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Wirtschaftsaufschwung: Diesmal braucht die GroKo mehr als Glück

Getty Images Bis jetzt hatte die Große Koalition konjunkturell unfassbares Glück. Doch das droht ihr in den nächsten vier Jahren auszugehen - falls sie denn zustande kommt. Deshalb sollte die Regierung endlich mal selbst etwas für den Aufschwung tun.
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#1 - 12.01.2018, 15:40 von auf_dem_Holzweg?

kennt der Autor den Film

"denn sie wissen nciht, was sie tun"?

#2 - 12.01.2018, 15:56 von curiosus_

Zitat von Thomas Fricke
Wenn einmal der Aufschwung aus schnöden konjunkturellen Gründen ausgeht, droht dem Land die Umkehr der schönen Logik aus den vergangenen Jahren. Dann wird ausbleibendes Wirtschaftswachstum schnell wieder zu weniger Jobs führen - und die Staatsdefizite werden abrupt hochschnellen. Genauso wundersam, wie sie im Aufschwung verschwunden sind. So wie das etliche Länder in den vergangenen Jahren erlebt haben. Da muss in der Krise plötzlich viel wieder gekürzt werden, was die Konjunktur nur noch mehr dämpft. Die beste Investition in die Zukunft wäre dann….
….jetzt Schulden abzubauen. Dann, wenn es brummt Schulden zu reduzieren um dann, wenn es nicht mehr brummt Spielräume zu haben. So niedrig wie derzeit werden die (Real-) Zinsen kaum bleiben, und bei einem Anstieg steigt automatisch auch die Zinsbelastung im Staatshaushalt. Am übelsten ist dann die Kombination aus einer hohen Zinsbelastung plus Krise. Und dagegen hilft nun mal am besten eine Schuldenreduktion wenn es brummt und gleichzeitig die Real-Zinsen am Boden sind.

Also, wenn nicht jetzt, wann dann?

#3 - 12.01.2018, 15:56 von jjcamera

Komisch...

Woher kommt die Analyse, dass die Regierung bisher nicht viel tun musste und nur Glück hatte, um Deutschland zum wirtschaftlich und sozial erfolgreichsten Euro-Land zu machen? Wenn das so einfach wäre, bräuchten wir gar keine Regierung, sondern nur eine technische Verwaltung der öffentlichen Angelegenheiten und ein bisschen "Glück".

Jedenfalls liegt es nicht an Draghi, der schon immer eine Finanzpolitik betreibt, die nur Italien, Spanien und Griechenland nützt und den anderen Ländern schadet. Fragen Sie mal Jens Weidmann!

#4 - 12.01.2018, 16:05 von spon-facebook-10000394802

Wann

werden Merkel und Schulz endlich gegangen? Es ist schon 10 nach 12.

#5 - 12.01.2018, 16:07 von pragmat

Aufschwung

Den wirtschaftlichen Aufschwung in der BRD hätte jeder mittelmäßig begabte Student der Volkswirtschaft auch hinbekommen. Der ist nun wirklich kein Verdienste der GroKos von Frau Merkel, sondern der Verdienst von Gerhard Schröder und einem künstlich niedrig gehaltetenen Eurokurs.

Jetzt hat aber der Heilsbringer aus Brüssel, der zurzeit die SPD anführt, erkannt, dass die Lunte in Europa brennt und dass er sich schnellstens nach Berlin zu begeben hatte um das Vaterland, sprich Europa, zu retten. Und da muss eine GroKo her, egal welches Theater auch aufgeführt wird.
So sind denn auch die Medien merkwürdig still um die Rezepte, die jetzt auf Deutschland zukommen.

Zunächst soll der Europäische Währungsfonds geschaffen werden. Da braucht man die Vermögen in der BRD, um diese gegen die gigantischen Schulden der Eurozone zu balanzieren.

Daraufhin kommt die Schuldenunion des Monsieur Macron und seines Club Mediterrane. Wieder mal ist Deutschland gefragt. Und zum Schluß kommt noch der weggefallene Mitgliedsbeitrag der Briten, den die Deutschen - wer sonst? - zu ersetzen haben.

