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Gesundheit

Darm, Galle, Nasenmuschel

Das sind die häufigsten OPs in Deutschland

Mehr als sieben Millionen Patienten wurden 2017 in deutschen Krankenhäusern operiert. Eine aktuelle Statistik zeigt, welche Eingriffe bei Frauen, Männern und Kindern am häufigsten waren.

DPA

Operation (Symbolbild)

Montag, 08.10.2018   15:55 Uhr

2017 wurde mehr als jeder dritte Krankenhaus-Patient in Deutschland operiert - insgesamt gut 7,1 Millionen Menschen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Statistischen Bundesamtes. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Anteil stationärer Eingriffe demnach nicht verändert.

Gut die Hälfte der chirurgisch Behandelten des Jahres 2017 waren 60 Jahre und älter. Bei ihnen standen am häufigsten Eingriffe am Darm auf dem OP-Plan, gefolgt von Eingriffen an der Galle und dem Einsetzen künstlicher Hüftgelenke.

Welche Operationen durchgeführt wurden, hing neben dem Alter auch stark vom Geschlecht ab. Die Verteilung der stationärer Krankenhausbehandlungen im Detail:

Die zehn häufigsten Operationen bei Frauen 2017:

1. Rekonstruktion weiblicher Geschlechtsorgane nach einem Dammriss durch eine Geburt (350.108 Eingriffe)

2. Kaiserschnitt (256.661 Eingriffe)

3. Operationen am Darm wie das Lösen von Verwachsungen oder das Aufdehnen von Darmabschnitten (216.035 Eingriffe)

4. Zugang zur Lendenwirbelsäule, zum Kreuz- und Steißbein (156.720 Eingriffe)

5. Offene Reposition eines Mehrfragment-Bruchs im Gelenkbereich im Oberarmknochen, Elle, Speiche, Oberschenkelknochen, Schien- oder Wadenbein (153.089 Eingriffe)

6. Endoskopische Operationen an den Gallengängen (146.633 Eingriffe)

7. Implantation eines künstlichen Hüftgelenks (145.211 Eingriffe)

8. Operationen an Mittelfußknochen oder den Zehengliedern des Fußes (127.675 Eingriffe)

9. Gallenblasenentfernung (121.499 Eingriffe)

10. Implantation eines künstlichen Kniegelenks (118.526 Eingriffe)

Die zehn häufigsten Operationen bei Männern 2017:

1. Operationen am Darm wie das Lösen von Verwachsungen oder das Aufdehnen von Darmabschnitten (188.263 Eingriffe)

2. Verschluss eines Leistenbruchs (155.549 Eingriffe)

3. Zugang zur Lendenwirbelsäule, zum Kreuz- und Steißbein (154.170 Eingriffe)

4. Chirurgische Entfernung von wundem Gewebe (133.576 Eingriffe)

5. Endoskopische Operationen an den Gallengängen (129.027 Eingriffe)

6. Arthroskopische Operation am Gelenkknorpel und an den Menisken (118.777 Eingriffe)

7. Vorübergehende Abdeckung offener Wunden zum Beispiel nach Verbrennungen (109.304 Eingriffe)

8. Arthroskopische Operation an der inneren Gelenkkapsel (100.445 Eingriffe)

9. Entfernung von erkranktem Gewebe des Dickdarms (100.326 Eingriffe)

10. Operation an der unteren Nasenmuschel (100.250 Eingriffe)

Die zehn häufigsten Operationen bei Kindern 2017:

1. Einschneiden des Trommelfells, um die Paukenhöhle zu öffnen und das Abfließen von Eiter zu ermöglichen (34.509 Eingriffe)

2. Entfernung der Rachenmandeln (oft auch Polypen genannt) ohne Entfernung der Gaumenmandeln (34.059 Eingriffe)

3. Reposition eines Knochens nach einem Bruch (31.675 Eingriffe)

4. Entfernung der Gaumenmandeln ohne Entfernung der Rachenmandeln (21.379 Eingriffe)

5. Blinddarmentfernung (15.545 Eingriffe)

6. Chirurgische Entfernung von wundem Gewebe sowie Entfernung von erkranktem Gewebe an Haut und Unterhaut bei Verbrennungen und Verätzungen (12.267 Eingriffe)

7. Verschluss eines Leistenbruchs (11.707 Eingriffe)

8. Entfernung von Gaumen- und Rachenmandeln (10.371 Eingriffe)

9. Entfernung von Schrauben, Nägeln, Platten, Drähten oder anderem Material, das nach einem Knochenbruch angebracht wurden (10.103 Eingriffe)

10. Verlagerung und Fixierung der Hoden im Hodensack (10.016 Eingriffe)

irb/AFP/dpa

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