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KarriereSPIEGEL

Gehaltsatlas 2019

So viel verdienen Arbeitnehmer in Deutschland

Wer wie viel verdient, hängt nicht nur vom Beruf ab - sondern auch vom Bundesland. Wo Arbeitnehmer und Berufseinsteiger am besten bezahlt werden, zeigt die Deutschlandkarte.

gehalt.de/SPIEGEL ONLINE

Lohngefälle in den Bundesländern

Mittwoch, 06.02.2019   16:48 Uhr

Im Süden Deutschlands werden deutlich höhere Gehälter gezahlt als im Rest der Republik. Das ergab eine aktuelle Auswertung des Gehaltsatlas 2019, für die mehr als 490.000 Vergütungsdaten verglichen wurden.

Die höchsten Gehälter werden bundesweit in Hessen gezahlt, durchschnittlich 14,1 Prozent mehr als der Bundesdurchschnittsverdienst von 45.000 Euro. Das ist bereits seit ein paar Jahren so und liegt vor allem an der Bankenmetropole Frankfurt. Auf dem zweiten und dritten Platz kommen Baden-Württemberg und Hamburg, dicht gefolgt von Bayern.

Ganz knapp über dem Durchschnittsniveau hält sich zudem Nordrhein-Westfalen mit 45.360 Euro Gehalt.



Die verbleibenden neun Bundesländer liegen damit unter dem Bundesdurchschnitt. Am Tabellenende stehen die neuen Bundesländer. Im Osten erhalten Beschäftigte rund 23,9 Prozent weniger Gehalt als im Westen. Die Lücke ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozentpunkte gesunken.

Die Hauptstadt Berlin erreicht mit 94,5 Prozent im Vergleich zu den übrigen östlichen Bundesländern ein hohes Gehaltsniveau. Beschäftigte beziehen hier ein durchschnittliches Einkommen in Höhe von 42.525 Euro. Allerdings sind hier auch die Lebenshaltungskosten höher, sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von gehalt.de. "Die Attraktivität Berlins führt zu immer höheren Mietpreisen und einem steigenden Pendleraufkommen in der Hauptstadt."

Wer hat die Auswertung in Auftrag gegeben?
Die Auswertung kommt von dem Gehaltsportal gehalt.de, das online kostenlos Zugang zu Gehaltsdaten liefert.
Wie wurden die Daten erhoben?
Grundlage für die Berechnung bilden insgesamt 492.171 Vergütungsdaten aus dem Jahr 2018. Die Informationen beziehen die Macher über ihre Portale gehalt.de und Gehaltsvergleich.com sowie über ihre Beratungsunternehmen Compensation Partner. Die Daten werden zum einen von den Portalen selbst erhoben, zum anderen können Unternehmen die Gehälter ihrer Beschäftigten eingeben und mit dem Markt vergleichen. Alle Informationen kommen anonymisiert in die Datenbank.

Die Auswertung vergleicht zudem die Gehälter von Berufseinsteigern - und auch hier ist Hessen das attraktivste Bundesland, erneut gefolgt von Baden-Württemberg, Hamburg und Bayern. Am Tabellenende stehen wieder die neuen Bundesländer, Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern.

In Hessen erhalten Akademiker der Auswertung zufolge zum Karrierestart ein Bruttojahresgehalt von durchschnittlich 52.657 Euro. Nach ihrer Lehre verdienen junge Beschäftigte in Hessen im Schnitt 35.117 Euro. Ein Akademiker in Mecklenburg-Vorpommern bezieht in seinen ersten Berufsjahren hingegen ein Durchschnittsgehalt von 35.057 Euro, für einen Berufseinsteiger nach der Ausbildung gibt es 23.380 Euro.

Mecklenburg-Vorpommern schneidet dafür bei der Geschlechtergerechtigkeit besonders gut ab. Hier ist die sogenannte unbereinigte Entgeltlücke mit 16,4 Prozent am niedrigsten und damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent gefallen.

