26.07.2017

Auto Shanghai: Showtime in China

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Tom Grünweg

Drei LED-Streifen in den Scheinwerfern sind von außen das einzige Detail, an dem man das Update, früher Modellpflege genannt, der Mercedes S-Klasse erkennen kann. Unter dem Blech gibt es mehr Veränderung: Neue Assistenzsysteme, die mit mehr Voraussicht und Entscheidungsbefugnis den nächsten Schritt zum autonomen Fahren gehen. Ein aufwendiges Wellnessprogramm für den Fahrer. Und eine neue Generation von Benzin- und Dieselmotoren, die sich die Schwaben drei Milliarden Euro Entwicklungsbudget haben kosten lassen.

Die, nun ja, Spitze markiert ein neuer V8-Benziner mit 469 PS für den S560. Außerdem gibt es neue Sechszylinder mit drei Litern Hubraum, die nun wieder in Reihe statt in V-Form konstruiert sind. Die Selbstzündervariante ist mit 340 PS der stärkste Pkw-Diesel in der Firmengeschichte, beim Benziner setzt Mercedes erstmals auf ein 48-Volt-Netz mit integriertem Starter-Generator. Der treibt auch - als zusätzlicher Clou - einen elektrischen Verdichter, quasi einen E-Kompressor, an. Die Modellpflege gilt zunächst für die Limousinen mit kurzem und langem Radstand, für den extralangen Maybach sowie für die AMG-Varianten AMG S 63 mit 612 und S 65 mit 630 PS. Coupé und Cabrio werden erst im Herbst auf den neuesten Stand gebracht.