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Gesundheit

Heilung nach fünf Wochen

Ebola-Patient aus Hamburger Klinik entlassen

Der erste in Deutschland behandelte Ebola-Patient hat das Krankenhaus verlassen. Der Mann aus dem Senegal war fünf Wochen in der Hamburger Uni-Klinik behandelt worden - und ist jetzt wieder gesund.

AFP

Haupteingang der Uni-Klinik in Hamburg-Eppendorf: Ebola-Patient geheilt

Samstag, 04.10.2014   14:30 Uhr

Hamburg - Nach mehr als fünf Wochen Behandlung in Hamburg hat ein Ebola-Patient aus Westafrika das Krankenhaus gesund wieder verlassen. Das teilte das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) am Samstag mit. Der Mann sei nach fünfwöchiger Behandlung bereits am Freitag entlassen worden. Der Senegalese war für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Sierra Leone tätig. Dort hatte der Arzt sich in einem Labor mit Ebola infiziert und war Ende August nach Hamburg gebracht worden.

"Es geht ihm gut, und er ist schon seit vielen Tagen nicht mehr infektiös. Wir freuen uns sehr für ihn, dass er nun in seine Heimat zurückkehren kann", teilte das Krankenhaus mit. Der nun gesund entlassene Patient war am 27. August mit einem Spezialjet nach Hamburg gebracht worden.

Das Hamburger UKE ist eines von neun deutschen Spezialbehandlungszentren, die Patienten mit hochansteckenden gefährlichen Krankheiten wie Ebola versorgen können. Sie verfügen über speziell geschultes Personal sowie Isolierstationen. Dort sorgen Dekontaminationsschleusen, permanenter Unterdruck sowie spezielle Luftfilter dafür, dass keine Erreger nach außen gelangen.

EBOLA-VERDACHT - DAS PASSIERT IN DEUTSCHLAND

Das Krankenhaus dankte allen Pflegekräften, Ärzten und Mitarbeitern für ihre Arbeit. Es sei gelungen, den Patienten "mit modernen intensivmedizinischen Methoden durch die sehr schwere Erkrankung hindurchzuführen", teilte die Klinik mit.

Über den Zustand des ersten in Deutschland behandelten Ebola-Patienten war zuvor nichts bekannt geworden. Das UKE hatte bei Anfragen auch von SPIEGEL ONLINE stets auf die ärztliche Schweigepflicht verwiesen. Der Erkrankte hatte alle Auskünfte untersagt.

Seit Freitag wird in der Frankfurter Universitätsklinik der zweite in Deutschland aufgenommene Ebola-Patient behandelt. Zum aktuellen Gesundheitszustand des Mediziners aus Uganda, der sich ebenfalls in Sierra Leone infiziert hatte, machten die Klinik und das Kompetenzzentrum Frankfurt am Samstag keine aktuellen Angaben.

SPIEGEL ONLINE (deutsche Übersetzung)

CDC-Checkliste: So werden Kontaktpersonen überprüft (bitte klicken)

Am Freitag hatte der behandelnde Arzt laut dem Hessischen Rundfunk von einem sehr ernsten, aber stabilen Zustand gesprochen. Entscheidend seien die drei folgenden Tage. Die Behandlung werde zwei bis drei Wochen dauern und bestehe "aus der Gabe von Flüssigkeit, der Unterstützung seines Kreislaufs, gegebenenfalls auch der Atmung und der Nierenfunktion".

DIE LÜCKEN BEIM EBOLA-CHECK

fdi/dpa/AFP

insgesamt 59 Beiträge
Wildes Herz 04.10.2014
1. Tolle Leistung!
Herzlichen Glückwunsch...!
Herzlichen Glückwunsch...!
vanselow 04.10.2014
2. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer
30 Prozent der Patienten überleben diesen Virus. Vielleicht war dieser Patient in Hamburg einer dieser Patienten. Interessant wird es, wenn deutsche Kliniken das bei mehr als 100 Patienten geschafft haben. Dann würde man sehen, [...]
30 Prozent der Patienten überleben diesen Virus. Vielleicht war dieser Patient in Hamburg einer dieser Patienten. Interessant wird es, wenn deutsche Kliniken das bei mehr als 100 Patienten geschafft haben. Dann würde man sehen, wie gut man hier diesen Virus bekämpfen kann.
vanselow 04.10.2014
3. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer
30 Prozent der Patienten überleben diesen Virus. Vielleicht war dieser Patient in Hamburg einer dieser Patienten. Interessant wird es, wenn deutsche Kliniken das bei mehr als 100 Patienten geschafft haben. Dann würde man sehen, [...]
30 Prozent der Patienten überleben diesen Virus. Vielleicht war dieser Patient in Hamburg einer dieser Patienten. Interessant wird es, wenn deutsche Kliniken das bei mehr als 100 Patienten geschafft haben. Dann würde man sehen, wie gut man hier diesen Virus bekämpfen kann.
ray8 04.10.2014
4. eine Schwalbe macht alle Sommer...
für diesen Patienten! Klasse Meldung in dieser Zeit der Katastrophennachrichten. Großen Respekt vor der Leistung der Klinikmitarbeiter! Trotz des riesigen Aufwandes bei der Behandlung dieser Krankheit sollten wir unsere [...]
für diesen Patienten! Klasse Meldung in dieser Zeit der Katastrophennachrichten. Großen Respekt vor der Leistung der Klinikmitarbeiter! Trotz des riesigen Aufwandes bei der Behandlung dieser Krankheit sollten wir unsere vorhandenen Kapazitäten noch mehr nutzen, weil die Patienten hier einfach eine deutlich bessere Chance haben. Wir können das!
mijaps 04.10.2014
5.
"Die Behandlung werde zwei bis drei Wochen dauern und bestehe "aus der Gabe von Flüssigkeit, der Unterstützung seines Kreislaufs, gegebenenfalls auch der Atmung und der Nierenfunktion..." Gut für den Hamburger [...]
"Die Behandlung werde zwei bis drei Wochen dauern und bestehe "aus der Gabe von Flüssigkeit, der Unterstützung seines Kreislaufs, gegebenenfalls auch der Atmung und der Nierenfunktion..." Gut für den Hamburger Neubürger. Aber hier von Bekämpfung des Virus zu sprechen, ist falsch. Da wird an Symptomen herumgedoktert.

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