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03.12.2012
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Kate im Krankenhaus

So leiden Frauen unter Schwangerschaftsübelkeit

dapd

Ist sie es oder ist sie es nicht? Seit Monaten gab es Gerüchte um den Bauch von Kate

Ständig ist ihnen schlecht, mehrmals am Tag müssen sie sich übergeben: Manche werdende Mütter durchleben eine besonders schwere Form der Schwangerschaftsübelkeit - auch Herzogin Catherine hat es getroffen. Sie wird jetzt in einer Londoner Klinik behandelt.

London - Manches Übel bleibt auch einem Royal nicht erspart. Großbritannien freut sich mit Prinz William und Herzogin Catherine über die bevorstehende Geburt des königlichen Nachwuchs - die Nebenwirkungen der Schwangerschaft muss Kate allerdings selbst ertragen: Kate leidet offenbar an einer schweren Form der Schwangerschaftsübelkeit. Am Montagnachmittag sei sie deshalb in eine Londoner Privatklinik gebracht worden, hieß es in einer Mitteilung des Büros von Prinz William.

Unter der sogenannten Hyperemesis gravidarum (HG) leiden werdende Mütter vor allem im frühen Stadium der Schwangerschaft. Diese Form der Übelkeit hat aber mit der gewöhnlichen Morgenübelkeit, die bis zu 85 Prozent aller werdenden Mütter kennen, kaum etwas zu tun: Die Betroffenen müssen sich mehr als fünfmal pro Tag übergeben, nehmen mehr als fünf Prozent an Gewicht ab, haben Schwierigkeiten bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme und dehydrieren. In besonders schweren Fällen übergeben sich die Frauen bis zu 20-mal am Tag.

Als Folge können sich giftige Abbauprodukte im Blut anreichern. Im schlimmsten Fall kann diese Erkrankung für die Patientinnen lebensbedrohlich sein. Deshalb ist es wichtig, dass sie rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

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Nachwuchs für William und Kate: Endlich ein Baby

Diese gravierende Form von Schwangerschaftsübelkeit ist selten und trifft weltweit zwischen 0,5 bis zwei Prozent aller Schwangeren. Besonders junge Frauen oder solche, die entweder zum ersten Mal schwanger sind oder Mehrlinge erwarten, leiden unter der Erkrankung. Auch Nichtraucherinnen sind häufiger betroffen.

Für die Betroffenen kann eine HG zur reinen Qual werden. Oft ertragen die Frauen etliche Gerüche nicht mehr. Ob Essen, Trinken, Seife oder andere Menschen - jegliche Duftnote kann die Übelkeit verschlimmern. Mitunter leiden sie so sehr unter den Symptomen, dass sie sogar über eine Abtreibung nachdenken. Zudem fühlen sich Frauen mit HG häufig nicht ernst genommen, weil ihre Erkrankung durch ihr Umfeld mit der üblichen Morgenübelkeit abgetan wird.

Die möglichen Ursachen für eine Hyperemesis gravidarum sind nicht vollständig geklärt - und es gibt etliche. Einige Forscher gehen davon aus, dass eine psychosomatische Störung, nämlich die Angst vor der Elternschaft, ein Auslöser sein könnte: Häufig tritt die Erkrankungen bei Schwangeren auf, die unter Stress und emotionalen Anspannungen leiden. Wissenschaftliche Studien, die diese Vermutungen bestätigen, gibt es jedoch bisher kaum.

Risikofaktoren: Bulimie, Anorexie und Fettleibigkeit

Auch Essstörungen wie Fettleibigkeit (Adipositas), Bulimie oder Anorexie zählen für Experten zu den möglichen Risikofaktoren für eine Hyperemesis gravidarum. Ebenso können bestimmte Hormone wie Östrogen oder Progesteron, eine Schilddrüsenüberfunktion oder bestimmte bakterielle Infekte die Krankheit auslösen. Fest steht aber, dass den Babys die Qual der Mütter einer HG nicht zu schaden scheint; sie kommen völlig gesund und normal zur Welt.

