03.01.2013
Mit Giftpilz verunreinigt
Behörden warnen vor getrockneten Spitzmorcheln
Spitzmorcheln (getrocknet): Verfeinern Suppen und Soßen
Berlin - Der Pilzversandhandel Zollner aus dem bayerischen Bruck muss getrocknete Spitzmorcheln zurückrufen. In einer der über das Internet vertriebenen 100-Gramm-Packungen sei ein Stück Giftlorchel entdeckt worden, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Lebensmittelwarnung. Die betroffenen Produkte sollten nicht mehr verzehrt werden.
Die Pilze mit dem Haltbarkeitsdatum 31. Dezember 2014 wurden zwischen April und Ende Dezember 2012 über die Online-Plattform Ebay vertrieben. Giftlorcheln enthalten das Gift Gyromitrin, das die Leber angreift. Ein Verzehr des Pilzes im rohen Zustand kann den Angaben zufolge tödlich sein. Auch nach dem Kochen bleibt der Pilz gesundheitsschädigend, vermutlich wirkt er karzinogen.
Die genießbaren Spitzmorcheln und die ihnen ähnelnden giftigen Frühjahrslorcheln können an ähnlichen Stellen im Wald vorkommen und sind unter anderem in Europa heimisch. Der Hut beider Pilze besitzt grubenförmige Vertiefungen, die bei der Morchel allerdings deutlich tiefer ausfallen. Können Pilzsammler ihren Fund nicht eindeutig bestimmen, sollten sie unbedingt eine Pilzberatungsstelle aufsuchen.
irb/dapd