Lade Daten...
26.02.2013
Schrift:
-
+

Nutzen mediterraner Kost

Spitzenstudie mit Schönheitsfehlern

Von
Corbis

Mediterrane Vorspeise: Erklärung für das niedrigere Schlaganfallrisiko

Fettreich oder fettarm: Forscher streiten seit Jahrzehnten, was gesundes Essen ausmacht. Eine ölreiche mediterrane Ernährung senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten deutlich. Das beweist jetzt eine Studie, auf die Fachleute lange gewartet haben - doch sie hat Schönheitsfehler.

Südeuropäer kochen mit Olivenöl, essen fettreich - und sind dennoch besser vor Herz-Kreislauf-Krankheiten geschützt als Nordeuropäer. Der Effekt der mediterranen Ernährung ist seit Jahrzehnten bekannt. Ergebnisse einer einmaligen Untersuchung könnten das Rätsel jetzt erklären.

Doch die Studie hat Schönheitsfehler. Ihr Anhang liest sich wie das Who's who der Arzneimittel- und Ernährungsindustrie: Auf einer halben Seite listen die Autoren auf, wer ihnen in der Vergangenheit Forschungsgelder, Redehonorare oder Reisekosten bezahlt hat. Darunter sind Novartis, Unilever, Roche, Merck, Danone, AstraZeneca, Nestlé, PepsiCo, Boehringer Ingelheim, Sanofi-Aventis. Da hilft es wenig, dass die Studie selbst aus öffentlichen Mitteln finanziert ist.

In kleiner Schrift auf der vorletzten Seite verstecken sich die möglichen Interessenkonflikte der Wissenschaftler. Löblich ist, dass sie im angesehenen Fachmagazin "New England Journal of Medicine" ("NEJM") angegeben werden müssen. Ernüchternd dagegen, wie deutlich die Crux der Ernährungsforschung wird: Forscher ohne enge Verbindungen zu Herstellern sucht man weitgehend vergeblich.

Trotz der Interessenkonflikte präsentieren Ramón Estruch von der Universitat de Barcelona und seine Kollegen im "NEJM" eine der spannendsten Studien in den letzten Jahren zum Thema gesunde Ernährung. Denn die Wissenschaftler wählten für ihre Untersuchungen die aussagekräftigste Studienform, eine, die man aus Kostengründen und wegen der Komplexität in der Ernährungsforschung selten durchführt.

Öl, Nüsse oder fettarm

Die Forscher testeten, ob eine mediterrane Ernährung mit viel pflanzlichem Fett das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems mindern kann. Zwar gibt es bereits etliche Hinweise darauf, eindeutige Belege aber fehlten bisher. Dafür beschränkten sich die Forscher nicht nur auf die Beobachtung der Studienteilnehmer. Stattdessen teilten sie mehr als 7000 Menschen mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko zu Beginn der Studie in drei Gruppen: Eine bekam Nüsse gestellt, die zweite Olivenöl, die dritte erhielt den Auftrag, sich fettarm zu ernähren, so wie es unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt.

Das Ergebnis: Sowohl in der Nuss- als auch in der Öl-Gruppe sank nach einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von fast fünf Jahren das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Zwischenfälle (Herzinfarkt, Schlaganfall oder Tod durch Herz-Kreislauf-Krankheit) deutlich.

Obgleich die Reduktion des Risikos in Prozenten dramatisch klingt - 30 Prozent in beiden Gruppen -, fällt der Unterschied in absoluten Zahlen geringer aus: Die öl- oder nussreiche Ernährung kann in 1000 Personenjahren drei schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse verhindern.

Die Studie im Detail
Ziel
Die Studienautoren wollten untersuchen, ob eine mediterrane Diät das Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall, Tod aufgrund einer Herz-Kreislauf-Krankheit) senkt.
Design
Spanische Freiwillige wurden an mehreren Standorten einer von drei Gruppen zugeteilt: die erste Gruppe ernährte sich mediterran und bekam Olivenöl gestellt, die zweite stattdessen Nüsse, die dritte sollte sich fettarm ernähren. Zusätzlich bekamen zunächst die Olivenöl- und Nuss-Gruppe, später auch die fettarm essende Gruppe Unterricht in ausgewogener Ernährung.

