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KarriereSPIEGEL

KfW-Studie

Frauenanteil bei Firmengründungen steigt

Entrepreneur und Mutter: Das passt offenbar für viele Frauen in Deutschland gut zusammen. Der Anteil der "Mompreneurs" ist in den vergangenen 15 Jahren gestiegen.

Getty Images

Frauen im Büro (Symbolbild)

Montag, 30.10.2017   16:22 Uhr

Insgesamt ist die Zahl der Unternehmensgründungen in den vergangenen 15 Jahren zwar dramatisch gesunken. Im vergangenen Jahr waren es nur 672.000 - so wenig wie noch nie. Doch unter denen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, sind immer mehr Frauen, wie eine Studie der KfW zeigt.

Demnach waren 40 Prozent der Firmengründer im vergangenen Jahr Frauen. Vor 15 Jahren waren es nur 34 Prozent bei 1,5 Millionen Gründungen. Ein weiteres Ergebnis der Sonderauswertung des KfW-Gründungsmonitors: Vier von zehn Gründerinnen haben minderjährige Kinder. Insgesamt 105.000 sogenannter Mompreneurs starteten 2016 eine eigene Firma und machten damit jede sechste Existenzgründung aus. Fast drei Viertel von ihnen haben sich laut KfW selbstständig gemacht, weil sie so Familie und Beruf besser vereinbaren können.

"Mütter, die gründen, haben die Familie stets im Blick, sind dabei nicht weniger ambitioniert in ihrem Unternehmertum", sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. "Sie setzen sich zwar Grenzen bei den Wochenstunden, gründen dafür häufiger mit personeller Verstärkung und wissen finanzielle Förderangebote zu nutzen." So setzen sich Mütter zum Beispiel klare Grenzen, wenn es um die Wochenarbeitszeit geht: Sogenannte Vollerwerbsgründerinnen mit Kindern arbeiten im Schnitt 36 Stunden pro Woche. Bei den kinderlosen Frauen sind es dagegen 47, bei den Männern sogar 52 Stunden.

Fast die Hälfte der "Mompreneurs"-Neugründungen entfällt auf den Dienstleistungssektor, wie Gastronomie oder häusliche Betreuung.

koe/dpa

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