17.12.2012
KarriereSPIEGEL-Adventskalender
Ruf! Mich! An!
Darf ich im Bikini zur Arbeit gehen oder in Badehose? Ist es okay, den Kollegen mit Deo einzusprühen? Und eignet sich ein Hamster als Bürotier? Wahrscheinlich haben Sie sich diese Fragen noch nie gestellt. Beantwortet werden sie trotzdem - von Karriere-, Stil- oder Etiketteberatern. Sie geben jeden Tag alles, um anderen das Leben leichter zu machen. Und dann verstauben ihre Tipps bei uns in der Redaktion.
Schade eigentlich. Wären die Ratschläge halb so banal, wären sie doppelt so sinnvoll. Aber für einen Lacher taugen sie allemal. Wir haben die skurrilsten und pappnasigsten Tipps dieses Jahres gesammelt und im KarriereSPIEGEL-Adventskalender verstaut. Lesen Sie heute:
17. Dezember: Kein Schwein ruft mich an
So einfach lassen sich Benimmberater nicht zum Schweigen bringen
Okay, das heißt aber noch lange nicht, dass man daraus kein Problem machen könnte. Wie es Karriere- und Benimmberater schaffen, auch zu den simpelsten Routinehandlungen noch sonderbare Tipps zu verblasen, zeigt Etikette-Expertin Bettina Geißler aus Norderstedt in folgendem Beispiel:
1. Problem schaffen
"Es wird komplett unterschätzt, wie wichtig es ist, sich am Telefon korrekt zu melden", behauptet Etikette-Frau Geißler. "Man ist noch in Gedanken und nimmt den Hörer schon hoch. Der Anrufer kann dann oft nicht einmal den Namen verstehen."
2. Wichtigkeit unterstreichen
Sich am Telefon hektisch oder undeutlich zu melden, sei nicht nur unhöflich, sondern auch unklug, so Geißler. "Der erste Eindruck zählt."
3. Allerweltstipp formulieren
"Idealerweise meldet man sich mit 'Guten Tag, Name des Unternehmens, eigener Name, und zwar den vollständigen'", erklärt Geißler.
Wirklich gut, dass sie mal darüber geredet hat - an dieser Stelle möchten wir uns bei Bettina Geißler recht herzlich bedanken, fernmündlich schönen Gruß in die Hamburger Vorstadt.
- Dieser Tipp richtet sich an: Einsiedler
- Punkte auf der Ach-was-du-nicht-sagst-Skala: 10 von 10
- Wie es danach weitergeht: In diesem Fall hilft nur noch eines: Stecker herausziehen.
