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Gesundheit

Vollkorn

Je mehr, desto besser?

Vollkorn kann einer aktuellen Studie zufolge vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Infektionen schützen. Demnach helfen schon kleine zusätzliche Portionen.

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Vollkornbrot hat viele Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien

Von
Mittwoch, 15.06.2016   15:54 Uhr

Müsli zum Frühstück, Körnerbrötchen am Abend - das muss doch gesund sein? Nicht zwangsläufig. Denn wer ein Knuspermüsli auswählt, verzehrt möglicherweise neben Weizenkeimen vor allem Zucker, aber kein Vollkorn. Auch in dunklen Brötchen muss kein Vollkornmehl drin sein, wenn Kerne oben drauf kleben.

Auf genau diesen Unterschied kommt es aber an, wie eine aktuelle Studie zeigt: Demnach schützen Vollkornprodukte vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes, Infektionskrankheiten und vorzeitigem Tod.

In einer im "British Medical Journal" veröffentlichten Metaanalyse hat ein internationales Forscherteam aus Norwegen, Großbritannien und den USA insgesamt 45 Studien mit unterschiedlichen Krankheitsschwerpunkten ausgewertet, in denen es um die schützende Wirkung von Vollkornprodukten ging. Die Ergebnisse:

Eine weitere Studie, publiziert im Fachmagazin "Circulation", kommt nach der Auswertung von 14 Studien mit mehr als 786.000 Teilnehmern zu einem ähnlichen Schluss: Verglichen mit den Probanden, die am wenigsten Vollkorn aßen, reduzierte sich das Risiko, frühzeitig zu sterben, um 16 Prozent für jene, die am meisten konsumierten.

Wie viel Vollkorn muss es sein?

Bei der Beurteilung der Daten ist allerdings Vorsicht geboten: Wie in vielen Ernährungsstudien werden auch in diesen Metaanalysen zwar Zusammenhänge beobachtet, ob sie aber tatsächlich ursächlich sind, ist nicht abschließend zu klären. So könnte es sein, dass Menschen, die viel Vollkorn essen, auch mehr Sport treiben und dadurch gesünder sind. Ebenso beeinflussen Faktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum oder der sozioökonomische Status die Gesundheit. Diese Störfaktoren versuchen Forscher zwar immer herauszurechnen, so auch in den Metaanalysen, eine Restunsicherheit aber bleibt.

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Ernährungstipps: Vom Frühstück bis zum Festtagsschmaus

Die Studien weisen darauf hin, dass schon kleinere, zusätzlich verzehrte Vollkornportionen einen schützenden Effekt haben. Weil sich aus den Daten aber keine deutliche Dosis-Wirkung-Beziehung ablesen lässt, ist eine genaue Angabe, wie viel Vollkorn täglich auf dem Speiseplan stehen sollte, schwierig.

Das spiegeln auch die Empfehlungen in verschiedenen Ländern wider: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, täglich "mindestens 30 Gramm Ballaststoffe, vor allem aus Vollkornprodukten", zu sich zu nehmen. Skandinavische Länder raten zu mindestens 75 Gramm (Trockengewicht) Vollkorn täglich, der World Cancer Research Fund bleibt unkonkreter und empfiehlt, "relativ unverarbeitetes Vollkorn oder Hülsenfrüchte mit jeder Mahlzeit" zu verzehren.

Folgt man den Richtlinien der DGE, müsste man täglich 4-6 Scheiben Brot (200-300 Gramm), 200 Gramm Kartoffeln, 200 Gramm Nudeln und 150 Gramm Reis essen. Zusätzlich drei Portionen Gemüse, zwei Portionen Obst und zwei Scheiben Käse mit einem Joghurt oder einem Glas Milch. Wer den Vollkornanteil sogar noch erhöht, nimmt einen simplen Vorteil mit: Man bleibt länger satt und nimmt dadurch andere - möglicherweise ungesunde Lebensmittel - weniger zu sich.

Tipps für mehr Vollkorn im Alltag:

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insgesamt 132 Beiträge
hwdtrier 15.06.2016
1. Gilt aber nur ( wenn überhaupt )
für Gesunde. Magen/Darmkranke können unangenehme Überraschungen erleben.
für Gesunde. Magen/Darmkranke können unangenehme Überraschungen erleben.
Scum 15.06.2016
2. Lieber Weißbrot
Besser Weißbrot essen. Schmeckt besser, und die weißbrotessenden Franzosen und Italiener werden älter als die Deutschen.
Besser Weißbrot essen. Schmeckt besser, und die weißbrotessenden Franzosen und Italiener werden älter als die Deutschen.
hwdtrier 15.06.2016
3. Italiener und Franzosen lesen
halt keine Ess/ Gesunddheitsststistiken Die Wissen dass dies gesünder ist.
halt keine Ess/ Gesunddheitsststistiken Die Wissen dass dies gesünder ist.
biba_123 15.06.2016
4. Zu 2. stimmt
Aber ich denke,dass das am roten Wein und selbst gekochten essen liegt. Der Rotwein soll ja eh gut fürs Herz sein und beim Essen wird eben nicht auf billig,billiger, am billigsten geachtet,sondern auf Qualität. Hat zudem den [...]
Aber ich denke,dass das am roten Wein und selbst gekochten essen liegt. Der Rotwein soll ja eh gut fürs Herz sein und beim Essen wird eben nicht auf billig,billiger, am billigsten geachtet,sondern auf Qualität. Hat zudem den Vorteil,viel weniger Zucker zu essen. Und der ist kiloweise in dem ganzen halbfertigen oder fertigem Müll,den die Mehrheit hierzulande vertilgt.
gutes_essen 15.06.2016
5.
Die Frage ist: In Zeiten der bevorstehenden Altersarmut, ist es da so klug länger leben zu wollen?
Zitat von ScumBesser Weißbrot essen. Schmeckt besser, und die weißbrotessenden Franzosen und Italiener werden älter als die Deutschen.
Die Frage ist: In Zeiten der bevorstehenden Altersarmut, ist es da so klug länger leben zu wollen?

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