Schrift:
Ansicht Home:
Gesundheit
Freitag, 10.08.2018   11:00 Uhr

Emotions-Coaching

Wie Eltern die eigenen Gefühle prägen

Wie Vater, Mutter und Großeltern mit Gefühlen umgehen, beeinflusst Kinder und Enkel oft lebenslang. Mit diesen Fragen finden Sie heraus, welche emotionalen Prägungen in Ihrer Familie weitergegeben wurden.

Von

SPIEGEL WISSEN hat ein achtwöchiges Coaching entwickelt, mit dem Sie in kleinen Schritten lernen, Ihre Gefühle im Alltag bewusster wahrzunehmen. Dies ist Teil sieben von acht. Die anderen Teile finden Sie hier.


Getty Images/iStockphoto

Der Umgang mit Gefühlen ist nicht nur von der Gesellschaft geprägt. Auch unsere nächsten Bezugspersonen haben unseren Umgang mit Emotionen geformt. In manchen Familien sind Schmerz und Traurigkeit tabu, in anderen darf man darüber reden. Und dann wiederum gibt es Familien, in denen keine Freude vorkommen darf.

Die persönlichen Prägungen besser zu erkennen, kann hilfreich sein - bei der Gefühlsregulation, beim Erkennen von Emotionen. Ohne allzu sehr in die Untiefen der Kindheit zurückzukehren, geht es deshalb in dieser Woche darum, sich in Erinnerung zu rufen, wie in der Familie während der Kindheit mit Emotionen umgegangen wurde. Dazu folgt nun eine Übung mit einigen Leitfragen. Versuchen Sie, die Fragen zu beantworten, gerne auch schriftlich.

Meine Familie und ihre Gefühle. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um sich auf die Atmosphäre "zu Hause" einzustimmen. Wie ist sie heute, wenn Sie zu Besuch bei Ihren Eltern oder auf Familienfesten sind? Denken Sie auch daran, wie die Stimmung früher war. Nehmen Sie den Grundeindruck mit. Nun überlegen Sie sich Antworten zu folgenden Fragen:

Zu jeder Ausgabe bietet SPIEGEL WISSEN ein praktisches, leicht im Alltag umsetzbares Online-Coaching passend zu seinem jeweiligen Heftthema an.

Jedes Coaching dauert acht Wochen. Während dieser Zeit erhalten Sie immer freitags per E-Mail eine Übungseinheit, die Ihnen helfen kann, Ihr Leben besser zu gestalten. Hier den Newsletter bestellen:

Überlegen Sie für sich, was diese Rückschau für Sie bedeutet: Was habe ich mitbekommen? Was gefällt mir daran? Was finde ich nicht gut? Was mache ich heute ganz anders oder würde es gern anders machen?

Überlegen Sie sich ein oder zwei Sätze, die für Sie in dem Zusammenhang wichtig sind, beispielsweise "Anders als mein Vater finde ich es nicht schlimm, wenn ein Mann auch mal weint" oder "Nur weil bei uns Traurigkeit als Schwäche galt, muss ich diese fixe Idee ja nicht weiterführen".

Solche Sätze zu finden, kann ein bisschen schmerzhaft sein - schließlich verweisen sie auch auf einen Mangel oder drücken ein Bedauern darüber aus, dass in der Ursprungsfamilie nicht alle Gefühle ihren Platz hatten. Dennoch können sie ein guter Kompass werden, um mit den eigenen Emotionen kompetenter umzugehen.


SPIEGEL WISSEN 3/2018: Bei Meine-Zeitschrift.de bestellen
SPIEGEL WISSEN 3/2018: Bei Amazon bestellen
SPIEGEL WISSEN im Abo

Newsletter
SPIEGEL-WISSEN-Coaching

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
TOP