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10.10.2011
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Frauenquote

Was wird aus den Alpha-Männern?

Von Alexander Ross

Jetzt fahren Frauen die Ellenbogen aus - und in den Vorstandsetagen wird den Männern mulmig. Die drohende Quotenregelung gefährdet eine besondere Spezies in ihrem Lebensraum zwischen Büro, Bahnabteil und Business-Lounge: die Alphatiere. Doch es gibt Überlebensstrategien für die Mega-Machos.

Sie können ihre Wettbewerber kleinhalten und die Profite groß, und nach jeder Niederlage rappeln sie sich wieder auf. Doch Diversity Management und Frauenförderung machen den harten Männern mit ihrem Management by Testosteron inzwischen ernsthaft zu schaffen. Denn der neue Stil in den Unternehmen setzt auf teamorientiertes, sozial kompetentes und wertschätzendes Verhalten. Da sind viele Alpha-Männer schlicht überfordert.

Die Anzeichen mehren sich, dass die fetten Jahre für die harten Kerls im Vorstand vorbei sein könnten. Spätestens seit der Versicherungsriese Ergo durch eine Budapester Sauna gehörig ins Schwitzen kam, sind Vögel-Feten auf Firmenkosten in Verruf. Wenn nun außerdem Führungsfrauen ihren Weg in die Vorstände finden, muss außerdem das Repertoire der Witze zur Auflockerung dröger Meetings dringend erneuert werden.

Hinzu kommen prominente Verfehlungen aus dem eigenen Lager - und da wird's teilweise kriminell. Berlusconi richtet lüstern sein Land zugrunde. Und auch wenn sich ein Vorstandsmacho nicht automatisch den Vorwurf der Vergewaltigung einhandelt, ahnt mancher bereits, dass der Fall Strauss-Kahn für Alphatiere ist, was Fukushima für die Atomkraft wurde: der Anfang vom Ende.

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Job-Exoten: Allein unter Frauen
Am 17. Oktober trifft sich Familienministerin Kristina Schröder erneut in Berlin mit den Personalvorständen der 30 großen börsennotierten Konzerne. Jedes Unternehmen will nach einem halben Jahr Vorbereitung eine individuelle Strategie präsentieren, wie der Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöht werden soll.

Erwartet werden Selbstverpflichtungen ohne Einheitsquote, deren Grundproblem Daimler-Chef Dieter Zetsche kürzlich wie folgt beschrieb: "Wenn ich höre, dass in drei, vier Jahren 40 Prozent auf den Führungsposten Frauen sein sollen, dann verraten Sie mir bitte: Wohin soll ich all die Männer aussortieren? Alle zwangsweise in Rente schicken, damit überhaupt so viele Stellen frei werden?"

Gerade die Alphatiere fragen sich also: Was wird aus mir? Doch Männer, die bisher dafür sorgten, dass das Geschäft brummt - koste es, was es wolle - geben nicht einfach auf. Sechs Strategien für Alphatiere sind bereits jetzt erkennbar und im Einsatz.

Forum

Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 116 Beiträge
1. Geschlecht
makutsov 10.10.2011
Statt Frauen, die kaum wirklich benachteiligt sind, per se zu fördern, sollte man eher auf die wirklich benachteiligten schauen: die Frauen (und Männer) mit Kindern. Die Kinder sind doch die Karrierebremse, nicht das Geschlecht!
Statt Frauen, die kaum wirklich benachteiligt sind, per se zu fördern, sollte man eher auf die wirklich benachteiligten schauen: die Frauen (und Männer) mit Kindern. Die Kinder sind doch die Karrierebremse, nicht das Geschlecht!
2. .
takeo_ischi 10.10.2011
Quoten sind nur was für Idioten. Wer wirklich befähigt und sehr leistungsbereit (was durchaus auch den Verzicht auf Familie beinhaltet) ist schafft es auch ohne. Quoten sind Abkürzungen zum Erfolg für Frauen. Leistungsträger [...]
Zitat von sysopJetzt*fahren Frauen die Ellenbogen aus - und in den Vorstandsetagen wird den Männern mulmig. Die drohende*Damenquote*gefährdet eine besondere Spezies in ihrem Lebensraum zwischen Büro, Bahnabteil und Business-Lounge: die Alphatiere.*Doch es gibt*Überlebensstrategien für die Mega-Machos. http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,790418,00.html
Quoten sind nur was für Idioten. Wer wirklich befähigt und sehr leistungsbereit (was durchaus auch den Verzicht auf Familie beinhaltet) ist schafft es auch ohne. Quoten sind Abkürzungen zum Erfolg für Frauen. Leistungsträger werden dabei diskriminiert.
3. männlicher Selbsthass ?
moderne21 10.10.2011
Der Artikel von Alexander Ross trieft ja nur so vor Hähme gegenüber Männern in Führungspositionen. Spielt da vielleicht auch Neid eine Rolle ?
Der Artikel von Alexander Ross trieft ja nur so vor Hähme gegenüber Männern in Führungspositionen. Spielt da vielleicht auch Neid eine Rolle ?
4. Um Gottes Willen
Eviathan 10.10.2011
Verschont uns endlich mit dem Geheule nach Frauenquoten. Wenn Frauen ihren Job wirklich können, dann werden sie es auch ohne Quoten nach oben schaffen. Andernfalls haben sie da nichts verloren. Sollen Frauen erstmal selber [...]
Verschont uns endlich mit dem Geheule nach Frauenquoten. Wenn Frauen ihren Job wirklich können, dann werden sie es auch ohne Quoten nach oben schaffen. Andernfalls haben sie da nichts verloren. Sollen Frauen erstmal selber Unternehmen gründen und diese groß machen, anstatt sich per Quote ins von Männern gemachte Nest setzen zu wollen.
5. Endlich
Bre-Men 10.10.2011
Wann bekommen endlich die Männer Kinder? Erst dann haben wir gleiche Chancen in dieser Welt.
Zitat von makutsovStatt Frauen, die kaum wirklich benachteiligt sind, per se zu fördern, sollte man eher auf die wirklich benachteiligten schauen: die Frauen (und Männer) mit Kindern. Die Kinder sind doch die Karrierebremse, nicht das Geschlecht!
Wann bekommen endlich die Männer Kinder? Erst dann haben wir gleiche Chancen in dieser Welt.

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