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13.12.2012
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Weltgesundheitsbericht

An diesen Krankheiten sterben die meisten Menschen

Corbis

Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Schlaganfälle in den reichen, Seuchen und Hunger in armen Ländern: Ein internationales Konsortium hat Daten zur Gesundheit von Millionen Menschen analysiert. Entstanden ist der bisher ausführlichste Weltatlas der Krankheiten und Lebenserwartungen.

Es ist der bisher umfassendste Gesundheitsbericht seiner Art: 486 Autoren aus 50 Nationen haben sich mehr als fünf Jahre lang mit den Daten zur Gesundheit von Millionen Menschen weltweit beschäftigt, sie analysiert und ausgewertet. Dabei herausgekommen ist ein Werk, das sich wie ein Weltatlas der Krankheiten liest. Ob Lebenserwartung, Risikofaktoren, Todesursachen, Verletzungen, physische oder psychische Krankheiten: Die "Global Burden of Disease Study 2010" (GBD 2010), vorgestellt am Donnerstag in London von der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet", listet Statistiken aus insgesamt 187 Ländern auf.

Es fällt schwer, ein Ergebnis aus der Studie als Kernaussage zu ziehen. Doch etliche Resultate zeigen eindeutig, wie sich die Gesundheit der Menschen im Laufe der vergangenen Dekaden verändert hat. Besonders eindrücklich lesen sich folgende Zahlen:

Auch bei den Krankheiten variierten die Gefahren in den unterschiedlichen Regionen der Welt stark, erklärte Majid Ezzati vom Imperial College London, der an dem Bericht mitgearbeitet hat. Neben der Weltgesundheitsorganisation WHO waren unter anderem Forscher vom Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) an der University of Washington und anderen Instituten weltweit mit der Auswertung beschäftigt. Es ist das erste Mal, dass ein Fachmagazin einer einzelnen Studie eine gesamte Ausgabe widmet.

"Insgesamt können wir eine wachsende Belastung für Risikofaktoren erkennen, die bei Erwachsenen zu chronischen Krankheiten führen, wie Krebs, Herzprobleme und Diabetes", sagte Ezzati. "Gleichzeitig sinkt der Druck durch Risiken, die mit Infektionskrankheiten bei Kindern in Verbindung gebracht werden." Das internationale Forscherkonsortium untersuchte bei der Auswertung der Daten aus dem Jahr 2010 insgesamt 235 Todesursachen und 67 gesundheitliche Risikofaktoren.

Gesundheitsprobleme im Zusammenhang mit Armut seien an den meisten Orten gesunken, zum Beispiel in Asien und Lateinamerika. In Afrika südlich der Sahara seien sie aber weiter die größte Sorge.

"Die gute Neuigkeit ist, dass wir sehr viel tun können, um die Gesundheitsrisiken zu reduzieren", sagte Ezzati. Im Kampf gegen Bluthochdruck etwas müsse der Salzgehalt von Lebensmitteln gesenkt und der Zugang zu frischem Obst und Gemüse verbessert werden. Mangelernährung sei in den vergangenen zehn Jahren weniger geworden. In Afrika sei dies sie aber weiterhin ein großes Problem.

cib/dpa

Forum

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insgesamt 116 Beiträge
1.
SnapStall 13.12.2012
Die Menschheit stirbt noch lange nicht, schon gar nicht an diesen Krankheiten. Das tun nur die Menschen.
Die Menschheit stirbt noch lange nicht, schon gar nicht an diesen Krankheiten. Das tun nur die Menschen.
2.
Peter_Lublewski 13.12.2012
Für diese Erkenntnisse braucht man ein internationales Konsortium?
Zitat von sysopFettleibigkeit, Bluthochdruck, Schlaganfälle in den reichen, Seuchen und Hunger in armen Ländern.... Weltgesundheitsbericht: An diesen Krankheiten stirbt die Menschheit - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/weltgesundheitsbericht-an-diesen-krankheiten-stirbt-die-menschheit-a-872752.html)
Für diese Erkenntnisse braucht man ein internationales Konsortium?
3. Ja, ja, Alkohol und Nikotin raffen die halbe Menscheit hin...,
chucho 13.12.2012
... aber ohne Schnaps und Rauch krepiert die andere Hälfte auch!
... aber ohne Schnaps und Rauch krepiert die andere Hälfte auch!
4.
hfftl 13.12.2012
Ich habe gerade eine Blutdruck-Schulung hinter mir. Nach aktuellem Erkenntnisstand lässt sich nur bei 20 % aller Untersuchten überhaupt eine Korrelation zwischen Blutdruck und Salzgehalt der Nahrung feststellen, und auch bei [...]
Zitat von sysopIm Kampf gegen Bluthochdruck etwas müsse der Salzgehalt von Lebensmitteln gesenkt und der Zugang zu frischem Obst und Gemüse verbessert werden.
Ich habe gerade eine Blutdruck-Schulung hinter mir. Nach aktuellem Erkenntnisstand lässt sich nur bei 20 % aller Untersuchten überhaupt eine Korrelation zwischen Blutdruck und Salzgehalt der Nahrung feststellen, und auch bei dieser Minderheit ist aus einer solchen Korrelation ein Kausalzusammenhang nicht zuverlässig abzuleiten.
5. Die Menschheit stirbt
Liberalitärer 13.12.2012
Haupttodesursache ist der Tod, da besteht eine Korrelation. Besser wäre es, es umgekehrt zu sehen. Lebenserwartung ist da ein Schritt in die richtige Richtung, denn alle Medizin ist bestenfalls Lebensverlängerung.
Zitat von sysopFettleibigkeit, Bluthochdruck, Schlaganfälle in den reichen, Seuchen und Hunger in armen Ländern: Ein internationales Konsortium hat Daten zur Gesundheit von Millionen Menschen analysiert. Entstanden ist der bisher ausführlichste Weltatlas der Krankheiten und Lebenserwartungen. Weltgesundheitsbericht: An diesen Krankheiten stirbt die Menschheit - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/weltgesundheitsbericht-an-diesen-krankheiten-stirbt-die-menschheit-a-872752.html)
Haupttodesursache ist der Tod, da besteht eine Korrelation. Besser wäre es, es umgekehrt zu sehen. Lebenserwartung ist da ein Schritt in die richtige Richtung, denn alle Medizin ist bestenfalls Lebensverlängerung.

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