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28.11.2012
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3-D-Modell

Fötus aus dem Drucker

AFP

Fötus-Modell in 3D: Weiße Skulptur in durchsichtigem Block

Eine japanische Firma bildet Skulpturen von ungeborenen Kindern nach - mit einem 3-D-Drucker. Als Vorlage dienen Aufnahmen von Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft. Das Erinnerungsstück ist im durchsichtigen Block zu haben oder als Mini-Version als Handy-Anhänger.

Ultraschallbilder des ungeborenen Kindes? Bald reichen die Aufnahmen möglicherweise nur noch für ein müdes Gähnen. Denn eine japanische Firma geht nach dreidimensionalen Ultraschallaufnahmen und Filmen des ungeborenen Kindes noch ein Stück weiter: Auf Wunsch können sich werdende Eltern ihren Nachwuchs als 3-D-Modell nachbilden lassen.

Die Figuren, die die Firma am Dienstag vorstellte, werden anhand von Ultraschall- und Magnetresonanzbildern hergestellt. Die weiße Skulptur des reifenden Körpers ist in einen durchsichtigen Block eingelassen, so dass der Eindruck eines im Fruchtwasser schwimmenden Fötus entsteht.

"Weil man nur einmal im Leben mit einem bestimmten Kind schwanger ist, haben wir von Schwangeren viele Anfragen nach solchen Modellen bekommen", sagte Tomohiro Kinoshita von der Firma Fasotec. Die Frauen wollten "die Gefühle und Erfahrungen dieser Zeit" nicht vergessen. Als Zusatz zum neun Zentimeter großen Modell gibt es eine Mini-Version als Handy-Anhänger - diese sind bei japanischen Frauen beliebte Accessoires.

Die Aufnahmen aus dem Mutterleib werden vorzugsweise im letzten Schwangerschaftsdrittel gemacht, damit die Merkmale des Kindes schon möglichst genau zu erkennen sind. Der Preis: 100.000 Yen (937 Euro). Eine einfachere Version, bei der nur das Gesicht des Fötus zu sehen ist, soll ab Dezember zum halben Preis angeboten werden.

Dass werdende Eltern immer mehr über ihre ungeborenen Kinder wissen und das Unsichtbare sichtbar machen wollen, ist ein seit Jahren nicht nur in den USA sondern auch hierzulande wachsender Trend: Der 3-D-Ultraschall als Fötus-Party, Babywatching in der Shopping-Pause oder Accessoires wie ein kuscheliger Teddybär, der auf Bauchdruck die fetalen Herztöne abspielt, sind nur einige der sonderbaren Nebenprodukte einer immer besser werdenden Ultraschallmedizin. Ärzte und Hebammen stehen der Kommerzialisierung der Schwangerschaft allerdings kritisch gegenüber.

3-D-Drucker arbeiten ähnlich wie Tintenstrahldrucker. Der Unterschied ist, dass sie mehrere Schichten eines Materials übereinanderlegen, wodurch die räumliche Form entsteht. Das japanische Unternehmen stellt auch für medizinische Forschungszwecke Modelle von Organen und anderen Körperteilen her, mit denen beispielsweise Operationen vorbereitet werden können. Bei den Modellen wird nach Angaben der Firma auch die Konsistenz des Objektes - hart oder weich - nachgebildet.

irb/AFP

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insgesamt 8 Beiträge
1. hahaha
eigene_meinung 28.11.2012
Der beste Witz des Jahrtausends!
Der beste Witz des Jahrtausends!
2. Meinen Sie....
spon-facebook-10000215408 28.11.2012
...könnten Sie das erklären ? Oder war es mehr so ne Bauchäusserung ?
Zitat von eigene_meinungDer beste Witz des Jahrtausends!
...könnten Sie das erklären ? Oder war es mehr so ne Bauchäusserung ?
3. Er oder sie lacht gern und häufig
lizard_of_oz 28.11.2012
Das ist ein ähnliches Phänomen wie beim Broder von der "Welt". Der erkennt auch in jedem einen Antisemiten, zuletzt sogar ausgerechnet im Augstein, von dem ich zwar kein Fan bin, ihn aber gegen so eine Anschuldigung [...]
Zitat von spon-facebook-10000215408...könnten Sie das erklären ? Oder war es mehr so ne Bauchäusserung ?
Das ist ein ähnliches Phänomen wie beim Broder von der "Welt". Der erkennt auch in jedem einen Antisemiten, zuletzt sogar ausgerechnet im Augstein, von dem ich zwar kein Fan bin, ihn aber gegen so eine Anschuldigung eisern verteidigen würde und das gestern Abend auch deutlich getan habe. Manche können halt an allem etwas Lustiges finden. Immerhin ist das Lachen gesund und über sich selbst zu lachen bestimmt besonders.
4.
eigene_meinung 28.11.2012
Wer verdient denn an Schwangerschaften und Geburt? Wer macht immer mehr Kaiserschnitte ohne medizinische Notwendigkeit, aus rein kommerziellem Interesse?
Zitat von spon-facebook-10000215408...könnten Sie das erklären ? Oder war es mehr so ne Bauchäusserung ?
Wer verdient denn an Schwangerschaften und Geburt? Wer macht immer mehr Kaiserschnitte ohne medizinische Notwendigkeit, aus rein kommerziellem Interesse?
5. schöne neue Welt
schna´sel 28.11.2012
Hört sich so richtig schön krank an diese Meldung. Dazu dann die Vorstellung, dass wir irgendwann in der Lage sein werden unsere Gedanken, Gefühle, und wenn es geht natürlich das Ich Bewusstsein zu speichern und in eine Maschine [...]
Hört sich so richtig schön krank an diese Meldung. Dazu dann die Vorstellung, dass wir irgendwann in der Lage sein werden unsere Gedanken, Gefühle, und wenn es geht natürlich das Ich Bewusstsein zu speichern und in eine Maschine zu laden wie jeden anderen Datensatz auch (http://www.spiegel.tv/-/filme/bbc-human-version-20/): Brave New World.

