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Karneval im Job

Konfetti, Bützje - Abmahnung?

Helau und Alaaf, auch wenn man arbeiten muss - das kann schiefgehen. Es sei denn, der Chef ist selbst jeck. Das müssen Sie beachten, um sich keinen Ärger einzuschunkeln.

DPA

Heute mal nicht korrekt in der Buchhaltung: Karnevalisten in Köln

Donnerstag, 08.02.2018   11:31 Uhr

Beim Karneval geht's rund. Und wer an den tollen Tagen arbeiten muss, will am liebsten seinen Arbeitsplatz in eine Karnevalshochburg verwandeln. Doch das kann schnell für Ärger sorgen. Was also sollten Sie beachten?

Ganz grundsätzlich: Es gibt kein Recht auf Konfetti. Selbst in den klassischen Narrenregionen Deutschlands sind die Karnevalstage keine gesetzlichen Feiertage. Frei hat damit nur, wer Urlaubstage hergibt. Und wer rechtzeitig plant. Denn gibt es mehrere Jecken in einer Abteilung, dann werden die Vorgesetzten womöglich nicht allen den Urlaub genehmigen können. Wer noch in der Probezeit ist, hat ohnehin keinen Anspruch darauf, überhaupt in den ersten Monaten freizunehmen.

Viele Vorgesetzte feiern allerdings selbst gern mit Helau. In Mainz oder Köln geben deshalb viele Firmen der kompletten Belegschaft bis Aschermittwoch frei. Sie dürfen das frei entscheiden, da kann nicht mal der Betriebsrat dazwischenfunken - die meisten Betriebsräte dürften das auch nicht wollen.

Passiert das in drei aufeinanderfolgenden Jahren, spricht man von einer betrieblichen Übung, das heißt, die Mitarbeiter dürfen davon ausgehen, dass es immer so ist. Wollen sie die freien Narrentage wieder streichen, brauchen die Firmen die Zustimmung ihrer Arbeitnehmer. Außer, sie haben in den Jahren zuvor immer deutlich darauf hingewiesen, dass sie sich mit diesem einen freien Rosenmontag zu keinem weiteren verpflichtet sehen.

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Wer so oder so keinen Urlaub bekommt, sollte das mit Fassung tragen. Vor ein paar Jahren drohte ein verhinderter Narr in dieser Situation, dann eben krank zu feiern. Und wurde fristlos gekündigt. Völlig zu Recht, wie die Gerichte später entschieden.

Besser ist, man gestaltet sich die Arbeit dann so jeck wie möglich. Allerdings nach geltenden Regeln:

Die meisten Punkte hängen außerdem stark von der Kultur in der jeweiligen Firma ab. Und wenn das Arbeitsklima gut ist, wird sich alles schnell klären lassen. Bei Verstößen sollte dennoch klar sein: Hier kann ein Arbeitgeber auch Abmahnungen aussprechen, mit ernsten und wiederholten Verstößen setzt man sogar den Job aufs Spiel.

mamk

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