Endpunkt der Studie war die Rate schwerwiegender Herz-Kreislauf-Ereignisse.

Eingeschlossen wurden Männer zwischen 55 und 80 Jahren, Frauen von 60 bis 80 Jahren, die bei Studienbeginn nicht an einer Herz-Kreislauf-Krankheit litten. Allerdings mussten sie entweder an Typ-2-Diabetes erkrankt sein oder mindestens drei der folgenden Risikofaktoren erfüllen: Raucher, Bluthochdruck, erhöhtes LDL-Cholesterin, niedriges HDL-Cholesterin, Übergewicht, Fettsucht oder enge Verwandte mit früh im Leben auftretender koronarer Herzkrankheit.

Die Teilnehmer in der Ölgruppe bekamen wöchentlich etwa einen Liter Olivenöl der Güteklasse Natives Olivenöl Extra, Teilnehmer der Nussgruppe täglich 30 Gramm gemischte Nüsse (Walnüsse, Haselnüsse und Mandeln) gestellt.

Es gab keine Kalorienbeschränkung oder Anleitung zu körperlicher Aktivität. Die Teilnehmer der Öl- und Nuss-Gruppen wurden einzeln und in Gruppen über Ernährung unterrichtet, einmal zu Studienbeginn, von da an vierteljährlich. Bei diesen Terminen wurde mit Fragebögen auch die Ernährungsweise abgefragt. Für die Kontrollgruppe gab es zunächst nur ein Training beim Untersuchungsstart. Nachdem die Forscher fürchteten, diese Ungleichbehandlung könne die Ergebnisse beeinflussen, luden sie ab dem dritten Jahr alle Teilnehmer zu Ernährungsberatungen ein.

Jährlich überprüften die Forscher mit Hilfe von ausführlichen Fragebögen, wie sich die Studienteilnehmer genau ernährten. Bei diesen Terminen wurden auch Körpergrüße, Gewicht und Hüftumfang gemessen. Aus dem Urin bestimmten die Wissenschaftler Abbauprodukte von Öl und Nüssen, um zu überprüfen, ob die gestellten Nahrungsmittel überhaupt gegessen wurden.

Endpunkt der Studie waren schwerwiegende Herz-Kreislauf-Ereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall und Tod durch einen solchen Zwischenfall).

Die Studie war auf 9000 Teilnehmer und eine vierjährige Beobachtung der Teilnehmer ausgelegt. Nach einer Zwischenauswertung berechneten die Forscher, dass stattdessen nur 7400 Teilnehmer, dafür eine sechsjährige Nachbeobachtung notwendig sein würden, um mit ausreichender Sicherheit Unterschiede zwischen der mediterranen Ernährung und der fettarmen Ernährung feststellen zu können. Nach einer weiteren Zwischenauswertung, in der Unterschiede mit aus Sicht der Wissenschaftler ausreichender statistischer Eindeutigkeit festgestellt worden waren, beendeten die Forscher die Studie vorzeitig nach einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von 4,8 Jahren.

Um Unterschieden zwischen den Gruppen zu gerecht zu werden, rechneten die Forscher Faktoren wie Geschlecht, Alter und Risikofaktoren zu Studienbeginn in die Ergebnisse ein.
Ergebnisse
Insgesamt untersuchten die Forscher 7447 Teilnehmer, von denen 523 während der Studie ausscheiden. In allen Gruppen war die Ernährung zu Studienbeginn vergleichbar. Während der Studienzeit hielten die Probanden sich weitgehend an die Ernährungsempfehlungen.

Der Endpunkt schwerwiegender Herz-Kreislauf-Ereignisse trat mit folgenden Raten auf: 8,1 pro 1000 Personenjahre in der Öl-Gruppe, 8,0 in der Nuss-Gruppe und 11,2 in der fettarm essenden Gruppe. Übersetzt bedeutet dies eine Risikoreduktion um jeweils 30 Prozent für die beiden mediterranen Gruppen gegenüber der fettarm essenden Gruppe. Der Effekt war bei Schlaganfällen am deutlichsten.
Stärken der Studie
Die Studie ist eine der sehr seltenen Ernährungsstudien, die vorher geplante Eingriffe bei unterschiedlichen Studiengruppen über einen verhältnismäßig langen Zeitraum untersucht (randomisierte kontrollierte Studie). Solche Studien sind gerade für Ernährungsfragen aufwendig, teuer und kompliziert durchzuführen.
Schwächen der Studie
Die Studienautoren veränderten das Studienprotokoll nach der Hälfte der Laufzeit, um auch den fettarm essenden Teilnehmern die Ernährungsberatung anzubieten.

