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Online-Marktplatz für Selbstgemachtes

Warum Dawanda-Händler sich vor Etsy fürchten

Dawanda, der bekannteste deutsche Marktplatz für Selbstgemachtes, wird Ende August eingestellt - und viele Händler fürchten um ihre Zukunft. Wo sollen sie nun verkaufen? Bei Etsy? Sechs Verkäufer berichten.

Johannes Leitner
Aufgezeichnet von
Dienstag, 03.07.2018   12:59 Uhr

Jahrelang haben sie ihre selbst gemachten Produkte auf der deutschen Plattform Dawanda verkauft: Modedesigner, Schneider, Goldschmiede und andere Kreative aus Deutschland. Doch nun schließt das Portal zum 30. August - im vergangenen Jahr hatte es einen operativen Verlust von einer Million Euro gemacht.

150 Mitarbeiter verlieren nun ihre Jobs. Und Käufer und Verkäufer sollen zum US-Konkurrenten Etsy umziehen. Dawanda hat mit Etsy eine Vereinbarung ausgehandelt, damit alle aktuellen Angebote und auch Shop-Bewertungen auf die neue Plattform wandern.

Doch die Händler sind verunsichert, sie haben Angst, dass ihre Produkte bei Etsy untergehen könnten - schließlich kommt der US-Rivale auf 1,9 Millionen aktive Verkäufer mit 50 Millionen Produkten aus aller Welt. Dawanda hat hingegen nur 70.000 aktive Verkäufer mit vier Millionen Produkten.

Viele deutsche Kreative sind deshalb verunsichert und entsetzt vom Ende ohne Ankündigung. Hier erzählen sechs Verkäufer, was das Dawanda-Aus für sie bedeutet:

Dawanda wurde vor zwölf Jahren von Claudia Helming und Michael Pütz gegründet. Schon damals diente Etsy als Vorbild. Die beiden Plattformen sind Umschlagplätze für selbst gefertigte Produkte, Vintage und Künstlerbedarf. Etsy hat seinen Sitz in New York und ist seit drei Jahren börsennotiert.

Video: Gezielte Abzocke - Abmahn-Horror für Online-Händler

Foto: SPIEGEL TV
insgesamt 32 Beiträge
fabsel123 03.07.2018
1.
Ich kenne ein paar Leute/Künstler die in HH ansässig sind und dort verkauft haben. Interessant finde ich das auf einmal Globalisierung doch nicht mehr so toll und halb so wild ist wenn es sie selbst betrifft.
Ich kenne ein paar Leute/Künstler die in HH ansässig sind und dort verkauft haben. Interessant finde ich das auf einmal Globalisierung doch nicht mehr so toll und halb so wild ist wenn es sie selbst betrifft.
koelnrio 03.07.2018
2. Frage
Ich kenne dawanda nicht, aber haben die Betreiber nie versucht, eine europäische Plattform daraus zu machen?
Ich kenne dawanda nicht, aber haben die Betreiber nie versucht, eine europäische Plattform daraus zu machen?
einervondenen 03.07.2018
3. Selber machen.
Die Frage ist, warum Dawanda keinen Gewinn erzielen konnte. Wenn diese Plattform so wichtig ist, liegt es auf der Hand, eine verbesserte, schlankere und effizientere Version zu gründen – vielleicht als Genossenschaftsmodell. Der [...]
Die Frage ist, warum Dawanda keinen Gewinn erzielen konnte. Wenn diese Plattform so wichtig ist, liegt es auf der Hand, eine verbesserte, schlankere und effizientere Version zu gründen – vielleicht als Genossenschaftsmodell. Der Name dürfte genug Zugkraft haben.
diefreiheitdermeinung 03.07.2018
4. Dawanda?
wer bitte? Nie gehoert. Ich bin sicher nicht Masstab aber bei Ebay seit ueber 10 Jahren, bei Amazon seit deren Bestehen aber einen link zu Dawanda hat mir noch niemals eine Suchmaschine angezeigt. Etsy schon.
wer bitte? Nie gehoert. Ich bin sicher nicht Masstab aber bei Ebay seit ueber 10 Jahren, bei Amazon seit deren Bestehen aber einen link zu Dawanda hat mir noch niemals eine Suchmaschine angezeigt. Etsy schon.
uhahn 03.07.2018
5. Es gibt kein Gesetz
das es verbietet selbst eine Platform aufzubauen. Mit 70.000 potentiellen Aktionären oder besser Genossenschaftlern sollte es möglich sein ein paar IT'ler einzukaufen und dann einfach los zu legen. Ein Internetshop ist kein [...]
das es verbietet selbst eine Platform aufzubauen. Mit 70.000 potentiellen Aktionären oder besser Genossenschaftlern sollte es möglich sein ein paar IT'ler einzukaufen und dann einfach los zu legen. Ein Internetshop ist kein Hexenwerk. Auch Serverstandorte gibt es zur Genüge.

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