gegen 'Umständlichkeit' abzuwägen, wiederholt und verstärkt diese Ungleichbehandlung auf anderer Ebene. Aber der Roll-back läuft ja schon seit längerem. Leider auch hier im Forum gut zu sehen.

Schade ist auch die Gehässigkeit, mit der hier kommentiert wird. Die Dame wird nicht nur für ihr Anliegen angegangen, sondern auch noch alters-diskrimiert (zu hart? Man muss nur die Kommentare lesen).

Das Gericht begründet nicht, sondern es setzt: Es ist keine Benachteiligung, weil... es keine Benachteiligung ist. Dass es eine ist, ist jedoch durch die Empirie belegt. Und jetzt mal kurz nachgedacht: Wenn man sich die Kommentare hier durchliest, die Gehässigkeit und Herablassung, wird hier EXAKT das reproduziert, was in der Debatte um auch sprachliche Gleichstellung kritisiert wird. Die Dame wird angegangen wg. ihres Geschlechtes und wg. ihres Alters, wobei sich gerne auf die 'Vernunft' berufen wird. Das ist ein sehr klassisches Exklusionsverfahren und letztlich auch zirkelschlüssig.

#173 - 14.03.2018, 07:33 von Claas Störtebeker

Wie schön... stehen dann bald auch die Täterinnen in den Gesetzen?

Im Ernst: Die Formulierungen dienen der Vereinfachung. Formulare und Gesetze sind schon ohne Gender-Wahnsinn unverständlich genug. Wir haben wirklich andere Probleme.

#174 - 14.03.2018, 07:43 von Ma5terofDi5a5ter

"Kunde" ist König...

abgesehen wie schwachsinnig das einig hier halte muss ich der Frau nun mal Recht geben, wenn Sie darauf besteht dass Sie als Kundin bezeichnet werden will wo ist dann das Problem!? Viel große Unternehmen scheren sich heut zu Tage einen Dreck um Ihre Kundschaft^^ (das Wort macht mich fertig muss ich jetzt Kundinschaft schreiben ^^) und das ist eigentlich das Hauptproblem. Ich kann mir gut Vorstellen das die Bank ein Antiquiertes System Benützt das es nicht möglich macht. Aber dennoch bin ich der Meinung das zum Anstand ein Firma gehört die 3 Briefchen im Jahr so zu schicken das Sie Glücklich ist.....

#175 - 14.03.2018, 07:48 von DenisBrodeck

Hier kann man nicht aufhören!

Denn wenn wirklich die Durchsetzung eines dritten Geschlechts oder alternativen Bezeichnung auf Geburtsurkunden kommt, werden wieder Leute klagen. Und dann wird es endlich echt kompliziert. Wir werden die Artikel ändern müssen (das Kund’). Und es werden im Alltag Beleidigungsklagen folgen.

#176 - 14.03.2018, 07:51 von nachbar

Kunde oder Kundin hin oder her,

es sollte in dieser digitalisierten Welt doch möglich sein, bei der Erfassung von Daten das Geschlecht aufzunehmen und die elektronischen Systeme dazu zu bringen, bei weiblich Frau und bei männlich Herr zu schreiben. Das kann sogar Winword, und das ist von Microsoft. Hier aber ist es leider anders als bei vielen Gelegenheiten, wo oft etwas getan wird, nur weil es möglich ist, hier hat anscheinend niemand Lust dazu.

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