Die Studienergebnisse sind nicht ohne weiteres übertragbar, weil alle Teilnehmer sich bereits zu Studienbeginn mediterran ernährten und ein hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten hatten.

Die Studienteilnehmer in den drei Gruppen unterschieden sich nicht sehr deutlich hinsichtlich der gesamten Fettmenge, die sie zu sich nahmen. Der Unterschied lag vor allem in der Zusammensetzung des Fettes.

Die in allen Ernährungsstudien verwendeten Fragebögen sind fehleranfällig. Forscher wissen, dass viele Teilnehmer die Fragen nicht ehrlich beantworten.

Die zu erreichende Teilnehmerzahl wurde während der Studie verändert, die Studie wurde vorzeitig abgebrochen.
Finanzierung & Interessenkonflikte
Die Studie wurde aus öffentlichen Mitteln finanziert. Der Großteil der Finanzierung stammt aus spanischen Steuergeldern, ein Teil aus europäischen Mitteln.

Olivenöl und Nüsse für die Studie wurden von Herstellern gestellt. Die Studienautoren geben an, dass keiner der Hersteller Einfluss auf die Studie, die Datenanalyse oder die Veröffentlichung genommen hat.

Eine Vielzahl der für die Studie verantwortlichen Autoren gibt an, von unterschiedlichen Lebensmittelherstellern, Arzneimittelunternehmen und Interessenverbänden Geld für Vorträge, Reisen, Forschungsprojekte oder als Beiratsmitglieder erhalten zu haben. Ein Teil dieser Firmen und Verbände hat ein großes Interesse an den Ergebnissen der Studie, so zum Beispiel die California Walnut Commission.
Die Studienteilnehmer waren im Schnitt knapp 67 Jahre alt, der Body-Mass-Index (BMI) lag im Mittel bei knapp 30 - das gilt als übergewichtig im Grenzbereich zur Fettleibigkeit. Um in die Studie eingeschlossen zu werden, musste das eigene Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sein: Die Teilnehmer rauchten, waren übergewichtig, litten an Bluthochdruck (mehr als 80 Prozent), Diabetes (knapp die Hälfte) oder Fettstoffwechselstörungen (mehr als zwei Drittel). Ein großer Teil nahm Medikamente.

Fette entscheiden

Bereits zu Studienbeginn ernährten sich die spanischen Teilnehmer in allen Gruppen mediterran, worunter man viel frisches Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte, Nudeln und Reis sowie Olivenöl versteht. In der Nuss- und in der Öl-Gruppe verstärkte sich das Verhalten noch.

Überraschend kam das nicht: Während in diesen Gruppen von Studienbeginn an vierteljährlich Fachleute die Teilnehmer in mediterraner Ernährung schulten, bekam die Kontrollgruppe nur zum Start ein Training. Nachdem aufgefallen war, dass diese Ungleichbehandlung die Ergebnisse verfälschen könnte, luden sie ab dem dritten Studienjahr auch die Kontrollgruppe zur Ernährungsberatung ein.

In der Öl- und der Nuss-Gruppe zeigten Fragebögen, dass die Teilnehmer im Vergleich zur Kontrollgruppe mehr Fisch und Gemüse aßen. Tatsächlich ergaben Laborkontrollen, dass die Teilnehmer kostenlos (von den Herstellern) gestelltes Öl und Nüsse auch aßen. Die Unterschiede bei den Herz-Kreislauf-Zwischenfällen schreiben die Forscher denn auch vor allem Nüssen und Öl zu - hier unterschied sich die Ernährung der Teilnehmer.

