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Neuseelands First Man

"Die Katze krakeelte, dann rief Donald Trump an"

Jacinda Ardern ist die jüngste Regierungschefin, die Neuseeland je hatte. Mit dem neuen Posten hat sich nicht nur ihr Leben verändert, sondern auch das ihres Freundes. Wie - das beschreibt Clarke Gayford in einem Gastbeitrag.

SPIEGEL ONLINE

Jacinda Ardern und Partner Clarke Gayford

Dienstag, 07.11.2017   15:46 Uhr

Clarke Gayford hat ein schönes Leben. Für einen neuseeländischen Fernsehsender fährt er über den Pazifik, lässt sich beim Angeln filmen und sucht nach den besten Rezepten für die Fische, die er fängt. Doch seit Kurzem ist Gayford nicht mehr nur Fernsehmoderator, sondern auch First Man von Neuseeland.

Seine Freundin Jacinda Ardern wurde vor knapp zwei Wochen als Premierministerin vereidigt. In einem Gastbeitrag für die britische Zeitung "The Guardian" hat Gayford nun beschrieben, wie sich das Leben für beide nach der Wahl verändert hat.

Anrufe von wichtigen Politikern

"Als Donald Trump anrief, schoss gerade die Katze durch die Katzenklappe, sprang auf einen Stuhl neben Jacinda und krakeelte laut. Ich versuchte, die Katze schnell in ein anderes Zimmer zu befördern. Es wurde also etwas unruhig, als der Chef der freien Welt in unser kleines Zuhause verbunden wurde", schreibt Gayford.

Das Essen

Auch Essensbestellungen sind nicht mehr so einfach wie bisher: "Jacinda hat sich Curry ins neue Haus bestellt. Das kam aber niemals an, wahrscheinlich weil die Leute im Restaurant dachten, sie mache einen Witz." Wer würde sich schon Essen ins Haus des Premierministers bestellen?

Die Wohnung

Mit dem neuen Wohnsitz steht dem Paar mehr Platz zur Verfügung: "Jacinda hat alles, was sie in ihrer kleinen Wohnung in Wellington besaß, in sechs Kartons gepackt", schreibt Gayford. Mit dem Taxi wurden die Sachen zur neuen Wohnung geliefert. "Dort haben die Kartons nur einen Teil des Schlafzimmers eingenommen."

Die Bodyguards

Neu sind auch die Bodyguards im Leben des Paares: "Es ist wirklich schwer, nicht mitzubekommen, dass deiner Lebensgefährtin auf einmal drei hübsche, durchtrainierte (und gepflegte) Männer in Anzügen folgen. Ich besitze nicht einmal einen guten Anzug", schreibt Gayford im "Guardian", schiebt aber nach, dass er sich jetzt einen bestellt habe.

Die Journalisten

Interessant seien vor allem auch die vielen Journalisten, die nun über seine Lebensgefährtin berichten, schreibt Gayford. "Ich finde es zugleich faszinierend und frustrierend, wie Journalisten die Realität in ihre eigenen Wörter übersetzen." Sie würden Ereignisse auf ihre eigene Weise interpretieren. Auch die Themensetzung sei nun überraschend. Erst neulich habe ein Freund ihm den Link zu einem Artikel einer dänischen Zeitung geschickt. Darin ging es um Gayfords Katze.

kha

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