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12.07.2012
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Zigarettenschachteln

EU-Kommissar fordert größere Warnung

"Rauchen gefährdet die Gesundheit": Warnungen in Zukunft doppelt so groß?
DPA

"Rauchen gefährdet die Gesundheit": Warnungen in Zukunft doppelt so groß?

Schärfere Auflagen für die Zigarettenindustrie: EU-Gesundheitskommissar John Dalli will nach einem Zeitungsbericht durchsetzen, dass die Warnhinweise auf Zigarettenschachteln doppelt so groß ausfallen. Auch bestimmte Geschmacksstoffe sollen demnach verboten werden.

Stuttgart - EU-Gesundheitskommissar John Dalli will nach Informationen der "Stuttgarter Nachrichten" schärfere Auflagen für die Zigarettenindustrie durchsetzen. Hinweise auf den Schachteln, die vor Gefahren des Rauchens warnen, sollen künftig etwa doppelt so groß ausfallen wie bisher, berichtete die Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf eine Einschätzung der EU-Generaldirektion Gesundheit für eine neue Tabakproduktrichtlinie.

Derzeit machen diese Warnungen 30 bis 40 Prozent der Packungsoberfläche aus, künftig sollen sie 75 Prozent der Schachtel bedecken.

Dalli will nach den Informationen zudem bestimmte Zusatzstoffe in Tabakprodukten komplett verbieten. Den Tabakgeschmack überlagernde Zusatzstoffe mit Erdbeer-, Mango- oder Schokoladengeschmack sollen dann nicht mehr erlaubt sein. Auch der Handel mit Zigaretten solle künftig beschränkt werden, schrieb die Zeitung. Geschäfte sollten von jeder Zigarettenmarke nur noch jeweils eine Packung ausstellen dürfen. Mit der offiziellen Vorlage der Richtlinie sei im Herbst zu rechnen.

Abschreckung durch Schockbilder von Toten

Während die USA, Belgien und Großbritannien mit Schockbildern auf Zigarettenschachteln vor tödlichen Gefahren des Rauchens warnen, gibt es solche Motive trotz wiederholter, leidenschaftlich geführter Debatten in Deutschland noch nicht. Dabei ist aus wissenschaftlicher Sicht längst geklärt, welch starke abschreckende Wirkung etwa Bilder von Toten oder kranken Menschen auf Raucher haben.

Eine Auswertung von Daten des Statistischen Bundesamtes hatte kürzlich ergeben, dass die Zahl der Frauen, die durch typische Raucherkrebsarten umkommen, seit 2002 dramatisch gestiegen ist. Unter den Todesopfern durch Lungen-, Bronchial-, Speise- oder Luftröhrenkrebs hat sich demnach der Frauenanteil deutlich erhöht: 2010 waren 31 Prozent der insgesamt 44.457 Toten weiblich, 2001 betrug der Frauenanteil bei 40.053 Gestorbenen noch 25 Prozent, wie die Statistiker berechneten. Bei Männern hingegen gebe es einen Rückgang des Bronchialkarzinoms, sagte Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Krebspräventaion am Deutschen Krebsforschungszentrum.

Seit der Wiedervereinigung wurden in Deutschland in keinem Jahr mehr Zigarren, Feinschnitt und Pfeifentabak hergestellt als 2011. Insgesamt wurden 220 Milliarden Zigaretten, 2,4 Milliarden Stumpen und Zigarillos, 532 Millionen Zigarren, 42.800 Tonnen Feinschnitt und 1100 Tonnen Pfeifentabak produziert.