Alles in allem könnten die Aussagen der spanischen Studie besser gegen vorhersehbare Angriffe geschützt sein: Es wirkt unfreiwillig komisch, wenn der Hauptautor angibt, im Beirat der "Beer and Health Foundation" zu sitzen, und ein Mitautor vermerkt, ausgerechnet dem Beirat der "California Walnut Commission" anzugehören.

Ernährungs-Quiz
Kennen Sie sich aus mit der gesunden Ernährung? Testen Sie hier Ihr Wissen im Ernährungsmythen-Quiz!

Forum

Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 43 Beiträge
1. Wen interessierts...
doc 123 26.02.2013
"Da hilft es wenig, dass die Studie selbst aus öffentlichen Mitteln finanziert ist." Der Genuss von einfach bis mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist einfach NUR gesund, für diesen Umstand bedarfs ganz sicherlich [...]
"Da hilft es wenig, dass die Studie selbst aus öffentlichen Mitteln finanziert ist." Der Genuss von einfach bis mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist einfach NUR gesund, für diesen Umstand bedarfs ganz sicherlich keiner Studien, von wem die auch immer finanziert sind. Blöd ist einfach NUR, wenn man auf die marinen ungestättigten Fettsäuren, nach Golf-Öl-Verunreinigung und nuklearer Verperstung der Weltmeere aller-spätestens nach Fukushima als bis dahin Teils-Vegetarier auch auf auf Fisch gänzlichst verzichten MUSS. Allergen Ernhrung - Fette Allergie marine Allergologie (http://www.alles-zur-allergologie.de/Allergologie/Artikel/5017/Ernährung-Fette/marine.html)
2. Olivenöl, darauf kommt es an.
Hamberliner 26.02.2013
Der Artikel suggeriert, man könne Olivenöl auch durch die Kraftstoffe und Holzschutzmittel ersetzen, die hierzulande als Speiseöl im Regal stehen. Ich weiß nicht, ob die Studie das hergibt. Zum Braten und um mein [...]
Zitat von sysopCorbisFettreich oder fettarm: Forscher streiten seit Jahrzehnten, was gesundes Essen ausmacht. Eine ölreiche mediterrane Ernährung senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten deutlich. Das beweist jetzt eine Studie, auf die Fachleute lange gewartet haben - doch sie hat Schönheitsfehler. http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/mediterrane-ernaehrung-fuehrt-zu-weniger-schlaganfall-und-herzinfarkt-a-885583.html
Der Artikel suggeriert, man könne Olivenöl auch durch die Kraftstoffe und Holzschutzmittel ersetzen, die hierzulande als Speiseöl im Regal stehen. Ich weiß nicht, ob die Studie das hergibt. Zum Braten und um mein katalanisches pa amb tomaquet zu beträufeln nehm ich jedenfalls nur (spanisches oder griechisches) Olivenöl, etwas anderes gehört IMHO nicht in die Küche, sondern in den Tank von Dieselfahrzeugen. -- Online duzen wir uns.
3. .
Bergunfall 26.02.2013
Klar, Olivenöl aus Spanien oder Griechenland ist gesund, alles andere ungesund. Sie haben zuviele Kochsendungen gesehen. Allein schon der Satz "alles andere gehört nicht in die Küche". So ein Quatsch. Erinnert [...]
Zitat von HamberlinerDer Artikel suggeriert, man könne Olivenöl auch durch die Kraftstoffe und Holzschutzmittel ersetzen, die hierzulande als Speiseöl im Regal stehen. Ich weiß nicht, ob die Studie das hergibt. Zum Braten und um mein katalanisches pa amb tomaquet zu beträufeln nehm ich jedenfalls nur (spanisches oder griechisches) Olivenöl, etwas anderes gehört IMHO nicht in die Küche, sondern in den Tank von Dieselfahrzeugen. -- Online duzen wir uns.
Klar, Olivenöl aus Spanien oder Griechenland ist gesund, alles andere ungesund. Sie haben zuviele Kochsendungen gesehen. Allein schon der Satz "alles andere gehört nicht in die Küche". So ein Quatsch. Erinnert mich an Teenager, die natürlich nur diese und jenes Produkt haben müssen ("nur ein Iphone ist wirklich ein smartphone, alles andere taugt nur als Türstopper"...).
