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Gesundheit

17 Todesfälle

Kongo meldet Ebola-Ausbruch

Im Kongo versuchen Ärzte, einen Ausbruch des gefährlichen Ebolafiebers einzudämmen. Behörden berichten von 17 Todesfällen.

Getty Images/iStockphoto

Ebola-Viren auf einer Zelle (Illustration)

Mittwoch, 09.05.2018   10:16 Uhr

Die gefährliche Krankheit Ebola ist erneut in der Demokratischen Republik Kongo ausgebrochen. Die örtliche Gesundheitsbehörde hat in den vergangenen Wochen von 21 Fällen von hämorrhagischem - mit Blutungen einhergehendem - Fieber in der Provinz Äquator berichtet. 17 Patienten starben.

Ob es sich dabei um Ebola handelte, war zunächst nicht bestätigt worden. Inzwischen konnten in zwei von fünf untersuchten Proben Ebola-Viren nachgewiesen werden, teilt das kongolesische Gesundheitsministerium mit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO arbeitet nach eigenen Angaben eng mit der kongolesischen Regierung zusammen, um den jüngsten Ausbruch einzudämmen. Experten der WHO sowie der Organisation Ärzte ohne Grenzen und der örtlichen Gesundheitsbehörde seien bereits in den Ort Bikoro im Nordwesten des Landes gereist.

Immer wieder kleinere Ausbrüche

Im Kongo kommt es immer wieder zu kleineren Ebola-Ausbrüchen, etwa im vergangenen Jahr, als vier Menschen an der Krankheit starben. Es ist der neunte Ausbruch in dem Land, seit das Virus dort im Jahr 1976 erstmals isoliert und wissenschaftlich beschrieben wurde. Benannt ist es nach einem Fluss in Kongo.

Beim Ausbruch im vergangenen Jahr erlaubte die Regierung den Einsatz eines noch nicht offiziell zugelassenen Impfstoffs, um die Verbreitung der Krankheit zu stoppen.

Die Impfung wurde bereits mit erstem Erfolg in der Schlussphase der verheerenden Ebola-Epidemie in Westafrika getestet. Bei dem Ausbruch erkrankten in Liberia, Guinea und Sierra Leone 2014 und 2015 mehr als 28.000 Menschen, rund 11.000 von ihnen starben an der Infektion.

Ebola kann von infizierten Tieren auf Menschen übertragen werden und dann auch von Mensch zu Mensch. Erkrankte bekommen hohes Fieber. Sie erbrechen sich und haben extremen Durchfall, so dass sie gefährlich viel Flüssigkeit verlieren. Auch lebensbedrohliche innere Blutungen können auftreten.

wbr/dpa

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