Für Kate gilt jetzt, wie für andere Betroffene auch: als Erstes muss der Elektrolythaushalt wieder stabilisiert werden. Zudem verabreichen Ärzte den Schwangeren Vitamine, Kohlenhydrat- und andere Nährstofflösungen sowie Medikamente, die den Brechreiz unterdrücken, sogenannte Antiemetika. Wichtig ist aber auch, dass die Patientin emotional unterstützt und wenn nötig von einem Psychologen betreut wird.

Die Ärzte der Londoner Klinik scheinen zuversichtlich, dass es Kate bald wieder besser gehen wird. Die Herzogin von Cambridge werde voraussichtlich noch einige Tage in der Klinik verbringen, heißt es in der Mitteilung. "Der Rest der Schwangerschaft könnte ohne weitere Zwischenfälle verlaufen", sagte Dagni Rajasingam, Sprecherin des Royal College of Obstetricians and Gynaecologists am Montag in London. Kate solle sich einfach auf ein gesundes, properes Kind freuen.

Von der Befruchtung der weiblichen Eizelle über die Entwicklung eines neuen Lebens bis hin zur Geburt: In unserer Sprechstunde lesen Sie alles zum Thema Schwangerschaft.

cib

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insgesamt 9 Beiträge
1. Was für ein Bericht...
chiara46 05.12.2012
Mein Fazit aus diesem Bericht ist, das die werte Herzogin, also entweder Angst vor ihrer Rolle als Mutter hat (wobei diese Sorge doch von einer Auseinandersetzung mich sich und der vor einem liegenden Rolle zeugt)und/oder an [...]
Mein Fazit aus diesem Bericht ist, das die werte Herzogin, also entweder Angst vor ihrer Rolle als Mutter hat (wobei diese Sorge doch von einer Auseinandersetzung mich sich und der vor einem liegenden Rolle zeugt)und/oder an einer Form von Essstörung leidet, auf jeden Fall aber sich mal nicht so anstellen soll. Oder wie soll ich den letzten Satz sonst verstehen? Ich kann eigentlich nur vermuten das dieser Artikel von einem Mann geschrieben wurde?!
2. Oh man...
socke86 05.12.2012
... Nur weil Sie die Herzogin ist, braucht sie sich nicht so anstellen. Klar kann das von Frau zu Frau unterschiedlich im Verlauf der Schwangerschaft und auch von den Schmerzen her sein, aber bitte... Meine Frau ist auch [...]
... Nur weil Sie die Herzogin ist, braucht sie sich nicht so anstellen. Klar kann das von Frau zu Frau unterschiedlich im Verlauf der Schwangerschaft und auch von den Schmerzen her sein, aber bitte... Meine Frau ist auch schwanger, hat zwar Übelkeit, aber in die Klinik muss man dafür nicht gehen. Die können dagegen jetzt auch nicht so viel tun.
3. @socke86
nikiname 05.12.2012
Man kann "Schwangerschaftsübelkeit" nicht damit vergleichen, was im Artikel beschrieben ist. "Übelkeit" ist eine sehr freundliche Umschreibung dessen, wie es einem dabei geht. Ich bin Betroffene, und leider hat [...]
Man kann "Schwangerschaftsübelkeit" nicht damit vergleichen, was im Artikel beschrieben ist. "Übelkeit" ist eine sehr freundliche Umschreibung dessen, wie es einem dabei geht. Ich bin Betroffene, und leider hat meine Ärztin genau so reagiert wie Sie. Es abgetan. Ich habe während der Schwangerschaft 10 Kilo an Körpergewicht verloren, und keinen Tag der 40 Wochen Schwangerschaft verging ohne dass ich mich mehrmals täglich heftig übergeben musste. Nicht mal der Tag der Geburt lief ohne das ab, was auch mir gegenüber immer mit "das bisschen Morgenübelkeit" abgetan wurde. Vorteil: ich musste nach der Schwangerschaft nicht mit den "Schwangerschaftspfunden" kämpfen, denn ich habe 10 Kilo abgenommen währenddessen. Und: selbstverständlich kann die Klinik etwas tun: nämlich genau das, was im Artikel steht. Infusionen.
