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Gesundheit

Sprays, Hygiene, Vorsorge

So werden Sie Fußpilz wieder los

Wer Fußpilz entdeckt, sollte schnell reagieren. Dann lässt sich die Infektion meistens auch ohne Arztbesuch behandeln. Anschließend gilt es vorzusorgen, damit der Pilz nicht zurückkehrt.

Getty Images/iStockphoto

Zwischenräume regelmäßig kontrollieren

Donnerstag, 06.12.2018   10:51 Uhr

Es mag eklig klingen, aber Pilze wachsen überall auf der Haut. "Zum Problem werden sie erst dann, wenn sie über kleine Risse oder Verletzungen in die Haut gelangen und Entzündungen hervorrufen", sagt Philipp Babilas, Dermatologe am Hautzentrum Regensburg. Fußpilz kann die Folge sein.

Die Stellen sind mehr als ein juckender Schönheitsmakel. "Fußpilz kann sich ohne eine Therapie den Fuß entlang bis zur Ferse, die Schenkel hoch bis zum Gesäß ausbreiten", sagt Babilas. Dann ist es auch möglich, dass sich der Pilz in den Falten am Gesäß festsetzt und dort Brennen oder starken Juckreiz verursacht. Befällt er Nägel, werden diese rau, brüchig und krümelig. Deshalb gilt: "Je früher etwas gegen Fußpilz unternommen wird, desto besser."

Seinen Ursprung nimmt Fußpilz meist zwischen den Zehen. Er lasse sich daran erkennen, dass die Haut dort weich und aufgeschwollen ist, sagt Tatjana Pfersich, Podologin aus Reutlingen. Auf Fußpilz hindeuten kann außerdem eine schuppige Hornhaut im Fersenbereich oder rote Pusteln auf der gesamten Fußsohle.

Wer schnell reagiert, kann selbst behandeln

Wer solche Symptome entdeckt, kann erst mal versuchen, den Pilz in Eigenregie zu bekämpfen: "Cremes, Gels und Sprays gegen Pilzinfektionen sind in der Apotheke rezeptfrei erhältlich", sagt Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer. Sie werden etwa ein- bis zweimal täglich großflächig auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Die Therapie muss schnell beginnen, um ein Übergreifen des Pilzes auf andere Körperpartien zu verhindern.

Chronisch Kranke, die etwa einen Diabetes mellitus oder Rheuma haben, gehen mit einer Pilzerkrankung allerdings besser gleich zum Hautarzt, rät Pfersich. Der Arzt kann über eine Probe bestimmen, welcher Erreger die Probleme verursacht, und diesen gezielt bekämpfen. Auch Kinder und schwangere Frauen sollten sich sicherheitshalber ärztlich untersuchen lassen. "Das bringt die Gewissheit, dass hinter den Beschwerden nicht etwa eine Schuppenflechte oder eine Neurodermitis steckt", sagt Babilas.

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Was Patienten keinesfalls tun sollten: die Therapie einfach abbrechen. "Auch wenn die Symptome schnell abklingen, sollte die Therapie mindestens zwei Wochen erfolgen", so Pfersich. In dieser Zeit ist strenge Hygiene angesagt. Kleidung, die mit dem Pilz in Kontakt kommt, muss täglich bei 60 Grad gewaschen werden, um Keime abzutöten. Das gilt etwa für Socken, Waschlappen und Handtücher. Das Innere von Schuhen lässt sich mit einem Spray aus der Apotheke desinfizieren.

Nach dem Fußpilz beginnt die Vorsorge

Ist die Fußpilzerkrankung abgeheilt, sollte man sich wappnen - um sich nicht gleich den nächsten Pilz einzufangen. Vorsicht ist beispielsweise dort geboten, wo viele Menschen barfuß gehen. Das ist nicht nur in öffentlichen Bädern, Wellnessanlagen und Saunen der Fall, sondern zum Beispiel auch in Hotelzimmern. "Hier sind Badeschuhe hilfreich", sagt Sellerberg.

Ebenfalls ratsam: Füße und Zehenzwischenräume immer trocken halten. Vor allem nach dem Schwimmbad- und Saunabesuch ist es gut, zum Abtrocknen ein separates Handtuch zu nutzen. "In die feuchte, aufgeweichte Haut kann ein Pilz besonders gut eindringen", sagt Babilas. Um das zu verhindern, können die Zehenzwischenräume auch mit einem Föhn auf niedriger Stufe trocken geföhnt werden.

Regelmäßige Kontrollen der Zehen, Zehenzwischenräume und Fußsohlen tragen außerdem dazu bei, einen Fußpilz frühzeitig zu entdecken. "Mindestens einmal die Woche sollten die Füße genauer in Augenschein genommen werden", empfiehlt Pfersich.

Bewegung, Vitamine, ausreichend Schlaf

Zur Vorbeugung von Fußpilz trägt außerdem bei, beim Schuhkauf auf ein atmungsaktives Material zu achten. "So wird die Fußfeuchte schnell wieder abgeleitet", erklärt Sellerberg. Sportschuhe sollten während des schweißtreibenden Trainings angezogen werden - und anschließend Zeit zum Trocknen bekommen. Wer zu Fußpilz neigt, kann die Schuhe nach dem Training außerdem mit einem Spray desinfizieren.

Kommt der Fußpilz nach Abklingen einer Infektion immer wieder, bietet es sich zudem an, die Füße ein- bis zweimal wöchentlich vorbeugend mit einem sogenannten Breitband-Antimykotikum einzucremen oder einzusprühen. "Das ist ein Medikament, das gegen mehrere Erreger wirkt", sagt Babilas.

Wer gesund lebt und auf vitaminreiche Kost, Bewegung und ausreichend Schlaf achtet, stärkt zusätzlich seine Abwehrkräfte. Auch das trägt zum Schutz vor Fußpilz bei.

Von Sabine Meuter, dpa/irb

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