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Reduzieren oder Verbieten: Klöckner-Interview sorgt für Verwirrung bei Glyphosat-Verb

AFP Die Regierung hat vereinbart, den Einsatz des Unkrautvernichters Glyphosat schnellstmöglich zu beenden. Nun nährte Agrarministerin Klöckner Zweifel an der Umsetzung - und fühlt sich missverstanden.
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#1 - 16.04.2018, 11:42 von decathlone

Da Klöckner schon dabei erwischt wurde...

... wie sie ihre Positionen direkt und teilweise wortwörtlich aus Broschüren der Zuckerlobby übernommen hat, darf man in dieser Causa auch gespannt sein, wieviel Gramm Glyphosat weniger benutzt wird und wie das dann als großer Erfolg verkauft werden wird... Die Frau ist eine Luftnummer.

#2 - 16.04.2018, 11:52 von unky

Agrarministerin Klöckner ...

... ist eine totale Fehlbesetzung. Ihr begrenztes Weltbild wird sie immer wieder Entscheidungen treffen lassen, die gegen die Umwelt und für die Agrarindustrie sind.

#3 - 16.04.2018, 11:55 von gersois

Schon wieder die EU?

Es bringt uns nicht weiter, wenn sich alle Politiker vor Entscheidungen drücken und sich hinter der EU verschanzen. Deutschland muss handeln, Frankreich wird vielleicht folgen. Und so wird die EU, wenn sie denn zuständig ist, unter Zugzwang gesetzt. Wenn man auf die EU wartet, wird sich nie etwas tun, sie ist mittlerweile nur ein Bremsklotz.

#4 - 16.04.2018, 12:13 von Referendumm

Ein Anruf von Werner Baumann dürfte Wunder gewirkt haben.
Geht doch gar nicht, dem inzwischen größten Pflanzenschutzmittelanbieter der Welt ein Bein stellen zu wollen. Die 66 Milliarden US-Dollar müssen ja schließlich wieder reinkommen.
P.S.: Deutschland ist der viertgrößte Agrarexporteuer auf der Welt. Ohne Chemie geht da gar nix. Und dass unsere Böden dabei verseucht werden - who cares?

*** Glyphosat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phosphonate. Es ist die biologisch wirksame Hauptkomponente einiger Breitband- bzw. Totalherbizide und wurde seit der zweiten Hälfte der 1970er Jahre von Monsanto als Wirkstoff unter dem Namen Roundup zur Unkrautbekämpfung auf den Markt gebracht.
sowie:
https://de.wikipedia.org/wiki/Glyphosat#Aufnahme_in_den_Körper
https://de.wikipedia.org/wiki/Glyphosat#Exposition_von_Schwangeren
https://de.wikipedia.org/wiki/Glyphosat#Glyphosat_in_Muttermilch
etc.

#5 - 16.04.2018, 12:29 von derjuergie

Neben VdL

haben wir jetzt noch eine Dame in der Regierung die sich gern nach vorne schiebt um in die Kamera zu grinsen. Nur Ahnung von ihrem Job haben sie keine. Es ist ein Trauerspiel was sich wieder einmal im Bundestag tummelt und dicke Bezüge einstreicht.

#6 - 16.04.2018, 12:32 von charlybird

Schon wieder

eine Windrosenpolitikerin. Aber das war bei der Dame vorauszusehen.
Wäre Sie doch in den Weinbergen Königin geblieben.

#7 - 16.04.2018, 12:43 von jjcamera

Wie hätten Sie es denn gerne?

Wenn es um Diesel-Fahrverbote geht, ist Europarecht super. Wenn es um Glyphosat geht, ist es eine Sauerei.
Na wie denn jetzt? Die Umweltverbände und NGO's sollten sich entscheiden, was sie vom Europarecht halten, und uns dann mitteilen. Mal so und mal so, geht nicht.

#8 - 16.04.2018, 12:49 von sven2016

Die Lobby funktioniert. Frau Klöckner ist mit ihren Beziehungen gerade deshalb Minister geworden.
In den nächsten Jahren geschieht das, was immer passiert: Lobbygruppen bringen Unmengen geschönter positiver Studien auf den Markt, die anderen werden sicher weggeschlossen.
Life-, Bio- und Agrarwissenschaften stecken finanziell so tief in der Schuld der Konzerne, dass von dort keine Aufklärung mehr erwartet werden kann.

#9 - 16.04.2018, 12:54 von elektromotor

Was ist denn nun mit Habeck, der ...

nach einer Mitteilung von letzter Woche vertraulich zugegeben haben soll, dass Glyphosat nicht das große Problem darstellt?

Angeblich wolle er aber nur aus Furcht vor einem Shitstorm (wie bei Schmidt) nicht zugeben, dass im modernen Landbau mit Glyphosat die Vorteile bei der Bodenerosion die Nachteile überwiegen können.
Es sei auch das Insektensterben eher auf Monokulturen zurückzuführen als auf Herbizide.

Die Grünen sollten zugeben, dass Energiepflanzen-Monokulturen ein viel größeres Problem sind, weil zu viel direkt bienenschädliche Insektizide erforderlich sind.

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