4. Lesen Sie oder nicht?!
vuvuzeele 05.12.2012
Wie es scheint, haben Sie den Artikel nicht wirklich gelesen, denn die junge Dame ist nicht im Krankenhaus, weil sie eine Herzogin ist, sondern weil sie zu einer der wenigen gehört, die an einer schweren Form der [...]
Zitat von socke86... Nur weil Sie die Herzogin ist, braucht sie sich nicht so anstellen. Klar kann das von Frau zu Frau unterschiedlich im Verlauf der Schwangerschaft und auch von den Schmerzen her sein, aber bitte... Meine Frau ist auch schwanger, hat zwar Übelkeit, aber in die Klinik muss man dafür nicht gehen. Die können dagegen jetzt auch nicht so viel tun.
Wie es scheint, haben Sie den Artikel nicht wirklich gelesen, denn die junge Dame ist nicht im Krankenhaus, weil sie eine Herzogin ist, sondern weil sie zu einer der wenigen gehört, die an einer schweren Form der Schwangerschaftsübelkeit leidet. Ich bin momentan auch schwanger und leide unter der Übelkeit erheblich, zum Glück nicht so schwerwiegend, aber es beeinträchtigt das Leben momentan enorm. Ich würde von Ihnen ein bissel mehr Verständnis erwarten, zumal sie eine an Übelkeit leidende Schwangere um sich haben. Ich würde Ihnen gerne meine Indisposition für ein paar Tage überlassen, ich wette Sie werden sich als Memme entpuppen und ins Krankenhaus wollen. Auch wenn diese stündlichen Up-dates über Käthe nerven, es ist vielleicht auch die Chance diese extreme Form der Schwangerschaftsübelkeit mehr publik zu machen und damit anderen Frauen zu helfen, die sich in einer ähnliche Situation befinden.
5. .....
Sasapi 05.12.2012
Es gibt die normale Schwangerschaftsübelkeit- die in ersten Wochen schon sehr unangenehm sein kann und, wenns dumm läuft, während der ganzen Schwangerschaft bestehen bleibt. Zumindest in Ansätzen. Dann kann die werdende Mutter [...]
Es gibt die normale Schwangerschaftsübelkeit- die in ersten Wochen schon sehr unangenehm sein kann und, wenns dumm läuft, während der ganzen Schwangerschaft bestehen bleibt. Zumindest in Ansätzen. Dann kann die werdende Mutter bestimmte, eigentlich harmlose Gerüche wie Kaffee, aber auch Räuchergeruch beim Schlachter, Käse an der Käsetheke einfach nicht mehr ertragen und muß den jeweiligen Ort des Geschehens fluchtartig verlassen. Unangenehm und lästig, aber nicht dramatisch. So extreme Schwangerschaftsübelkeit, unter der Kate anscheinend leidet, ist eher selten. Und dann bleibt wirklich gar nichts "drin", nicht mal Mineralwasser. Ein Krankenhausaufenthalt ist dann schon sinnvoll. Man(n) stelle sich einfach mal einen über Wochen dauernden Magen-Darm-Virus vor- da wünscht man sich auch irgendwann, man verstürbe auf der Stelle, wenn die Spuckerei so gar kein Ende nimmt... Obwohl mir Kate schon leid tut- kein bißchen Privatsphäre mehr. Nicht mal mehr inkognito spucken kann man... Ich weiß auch nicht, warum der Inhalt des herzöglichen Spucknapfs so wichtig ist- vielleicht hätten die Beiden auch gerne noch mit der "Veröffentlichung" der Neuigkeit ein bißchen gewartet.

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