4. Deutsche Panikmache?
zila 26.02.2013
Nein, ihr Aussage ist schlicht falsch. Frueher hat man die ungesaettigten Fette ueber einen Kamm gescherrt, heute schaut man genauer hin. Der Genuss von ungesaettigten Fettsaeuren ist nicht einfach nur gesund. Man hat gerade [...]
Zitat von doc 123"Da hilft es wenig, dass die Studie selbst aus öffentlichen Mitteln finanziert ist." Der Genuss von einfach bis mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist einfach NUR gesund, für diesen Umstand bedarfs ganz sicherlich keiner Studien, von wem die auch immer finanziert sind. Blöd ist einfach NUR, wenn man auf die marinen ungestättigten Fettsäuren, nach Golf-Öl-Verunreinigung und nuklearer Verperstung der Weltmeere aller-spätestens nach Fukushima als bis dahin Teils-Vegetarier auch auf auf Fisch gänzlichst verzichten MUSS. Allergen Ernhrung - Fette Allergie marine Allergologie (http://www.alles-zur-allergologie.de/Allergologie/Artikel/5017/Ernährung-Fette/marine.html)
Nein, ihr Aussage ist schlicht falsch. Frueher hat man die ungesaettigten Fette ueber einen Kamm gescherrt, heute schaut man genauer hin. Der Genuss von ungesaettigten Fettsaeuren ist nicht einfach nur gesund. Man hat gerade einen Unterschied in omega-6 und omega-3 Fettsaeuren festgestellt, d.h. viel omega-6 (z.B. Maisoel) ist sogar schaedlich. Die Finanzierung und Abhaengigkeiten sind meist geringer als Befuerchtet, Konzerne arbeiten da viel ineffizienter als oft befuerchtet, v.a. die kleinen Vortragshonorare duerften wenig Einfluss haben. Auf den Rest des Beitrages muss man eigentlich nicht wirklich eingehen. Fukushima ist ein lokal doch sehr begrenztes Ereignis und Japan exportiert kaum Fisch. Dazu wird dort recht streng kontrolliert. Das Leck im Golf war schlimm, aber nicht das erste, weiter unten in Mexiko gab's ein Leck vom gleichen Kaliber vor ein paar Jahrzehnten auch schonmal und ueber die Langzeitfolgen spricht fast genauso lange niemand mehr. In den Tropen baut sich Oel eh viel schneller ab als etwa im kuehlen Alaska. Sie haben anscheins keine Vorstellung, wie riesig die Weltmeere tatsaechlich sind. Sollten Sie also in Deutschland leben betreffen Sie beide Ereignisse wohl rein gar nicht. Ihr Fisch kommt ganz sicher woanders her. Ich wuerde meinen norwegischen Farmlachs ganz unbeschwert geniessen.
5.
messan@hbs 26.02.2013
Naja aus diesen Ländern kommt nun mal das gute olivenoel.. Italien können wir noch dazu nehmen. .. aus Deutschland oder Norwegen werden sie kein Oliven Öl bekommen!
Zitat von BergunfallKlar, Olivenöl aus Spanien oder Griechenland ist gesund, alles andere ungesund. Sie haben zuviele Kochsendungen gesehen. Allein schon der Satz "alles andere gehört nicht in die Küche". So ein Quatsch. Erinnert mich an Teenager, die natürlich nur diese und jenes Produkt haben müssen ("nur ein Iphone ist wirklich ein smartphone, alles andere taugt nur als Türstopper"...).
Naja aus diesen Ländern kommt nun mal das gute olivenoel.. Italien können wir noch dazu nehmen. .. aus Deutschland oder Norwegen werden sie kein Oliven Öl bekommen!

MEHR AUF SPIEGEL ONLINE

MEHR IM INTERNET

Zum Autor

  • Dennis Ballwieser ist Arzt. In München machte er Narkose, in Hamburg schreibt er über Medizin. Er ist Redakteur im Ressort Gesundheit bei SPIEGEL ONLINE.

Verwandte Themen

Artikel

News verfolgen

Lassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Gesundheit
RSS
alles zum Thema Ernährung
RSS
Rubriken

© SPIEGEL ONLINE 2014 Alle Rechte vorbehalten