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Gesundheit

Deutschland 2017

Leichter Rückgang bei der Geburtenzahl

2017 kamen in Deutschland weniger Kinder zur Welt als im Jahr davor. Seit 2012 war die Zahl der Geburten stetig gestiegen.

Getty Images
Freitag, 13.07.2018   15:37 Uhr

In Deutschland wurden 2017 rund 785.000 Kinder geboren, berichtet das Statistische Bundesamt. Laut den jetzt veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen ist die Zahl der Geburten damit im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. 2016 verzeichnete das Amt 792.131 in Deutschland geborene Babys. Die Zahl der Geburten sank demnach um knapp ein Prozent.

Schlüsse kann man aus Sicht der Statistiker für 2017 noch nicht ziehen, weil unter anderem noch Angaben wie etwa das Alter und Staatsangehörigkeit der Mütter fehlen. Die endgültigen und nach verschiedenen Faktoren aufgeschlüsselten Daten sollen im September vorliegen.

2016 freute sich Deutschland über einen kleinen Babyboom. Mehr Kinder kamen zuletzt 1997 mit 812.173 Geburten auf die Welt. Da die Zahl seit 2012 kontinuierlich stieg, sprachen Experten von einer Trendwende bei Geburten.

Der Geburtenrückgang 2017 sei nur minimal, sagt die Statistikerin Conradi-Freundschuh vom Statistischen Bundesamt. Sie weist auch darauf hin, dass 2016 ein Schaltjahr war - und allein deshalb rund 2000 Kinder mehr in jenem Jahr geboren wurden.

Geburten in Deutschland

Jahr geborene Kinder
2011 662.685
2012 673.544
2013 682.069
2014 714.927
2015 737.575
2016 792.131
2017 785.000 (vorläufige Zahl)

Quelle: Statistisches Bundesamt

2017 hatte das Amt außerdem berichtet, dass etwa vier von fünf Frauen Mütter werden. Dabei bestehen große regionale Unterschiede: Während etwa in den Großstädten Hamburg und Berlin 31 beziehungsweise 27 Prozent der Frauen zwischen 45 und 49 Jahren keine Kinder hatten, waren es in Bayern 20 Prozent und in Thüringen, Sachsen und Brandenburg lediglich 11 Prozent.

Deutschland befindet sich allerdings weiter im demografischen Wandel. Wie ununterbrochen seit 1972 starben auch 2017 mehr Menschen, als Kinder geboren wurden: Laut Statistik stieg die Zahl der Sterbefälle um 2,4 Prozent auf 933.000 Tote.

wbr/dpa

insgesamt 9 Beiträge
cum infamia 13.07.2018
1. Na,
... mit der Zuwanderung seit 2015 wird das alles ganz schnell wieder gut, da meist kinderreich und ohne Drang nach "Selbstverwirklichung "...
... mit der Zuwanderung seit 2015 wird das alles ganz schnell wieder gut, da meist kinderreich und ohne Drang nach "Selbstverwirklichung "...
eikofresh 13.07.2018
2. Ist doch logisch
...es sind ja auch im letzten Jahr weniger derer die noch nicht so lange hier leben angekommen und im Hinblick auf die höhere Geburtenrate dieses Personenkreises, haben wir ein paar Goldstücke weniger.
...es sind ja auch im letzten Jahr weniger derer die noch nicht so lange hier leben angekommen und im Hinblick auf die höhere Geburtenrate dieses Personenkreises, haben wir ein paar Goldstücke weniger.
Rooo 13.07.2018
3. Qualität statt Quantität wäre angebracht
Qualität statt Quantität wäre angebracht. Das gilt auch für Kinder. Wir wissen, dass bildungsferne Schichten sich häufiger fortpflanzen. Wir wissen auch, dass Bildung, soziale Schicht und anderes sehr stark vererbt, bzw. [...]
Qualität statt Quantität wäre angebracht. Das gilt auch für Kinder. Wir wissen, dass bildungsferne Schichten sich häufiger fortpflanzen. Wir wissen auch, dass Bildung, soziale Schicht und anderes sehr stark vererbt, bzw. über die Erziehung weitergegeben werden und nur schwer durch staatliche Institutionen verändert werden können. Daher die Frage: Wieso schaut man immer nur auf die Zahl der Kinder insgesamt? Das ist doch völlig unbrauchbar, um daraus Aussagen für unsere Zukunft ableiten zu können. Hier zerstört die politische Korrektheit die Suche nach den (manchmal unangenehmen) Wahrheiten und damit auch die Möglichkeiten Entwicklungen sinnvoll zu steuern. Machen Sie mal das Experiment und schauen Sie sich an, welche Leute im Alltag dadurch auffallen, Kinder, bzw. viele Kinder zu haben. Sind das die Schlauen und Schönen? Oder doch eher das Gegenteil?
quark2@mailinator.com 13.07.2018
4.
Kinder brauchen Sicherheit und Eltern wollen Sicherheit: - Sicherheit, daß es dem Kind später gut gehen wird - Sicherheit, daß das Geld reicht - Sicherheit, daß man Zeit für das Kind hat - Sicherheit, daß die Eltern sich [...]
Kinder brauchen Sicherheit und Eltern wollen Sicherheit: - Sicherheit, daß es dem Kind später gut gehen wird - Sicherheit, daß das Geld reicht - Sicherheit, daß man Zeit für das Kind hat - Sicherheit, daß die Eltern sich nicht trennen Usw. Genau das, was man seit Längerem nicht mehr wirklich hat. Weder zeigen die Regierungen ein ernsthaftes Interesse daran, den normalen Menschen Sicherheit in Familie und Beruf zu vermitteln, noch sorgen sie für ein freundliches internationales Umfeld. Vielmehr ist alles ein großes Freiluftexperiment geworden, wo jeder sehen muß, wo er bleibt. Für mich ist der Kinderwunsch ein Indikator dafür, wie gut es einem Volk geht, wie glücklich und zukunftsfreudig es ist.
aggro_aggro 13.07.2018
5. Sofort: Ausländer
Natürlich geben sofort wieder drei, vier Kommentatoren zu bedenken, dass das alles Ausländerkinder sind, oder zumindest bildungsferne Hartzerkids. Tolle Wurst. Die Statistik ist zwar noch nicht fertig, aber schon jetzt steht [...]
Natürlich geben sofort wieder drei, vier Kommentatoren zu bedenken, dass das alles Ausländerkinder sind, oder zumindest bildungsferne Hartzerkids. Tolle Wurst. Die Statistik ist zwar noch nicht fertig, aber schon jetzt steht drin, dass die ostdeutschen Bundesländer die wenigsten kinderlosen Frauen haben. Die Länder mit den wenigen Ausländern. Bei uns im Dorf und im Betrieb sind es auch reihenweise Studierte, die Kinder bekommen - Elternzeit/Elterngeld und immer bessere Ganztagsbetreuung machen es möglich. Heutzutage muss sich keine Frau in den mittleren Karrierestufen (wo 40 Wochenstunden reichen) mehr zwischen Kind(ern) und Karriere entscheiden. Und mit U2-Betreuung und Rückkehrrecht aus Teilzeit kann das noch besser werden. Nicht Kindergeld erhöhen, sondern Kindergärten und Grundschulen ausbauen! Kinder von Flüchtlingen sind übrigens an den Schulen oft Leistungsträger, die kennen Fortnite nicht und wissen die Bildungschancen in Deutschland noch zu schätzen. Ich halte auch hier die Einwanderung nicht für einen Nachteil.

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