hei/dpa/dapd

Forum

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insgesamt 25 Beiträge
1. Steuerwarnung
pflanzenfresser 12.07.2012
Vielleicht sollte einfach eine ganz grosse Warnung auf jede Packung, wieviel Steuern der Staat pro Zigarettenpackung kassiert. Bei der Politikverdrossenheit hierzulande würde es vielleicht viele vom Rauchenabhalten, wenn sie [...]
Vielleicht sollte einfach eine ganz grosse Warnung auf jede Packung, wieviel Steuern der Staat pro Zigarettenpackung kassiert. Bei der Politikverdrossenheit hierzulande würde es vielleicht viele vom Rauchenabhalten, wenn sie wüssten welch horrende Staatseinnahmen mit Tabak generiert werden.
2. Schon wieder die Kommission
Holzhausbau 12.07.2012
Die "äußerst fachkundige Kommission" scheint nicht zu wissen, dass Raucher die Zigarettenpackungen nicht zum Lesen kaufen - sondern mit der Absicht, die gekauften Zigaretten zu rauchen. Die genialen Kommissionen [...]
Zitat von sysopSchärfere Auflagen für die Zigarettenindustrie: EU-Gesundheitskommissar John Dalli will nach einem Zeitungsbericht durchsetzen, dass die Warnhinweise auf Zigarettenschachteln doppelt so groß ausfallen. Auch bestimmte Geschmacksstoffe sollen demnach verboten werden. Rauchen: EU Kommissar fordert größere Warnung auf Zigarettenschachteln - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/0,1518,843983,00.html)
Die "äußerst fachkundige Kommission" scheint nicht zu wissen, dass Raucher die Zigarettenpackungen nicht zum Lesen kaufen - sondern mit der Absicht, die gekauften Zigaretten zu rauchen. Die genialen Kommissionen glauben ja auch, dass wir Glühbirnen kaufen, um im Dämmerlicht Quecksilberdämpfe aufzunehmen.
3. Weinflaschen
EinfachEinBuerger 12.07.2012
Bitte vergisst nicht die Rotnasen auf jede Weinflasche zu kleben. Auf Bierflaschen fehlen auch noch die Bierbäuche. Auf den Kornflaschen, die von den Suchtkranken Eltern eingeschlagenen, Kindergesichter drucken.
Zitat von sysopSchärfere Auflagen für die Zigarettenindustrie: EU-Gesundheitskommissar John Dalli will nach einem Zeitungsbericht durchsetzen, dass die Warnhinweise auf Zigarettenschachteln doppelt so groß ausfallen. Auch bestimmte Geschmacksstoffe sollen demnach verboten werden. Rauchen: EU Kommissar fordert größere Warnung auf Zigarettenschachteln - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/0,1518,843983,00.html)
Bitte vergisst nicht die Rotnasen auf jede Weinflasche zu kleben. Auf Bierflaschen fehlen auch noch die Bierbäuche. Auf den Kornflaschen, die von den Suchtkranken Eltern eingeschlagenen, Kindergesichter drucken.
4. Nana
caecilia_metella 12.07.2012
Damit geben Sie Rauchern aber auch wieder ein Argument vor: Wer will, dass der Staat nicht verarmt, der raucht trotz aller Schikanen. Ich glaube außerdem, diese EU-Kommission sollte sich statt größerer Sprüche auf [...]
Zitat von pflanzenfresserVielleicht sollte einfach eine ganz grosse Warnung auf jede Packung, wieviel Steuern der Staat pro Zigarettenpackung kassiert. Bei der Politikverdrossenheit hierzulande würde es vielleicht viele vom Rauchenabhalten, wenn sie wüssten welch horrende Staatseinnahmen mit Tabak generiert werden.
Damit geben Sie Rauchern aber auch wieder ein Argument vor: Wer will, dass der Staat nicht verarmt, der raucht trotz aller Schikanen. Ich glaube außerdem, diese EU-Kommission sollte sich statt größerer Sprüche auf Zigarettenschachteln mehr um Bildung ihrer rauchenden europäischen Bürger gemühen: Lernt endlich lesen! Oder vielleicht braucht so ein Raucher, der es bis jetzt noch nicht weiß, einfach eine Brille.
5. Durch die Hintertür
gogan 12.07.2012
Nachdem offensichtlich ein "plain packaging" (Einheitsverpackung) nicht durchsetzbar ist, wird über die Vergrößerung der Warnhinweise versucht, den Markennamen und die Corporate Identity der Tabakkonzerne in den Griff [...]
Zitat von sysopSchärfere Auflagen für die Zigarettenindustrie: EU-Gesundheitskommissar John Dalli will nach einem Zeitungsbericht durchsetzen, dass die Warnhinweise auf Zigarettenschachteln doppelt so groß ausfallen. Auch bestimmte Geschmacksstoffe sollen demnach verboten werden. Rauchen: EU Kommissar fordert größere Warnung auf Zigarettenschachteln - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/0,1518,843983,00.html)
Nachdem offensichtlich ein "plain packaging" (Einheitsverpackung) nicht durchsetzbar ist, wird über die Vergrößerung der Warnhinweise versucht, den Markennamen und die Corporate Identity der Tabakkonzerne in den Griff zu bekommen. Ganz miese Tricks der im Auftrag der WHO agierenden Politiker. Eigentlich würde ich mir wünschen, das dieser Kampf mit offenem Visier über belastbare unabhängige Argumente ausgetragen wird. Es scheint aber wohl so zu sein, dass der Kampf der WHO gegen den Tabak und die Raucher nur über Verbote sowie Repressalien (gesetzlich verordnete Rauchverbote mit gleichzeitiger Gleichschaltung der Medien) geführt wird. Die Zahlen von tabakinduzierten Karzinomen und dem Rückgang der Raucher können doch nur gefälscht sein, sorry, mit Rechenfehler behaftet sein, wenn man bedenkt, dass die Tabakindustrie 2011 ihr bestes Jahr hatte.

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