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UNTERSUCHUNGEN
IN DER SCHWANGERSCHAFT

Diese Untersuchungen zahlen die Kassen:
DPA

• Drei Ultraschall-Untersuchungen zwischen der 13. und 16. Woche, der 21. und 24. Woche und der 29. und 32. Woche
• Bestimmung von Blutgruppe und Rhesusfaktor
• Test auf Röteln, HIV, Chlamydien, Lues, Hepatitis B
• bei begründetem Verdacht Test auf Toxoplasmose
• Ernährungsberatung (Jod, Folsäure und Vit B12)
• Kontrolle durch Zahnarzt

Alle vier Wochen:
• Urinuntersuchung auf Eiweiß, Zucker, Bakterien und Blut
• Gewichtskontrolle und Blutdruckmessung
• Überwachung der kindlichen Herztöne

In fortgeschrittener Schwangerschaft:
• Überwachung der kindlichen Herztöne und der Wehentätigkeit im CTG (Kardiotokogramm)
• Test auf Schwangerschaftsdiabetes zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche
• Betreuung durch Hebamme vor, während und nach der Geburt
• Bei Bedarf Haushaltshilfe
Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL):
• Zusätzliche Ultraschalluntersuchungen
• Ultraschall in 3D und 4D
• Erst-Trimester-Screening und Berechnung des Trisomie-Risikos
• Test auf Toxoplasmose ohne begründeten Verdacht
• Test auf Streptokokken B
• Test auf Ringelröteln oder Windpocken
• Test auf Cytomegalievirus (CMV)
• Akupunktur

Trisomie 21

Aus diesen Einflussfaktoren berechnen Ärzte die Wahrscheinlichkeit für ein Down-Syndrom:
Das Alter der Frau
Je älter eine Frau ist, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind mit einer Trisomie 21 entsteht. Liegt die Wahrscheinlichkeit bei einer 25-Jährigen in der frühen Schwangerschaft bei etwa 1:870, beträgt sie für eine 45-Jährige 1:15.
Vorgeschichte
War die Frau bereits mit einem Kind mit Down-Syndrom schwanger, so ist das Risiko für eine weitere Trisomie-Schwangerschaft erhöht.
Ultraschallergebnisse
DPA

Zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche kann ein speziell ausgebildeter Arzt auf Wunsch der Schwangeren die sogenannte Nackentransparenz des Fötus im Ultraschall messen. Wichtig ist zudem, ob das Blut des Babys ungehindert fließen kann, die Herzklappen richtig funktionieren und sich das Nasenbein im Ultraschall darstellen lässt.
Blutwerte
Als weiterer Hinweis auf eine Trisomie 21 gelten die deutliche Erhöhung des Schwangerschaftshormons ß-HCG und ein niedriger Wert von Papp-A (Schwangerschaftsassoziertes Protein A).
Sicherheit
Eine hundertprozentig richtige Antwort auf die Frage, ob das ungeborene Kind eine Trisomie 21 hat, kann diese Risikoanalyse nicht geben - sie liefert lediglich Wahrscheinlichkeiten. Nur eine Chromosomenanalyse, die in Deutschland bislang nur nach Fruchtwasserpunktion oder Chorionzottenbiopsie möglich ist, kann abschließende Klarheit schaffen.

Fotostrecke

Bessere Früherkennung durch 3D

Wachstum von Organen
Für die Untersuchung von Organen hat die 3-D-Technik einen weitreichenden medizinischen Nutzen: Besser als im herkömmlichen Ultraschall kann ein Arzt damit plastisch die Nieren, die Leber oder die beiden Gehirnhälften des Babys darstellen und die Organgröße oder die Blutversorgung beurteilen.
Fehlbildungen
Auch bei einem offenen Rücken bildet die räumliche Darstellung genau das Ausmaß und den Ort der Fehlbildung ab. Der sogenannte Glass-Body-Modus erlaubt es dem Untersucher, nur den Gefäßbaum des ungeborenen Kindes mit allen Abzweigungen und eventuellen Fehlbildungen zu betrachten. Laut einer Studie zu Entdeckungsraten von Fehlbildungen, die 2005 im Fachblatt "Ultraschall in der Medizin" veröffentlicht wurden, war der 3-D-Ultraschall in über 60 Prozent der Fehlbildungen der 2-D-Technik überlegen.
Funktion
Das Herz kann in einem Video als schlagende Einheit betrachtet und der Blutfluss beurteilt werden. Insbesondere Veränderungen an den Herzklappen oder den Scheidewänden können so präsize lokalisiert werden.
Zeit
Die neue Technik ermöglicht es Ärzten, die Bilder und Videosequenzen zu speichern und sie im Nachhinein genauer anzusehen. Untersucht ein Mediziner hingegen im Beisein der Frau eine Körperstelle des Ungeborenen länger als 30 Sekunden, verunsichert das viele Frauen.

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