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Urteil zu Bankformularen: Wie die Sparkassenrebellin Krämer doch zur Kundin werden kö

DPA Banken dürfen Frauen weiterhin mit männlichen Bezeichnungen ansprechen - "Kunde" statt "Kundin". So entschied es der Bundesgerichtshof. Doch bei der Urteilsverkündung hat der Vorsitzende Richter etwas unterschlagen.
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#10 - 13.03.2018, 18:18 von -bigu-

Gleichberechtigung muss auf allen Ebenen stattfinden

Es gibt sicherlich wichtigere Ansatzpunkte, um eine Gleichberechtigung con Männern und Frauen bzw. eine geschlechtsunabgängige Gleichbehandlung aller Menschen zu verwirklichen.
Aber AUCH in der Sprache liegen Problemfelder, die auf Ungleichheiten weisen und zu lösen sind.
Wer dies als Frau für kleinlich und unbedeutend hält ist und bleibt die Unterlegene.

#11 - 13.03.2018, 18:19 von bruduhu

warum nicht sachlich?

Man könnte zukünftig solche Streitereien vermeiden: Verwendung von "das".....
Das Kunde..... Das Mieter.... Das Käufer. Und schon ist es nicht geschlechterbezogen.

#12 - 13.03.2018, 18:24 von barbarine

Sprache beeinflusst das Denken - und umgekehrt

Wer noch glaubt, dass es egal sei, ob Kundinnen als Kunden angesprochen werden, dem sei dieser Artikel empfohlen: http://www.spektrum.de/news/wie-die-sprache-das-denken-formt/1145804
Und er - vielleicht aber auch sie - möge einmal darüber nachdenken, warum es zum Beispiel die Berufsbezeichnung Krankenschwester nicht zur Allgemeingültigkeit geschafft hat, obwohl man hier für männliche Kollegen sogar das Pendent des Krankenbruders hätte wählen können. Nein, es heißt jetzt Krankenpfleger und die weibliche Berufsbezeichnung wird wie so oft durch das -in einfach hinten angehängt, falls es überhaupt geschieht und nicht wie beim Kunden wieder die männliche Version für beide Geschlechter gelten muss.

#13 - 13.03.2018, 18:24 von grottenolm1

Alter

schützt vor Torheit nicht.
Wahrscheinlich hat sie zu viel Geld und weiß mit ihrer Zeit nichts anzufangen.

#14 - 13.03.2018, 18:25 von mug999

Tragisch

dass mit so einem Mist unsere Gerichte blockiert werden ....

Da ist es jemandem einfach nur langweilig.

#15 - 13.03.2018, 18:27 von remcap

Was hat die Frau nur?

Ist es das Rentnerdasein, das vor lauter Langeweile so etwas in Gang setzt? Das zeigt doch wie frustriert ein Mensch vom Leben sein kann und ein Ventil sucht.

#16 - 13.03.2018, 18:29 von Le Commissaire

Zitat: "Immerhin werden Männer grammatisch korrekt angesprochen, Frauen nicht."

Das ist nicht richtig. Wenn mit "Kunde" das generische Maskulin gemeint ist, dann werden auch Frauen damit richtig angesprochen, auch grammatisch -- das ist ja der Witz dieser Sprachform.

Übrigens sage ich schon seit Jahren, dass ich als Mann nichts dagegen hätte, wenn nur noch die weibliche Form einer Anrede, eines Pronomens usw. genutzt würde -- sofern diese Form die kürzeste ist. Das ist aber meistens nicht der Fall. Ich habe gerne viel Info auf wenig Raum und würd gerne Texte flüssig lesen könne, also ohne ständig auf Sternchen und Wörter zu stoßen, die keinen zusätzlichen Inhalt vermitteln.

#17 - 13.03.2018, 18:32 von Fuscipes

Natürlich kann auch Sprache ein Schlüssel zur Gleichberechtigung sein, grundlegend ist es aber nicht, andererseits sticht die Servicewüste besonders hervor, und da verstehe ich die Bank nicht.

#18 - 13.03.2018, 18:32 von cbsa

Sprachanpassung nötig

Ich denke die Zusammenfassung "Frauen haben nicht beleidigt zu sein, wenn sie als Mann angesprochen werden. Punkt." ist unnötig unsachlich, da es dem bisherigen allgemeinen Sprachgebrauch eine böse Absicht unterstellt.

Es hilft die Lektüre des Wikipediaartikels zu "Generisches Maskulinum". Dort heißt es: "Ein generisches Maskulinum ist die Verwendung eines maskulinen Substantivs oder Pronomens, wenn das Geschlecht der bezeichneten Personen unbekannt oder nicht relevant ist oder wenn männliche wie weibliche Personen gemeint sind."

Das ist die historische Ausgangslage, bei der es nötig ist von "männlichen Sängern" zu sprechen, da sonst nicht klar ist, dass es wirklich nur Männer waren. Bei der maskulinen Form herrschte also bis vor Kurzem Inklusion. Zumindest per Defintion.
Jedoch steht im Artikel auch, bezogen auf eine Studie: "Frauen waren deutlich weniger bereit, sich für den Job zu bewerben, wenn die Stellenbeschreibung in der maskulinen Form verfasst war."

Auch sind Männer offenbar nicht bereit, diese generische Ebene umgekehrt zu akzeptieren, denn: "Bestehende spezifische Feminina werden im Bedarfsfall (d.h. dann, wenn die ersten Männer Träger der entsprechenden Funktion werden) durch neu geschaffene generische Maskulina ersetzt bzw. ergänzt (Hebamme → Entbindungspfleger[8], Krankenschwester → Krankenpfleger)"

Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch die teilweise bereits erfolgte Differenzierung, z.B. in Stellenanzeigen und Anreden sowie den gesellschaftlichen Wandel, das generische Maskulinum zunehmend schlechter funktioniert.
Leider hat die deutsche Sprache keine echte Alternative anzubieten und der ständig wiederholte Gebrauch explizit beider Geschlechter führt zu einer Verschlechterung der Lesbarkeit. Interessant ist hierzu der Abschnitt "Juristisch normierte Sprache" im besagten Wikipediaartikel.

Dennoch ist es eine Frage der Zeit, bis das Urteil einkassiert wird. Und die wird nicht sehr lang sein.

#19 - 13.03.2018, 18:37 von rubraton

Probleme welche eigentlich keine sind

Ich frage mich ernsthaft, was aus unseren letzten Jahrzehnte geworden ist. Überall wird geklagt um das persönliche Wertgefühl zu steigern. dabei wundert es,mich nicht das unsere Gerichte/Richter völlig überlastet ist. Die nächste Klage steht vermutlich schon vor der Türe, wenn eine Frau klagt weil sie als GAST angesprochen wird .... armes Deutschland !!!

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