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Rat vom Jobcoach

Daran erkennen Sie, dass Ihnen eine Kündigung droht

Ein Abteilungsleiter wird plötzlich in wichtige Entscheidungen nicht mehr eingebunden - muss er deshalb um seinen Posten bangen? Acht sichere Anzeichen für einen baldigen Jobverlust.

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Eine Kolumne von
Mittwoch, 14.03.2018   16:16 Uhr

Werner, 48 Jahre, fragt:

Ich bin seit sechs Jahren Abteilungsleiter in einem Produktionsbetrieb. Bisher wurde ich in wichtige Entscheidungen immer eingebunden. Unser neuer Geschäftsführer agiert jedoch völlig anders: Seit einigen Monaten habe ich das Gefühl, meine Meinung zählt nicht mehr. Entscheidungen werden gegen meine Empfehlung getroffen oder ich werde gar nicht erst gefragt. Einem Kollegen ging es ähnlich. Nun wurde ihm recht überraschend ein Aufhebungsvertrag angeboten. Woran kann ich erkennen, dass auch meine Zeit abläuft, sodass es mir nicht ähnlich ergeht?

Zum Autor

Lieber Werner,

Sie spüren bereits, dass irgendetwas nicht stimmt. Das nachlassende Interesse an Ihrer Meinung ist ein erstes Indiz dafür. Dies sollten Sie genau beobachten, insbesondere, wenn Ihr Chef und andere Mitglieder des höheren Managements zusätzlich vermehrt den direkten Kontakt zu Ihren Mitarbeitern suchen und Sie übergehen.

Möglicherweise hat Ihr neuer Geschäftsführer in seiner Einarbeitungsphase ein negatives Bild von Ihnen entwickelt. So etwas verläuft oft schleichend, und häufig gibt es dafür keinen eindeutigen Auslöser.

Herrscht in Ihrem Unternehmen eine offene Feedbackkultur? Falls nicht, sollten Sie besonders aufmerksam für weitere subtile Anzeichen sein, dass man sie loswerden möchte. Solche Anzeichen können sein:

Verallgemeinern kann man diese Liste nicht, denn jedes Unternehmen agiert anders und einzelne Symptome müssen noch gar nichts bedeuten. Sollten Sie jedoch mehrere dieser Punkte in Ihrem Arbeitsalltag erleben, kann es nicht schaden, ein Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten zu suchen.

In meiner Beratungserfahrung ist es nur selten von Erfolg gekrönt, als Führungskraft im mittleren Management um seinen Verbleib in der Position zu kämpfen, wenn man sich bereits auf Sie "eingeschossen" hat. Sie laufen Gefahr, zu verbrennen.

Meistens ist es langfristig klüger, sich neu zu orientieren. Aktualisieren Sie Ihre Bewerbungsunterlagen und Ihre Profile in den Business-Netzwerken im Internet. Frischen Sie Ihre beruflichen Kontakte auf und beobachten Sie den Stellenmarkt. Sie können auch proaktiv Kontakt zu Headhuntern aufnehmen und sich ins Gespräch bringen.

Auf diese Weise behalten Sie das Heft des Handelns in der Hand und werden nicht unvorbereitet von einem Trennungsgespräch überrascht.

insgesamt 18 Beiträge
kommunikation-ist-alles 14.03.2018
1. Acht Anzeichen
Echt jetzt, wieder was gelernt. Die müssen unbedingt auf meine Todo Liste, sonst könnte ich noch was verpassen. IRONIE AUS! Das typische Klischee der Kapitalisten, auch wenn es nicht schön ist, aber das ist Altag in den [...]
Echt jetzt, wieder was gelernt. Die müssen unbedingt auf meine Todo Liste, sonst könnte ich noch was verpassen. IRONIE AUS! Das typische Klischee der Kapitalisten, auch wenn es nicht schön ist, aber das ist Altag in den Betrieben, gerade wenn es einen Wechsel in der Geschäftsführung gibt. Das ist auch nicht ungewöhnlich, dass sich der neue GF von den alten Abteilungsleitern etc. abwendet. In der Regel will er eben nicht die alten Spechellecker vor sich haben.
dekorte 14.03.2018
2. Aha
Gute Tips. Aber bei dem gradezu ruinösen Fachkräftemangel, wo den Unternehmen schon heute Billarden an Umsatz verloren gehen, sollten Abteilungsleiter cool damit umgehen können.
Gute Tips. Aber bei dem gradezu ruinösen Fachkräftemangel, wo den Unternehmen schon heute Billarden an Umsatz verloren gehen, sollten Abteilungsleiter cool damit umgehen können.
Sibylle1969 14.03.2018
3.
Dumm nur, wenn der Betroffene in so einer Situation Mitte 50 und seit 15 Jahren im Unternehmen ist. Aber dann wird es zumindest teuer für die Firma... Schade, dass der Artikel das Kämpfen um den Job als aussichtslos ansieht und [...]
Dumm nur, wenn der Betroffene in so einer Situation Mitte 50 und seit 15 Jahren im Unternehmen ist. Aber dann wird es zumindest teuer für die Firma... Schade, dass der Artikel das Kämpfen um den Job als aussichtslos ansieht und hier wirklich keine Hilfe bietet. Auf den Tipp, sich einen neuen Job zu suchen, hätte man auch selbst kommen können, ist aber nicht hilfreich, wenn man in der o.g. Situation ist.
droptableall 14.03.2018
4. wozu
Gibt es eigentlich einen Kündigungsschutz in unseren Gesetzen?
Gibt es eigentlich einen Kündigungsschutz in unseren Gesetzen?
smartphone 14.03.2018
5. Zu trivial und Klischeehaft
Also , es ist nicht erst heute üblich, dass vom Bewerber "unternehmerhaftes" Arbeitsverhalten gewünscht wird. Und defactro wäre zB ich im grunde ja keine 5 Tage nach Jobantritt quasi "gefeuert" worden ;-) [...]
Also , es ist nicht erst heute üblich, dass vom Bewerber "unternehmerhaftes" Arbeitsverhalten gewünscht wird. Und defactro wäre zB ich im grunde ja keine 5 Tage nach Jobantritt quasi "gefeuert" worden ;-) ... Es gibt leider zuviele Chefs , die schlicht teamunfähig sind udn auch gewisse Wahrheiten nict vertragen. Besonders krass ist es , wenn zB Leute in der Firma gehen sollen, die eigentlich wichtig sind ( aber unauffällig) und wenn so einer sagt, wenn die Dich auch noch feuern , könnens closen ....... Aber genau das passiert ....Viele Chefidioten sägen sich Ihren eigenen Stuhl ab - und merken es nichtmal . Gewollte derartgieren , wie es bei zB Siemens udn co ja Standard ist ..... Ruiniöser Fachkräftemangel - welche gehen Sie mal in Fachforen ....die OEM stellen kaum welche ( MINT ) ein ( als auch keine Uniabsolvis ) ..... Achja und dies. "echte" Fachkräfte sind eher >45 , aber die sind ja zu alt ,von 50ern ganz zu schweigen --- also Ruinös kann hier auch als suizidprogrammierte HR gesehen werden. Denn wer wg Alter genau die aussortiert , die man braucht... soolte btw mal überlegen wo die Firma in 5 jahren steht und er selbst auch ...denn der eigene Zeiger endet ja bei diesem Denkmodus weit vor der Grundrente,...

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