Den höchsten Gender Pay Gap gibt es in Baden-Württemberg, hier unterscheiden sich die Gehälter von Frauen und Männern um 26,5 Prozent.

sun/dpa-AFXP

insgesamt 94 Beiträge
Marlo 06.02.2019
1.
Durchschnittliche Gehälter errechnen sich doch so: Wenn in einer Straße 5 Personen wohnen und 4 verdienen jeweils 1.000.000 pro Jahr und ich als fünfter bekomme 50.000 ist das Durchschnittsgehalt 810.000 ? obwohl ich ja nur [...]
Durchschnittliche Gehälter errechnen sich doch so: Wenn in einer Straße 5 Personen wohnen und 4 verdienen jeweils 1.000.000 pro Jahr und ich als fünfter bekomme 50.000 ist das Durchschnittsgehalt 810.000 ? obwohl ich ja nur 50.000 verdiene oder? Bei den ganzen Einkommensmillionären wird der Durchschnitt etwas durcheinander geworfen finde ich. Umgekehrt 4 verdienen jeweils 50.000 und einer 1.000.000 macht im Schnitt 240.000? obwohl 4 von 5 nur max 50.000 verdienen. Das macht das ganze noch prägnanter
tobi.oe 06.02.2019
2. Ich kanns langsam nichtmehr hören (lesen)
Als Student und (hoffentlich) in naher Zukunft Berufseinsteiger bin ich natürlich hoch interessiert an solchen Artikeln. Aber muss man jedes Mal den UNBEREINIGTEN Gender Paygap betonen??? Dass dieser offensichtlich in den [...]
Als Student und (hoffentlich) in naher Zukunft Berufseinsteiger bin ich natürlich hoch interessiert an solchen Artikeln. Aber muss man jedes Mal den UNBEREINIGTEN Gender Paygap betonen??? Dass dieser offensichtlich in den "reichen" Regionen deutlich höher als in den "armen" ist, sollte ja mittlerweile auch dem letzten Aufgefallen sein! Für diejenigen, die den Zusammenhang nicht sehen... wenn ein Partner viel verdient, kann der andere weniger arbeiten (und damit weniger verdienen) und in den Regionen von Daimler, BMW, Bosch, Siemens, SAP, Porsche... sind es nunmal meist die männlichen Partner, die mehr verdienen (und nein, das liegt nicht an den Unternehmen, die müssen die einstellen, die von den Unis kommen... und wer schonmal in einer MINT Vorlesung saß weiß, wovon ich rede) btw: Hier in Stuttgart (und auch die Kollegen in München und Frankfurt) wünschten, man müsste die "horrenden Berliner Lebenshaltungskosten" bezahlen...
Rhinkiekerrees@gmail.com 06.02.2019
3. Unrealistisch
Wie man zu solchen Einkommen kommt das frage ich mich. Werin Era 2 bis 9 arbeitet der kommt bei weitem mit seinem Gehalt nicht an diese Summen heran. Fdiese Kollegen ist es schon bitter wenn der Spritpreise steigt, die Mieten [...]
Wie man zu solchen Einkommen kommt das frage ich mich. Werin Era 2 bis 9 arbeitet der kommt bei weitem mit seinem Gehalt nicht an diese Summen heran. Fdiese Kollegen ist es schon bitter wenn der Spritpreise steigt, die Mieten usw. Fragt mal die Kollegen im Handwerk
Palmstroem 06.02.2019
4. Der Staat langt kräftig in die Tasche
"Die höchsten Gehälter werden bundesweit in Hessen gezahlt, durchschnittlich 14,1 Prozent mehr als der Bundesdurchschnittsverdienst von 45.000 Euro." Davon könnte man gut leben, würde einem der Staat davon nicht [...]
"Die höchsten Gehälter werden bundesweit in Hessen gezahlt, durchschnittlich 14,1 Prozent mehr als der Bundesdurchschnittsverdienst von 45.000 Euro." Davon könnte man gut leben, würde einem der Staat davon nicht 17.500 Euro abknüpfen.
5Minute 06.02.2019
5. Einkommensteuer
Die Einkommensteuertabellen sind für alle gleich. Wo höhere Einkommen erziehlt werden herrschen auch höhere Lebenshaltungskosten. D.h. die Arbeiter in den Bundesländern die mehr verdienen zahlen nicht nur absolut sondern auch [...]
Die Einkommensteuertabellen sind für alle gleich. Wo höhere Einkommen erziehlt werden herrschen auch höhere Lebenshaltungskosten. D.h. die Arbeiter in den Bundesländern die mehr verdienen zahlen nicht nur absolut sondern auch prozentual mehr Steuern. Will sagen das hohe Einkommen muss nicht nur gut sein, wenn die Lebenshaltung z.B. in gleichem Maße teurer ist hat man ev. sogar wegen der Steuer einen Nachteil. Kein Wunder gehen manche aus dem reichen Süden wieder weg, da z.B. ein Eigenheim für junge nicht machbar erscheint, in „ärmeren“ Bundesländern aber doch.

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