Das alles wird dann sauber von Frau Merkel inszeniert, während die Vaterlandsretter der SPD wieder mal den Schafskopf tragen werden. Damit ist dann noch nicht einmal gesagt, dass die Rechnung auf ein eurasisches Großreich EUdSSR aufgeht, wo die Planwirtschaft der EU-Kommission und gefügige Gewerkschaften und Parlamente in Mitbestimmung den Boden bereiten.

#6 - 12.01.2018, 16:13 von jewill

Widersprüchliche Vorschläge

Ich verstehe ja, dass die Regierung Ihrer Meinung nach die Konjunktur eher bremsen sollte. Ein höherer Eigenanteil bei Immobilien wäre daher vielleicht sinnvoll - wobei es immer noch Wohnungsmangel gibt. Warum die Regierung aber gleichzeitig Unternehmen belohnen soll, die ihre Kapazitäten erweitern, während sie wiederum nicht in Digitalisierung und Schulen investieren soll, verstehe ich nicht.

#7 - 12.01.2018, 16:30 von freakout

Ws fehlt:

1.) Abschaffung der Zeitarbeitsverträge.
2.) Abschaffung befristeter Arbeitsverträge.
3.) Anhebung des Mindestlohns auf € 12,—/Std
Hier könnte die SPD punkten. Sonst haben wir bald wieder ein Heer von zumeist jungen Arbeitslosen. Was nützt das Studium und die Berufsausbildung wenn es danach nicht weitergeht? Junge Menschen wollen ihr Leben planen und nicht ein Praktikum an das nächste reihen.

#8 - 12.01.2018, 16:32 von ludwig49

Wenn die Konjunktur...

...sich wieder auf Talfahrt befindet und Banken wieder um Hilfe rufen, dann wird bestimmt wieder eine(r) die nächste Agenda aus dem Hut zaubern, damit auf Kosten der kleinen Leute der Laden wieder läuft. Die moderne Religion heißt "Aufschwung", die Diener dieser Religion sind Politiker, keine Denker und Visionäre. Wenn es eine neue Groko gibt, dann ist eben die alte. Oder glaubt tatsächlich jemand, daß über Nacht die alten Garden frische Früchte vom Baum der Erkenntnis gefressen haben ? Was haben diese Leute vier Jahre lang zuvor gemacht und gedacht?

#9 - 12.01.2018, 16:34 von _Mitspieler

Wenn überhaupt, haben Merkel und Co. nichts Großes falsch gemacht?

Wenn es doch nur so wäre. Die Volten des Merkel‘schen Atomausstiegs hätten jedes Auto beim Elchtest glatt zerlegt. Ihre jobfremden Sarrazin-Rezensorien, die beschämend-devoten und doch erfolglosen Erdogan-Calmierungsversuche in der Causa Böhmermann, das Internet-Neulandgefasel, der totale Kontrollverlust im Rahmen der sturzgeburtartigen Migrationslawinen, die Euro-Verwerfungen (nur anteilig). Auch Herr Schulz hat bisher noch nichts Vorzeigbares geleistet. Beide geeint in ihrer Körpersprache. Hängende Mundwinkel, mäandernder Gang, Raute und Plastikkappe. Wer zur Verifizierung das Gegenteil sehen will, soll Bilder von Macron, Kurz, Barnier oder (für die Älteren) von Helmut Schmidt, Alfred Herrhausen oder Hildegard Hamm-Brücher anschauen. Was die politische Kreativität, strategische Weitsicht und positive innovative Visionen angeht, entfalten weder Schulz noch Merkel erkennbar eine Wucht oberhalb der seismischen Messbarkeitsschwelle. Ihr politisches Dasein ist geprägt von Mut- und Phantasielosigkeit, von Aussitzerqualitäten Kohl’scher Prägung und amöbenhaftem Klein-Klein. Große Entwürfe oder gar epochale Leistungen – Fehlanzeige. Da ist es völlig egal, wer Kanzler(in) ist oder welche Koalition regiert. Dumpfe Stagnation für weitere vier Jahre. Damit verglichen ist eine lame duck ein Marathonläufer.

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