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KarriereSPIEGEL

Umfrage zu Arbeitswegen

Ab 40 Minuten nervt das Pendeln so richtig

Langes Pendeln kann anstrengen. Eine Umfrage zeigt nun, ab welcher Dauer der Arbeitsweg die Pendler stresst - und woran das Homeoffice scheitert.

DPA

A3 bei Regensburg: Ab 40 Minuten wird das Pendeln stressig

Von
Freitag, 12.10.2018   04:56 Uhr

Drei Viertel aller Menschen, die täglich 40 Minuten oder länger zu ihrem Job pendeln, sind von ihrem Arbeitsweg genervt. Sind sie zwischen 20 und 40 Minuten unterwegs, lässt sich nur jeder Dritte von der Pendelei stressen.

Das geht aus einer Sonderauswertung zum "Glücksatlas 2018" hervor, einer Studie, die der Sozialökonom Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg im Auftrag der Deutschen Post erstellte.

Über die vergangenen Jahrzehnte ist die Zahl der Pendler immer weiter gestiegen. Mehr als jeder vierte Erwerbstätige braucht heute länger als eine halbe Stunde zur Arbeit. Auf ein Arbeitsleben gerechnet macht das mehr als ein Jahr Pendelei.

Mehr als jeder zweite Berufspendler, der länger als 40 Minuten unterwegs ist, sagte, dass sich der lange Arbeitsweg negativ auf seine Lebensqualität auswirke. Bei kürzeren Reisezeiten fand das weniger als ein Drittel der Befragten.

Der "Glücksatlas", der jährlich die Lebenszufriedenheit der Menschen in Deutschland abfragt, basiert auf Daten des Instituts für Demoskopie Allensbach unter mehr als 5000 Deutschen und Informationen aus dem sogenannten Sozio-oekonomischen Panel (SOEP), einer Langzeitbefragung deutscher Haushalte.

Für das diesjährige Schwerpunktthema "Arbeit und Mobilität" ging das Bonner Meinungsforschungsinstitut dimap der Frage nach, wie sich Arbeitswege auf das Lebensglück auswirken.

Abhilfe gegen den Pendelstress könnte das Homeoffice schaffen. Der Studie zufolge arbeitet jeder vierte Erwerbstätige zumindest ab und zu mobil von daheim. Drei Viertel davon schätzten die entspannte Arbeitsatmosphäre, zwei Drittel fühlten sich produktiver und mehr als acht von zehn fanden, dass der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen trotz der räumlichen Distanz gut funktioniere.

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Wer gar nicht im Homeoffice arbeitet, macht dafür relativ selten seine Vorgesetzten verantwortlich. Nur jeder Dritte gab an, dass sein Arbeitgeber mit der Arbeit zu Hause nicht einverstanden sei. Sieben von zehn nannten hingegen als Grund, dass sie Beruf und Privatleben klar getrennt halten möchten.

lov

insgesamt 124 Beiträge
C.Kleinermann 12.10.2018
1. Comovee
Einfach gemeinsam zur Arbeit pendeln, denn geteiltes Leid ist bekanntlich ja halbes Leid.
Einfach gemeinsam zur Arbeit pendeln, denn geteiltes Leid ist bekanntlich ja halbes Leid.
Meckerameise 12.10.2018
2.
Ich habe für einen Unterauftrag auch mal die Gelegenheit gehabt, für zwei Monate am Stück Homeoffice zu betreiben. Es bedeutete für mich Mehrstunden, die aber viele Vorteile aufwiesen. Mein Pendelweg mit dem ÖPNV pro Tag [...]
Ich habe für einen Unterauftrag auch mal die Gelegenheit gehabt, für zwei Monate am Stück Homeoffice zu betreiben. Es bedeutete für mich Mehrstunden, die aber viele Vorteile aufwiesen. Mein Pendelweg mit dem ÖPNV pro Tag liegt, wenn alles klappt, bei ca. 150 Minuten, liege damit wohl über dem Durchschnitt und mit dem Pkw wäre es noch schlimmer. Da mein Homeofficeaplatz ja nur wenig Schritte entfernt war, hatte ich pro Tag zwei Stunden mehr Schlaf, hätte aber meine Arbeitszeit komplett frei gestalten können, da ich nur eine Deadline hatte. Darüber hinaus habe ich dem Verkehr sogar meine Plätze freigegeben und konnte zudem meinen persönlichen ökologischen Fußabdruck kleiner halten. Aber wie schon gesagt, muss man die Nachteile und Herausforderungen bedenken: kein persönlicher sozialer Kontakt, mehr Selbstdisziplin, weil man sich leichter ablenken kann und leider kann bei Weitem nicht jeder seine Aufgaben überall erledigen, zumal das korrekteste Homeoffice ein eigener Raum ist und wenn man sich die Wohnlage ansieht, ist ein separater Raum Luxus, den man vor und nach der aktuellen Tätigkeit auch haben muss und dann auch nicht von der Steuer abgesetzt werden kann. Den Nachteil mit den Kontakten habe ich zumindest so gelöst, dass ich einmal die Woche zur Arbeit fuhr und dort gearbeitet habe. Jeder, der die Möglichkeit hat, sollte das Pro und Contra durchgehen und wenn man kann, sollte man das wirklich beim AG vortragen. Die meisten schenken ihm ja schon produktiv ein Drittel des Tages ohne Überstunden und Pendelzeiten. Wenn schon über 25% einen Weg von mind. 1 Stunde haben, könnte man dort sehr viele Stunden rausholen und der persönlichen Lebensqualität zuführen.
jhea 12.10.2018
3. Mein Mitleid hält sich in Grenzen
Ich selbst pendele ca 45 Minuten täglich. Warum? Weil ich es will. ich könnt auch nur 10 Minuten pendeln, indem ich näher zu meinem Arbeitsplatz ziehe - so wie es jeder andere auch könnte. Daher hält sich mein Mitleid in [...]
Ich selbst pendele ca 45 Minuten täglich. Warum? Weil ich es will. ich könnt auch nur 10 Minuten pendeln, indem ich näher zu meinem Arbeitsplatz ziehe - so wie es jeder andere auch könnte. Daher hält sich mein Mitleid in Grenzen, besonders dann wenn das Pendeln angeblich nur mit dem Auto klapp. Es ist jedermanns persönliches Pech wenn er meint mitten auf dem Land zu leben wo man nur 3 Apfelbäume hingestellt hat statt eines Bahnhofes oder einer Bushaltestelle.
Flying Rain 12.10.2018
4. Hmm
Hm ich denke die Art des Verkehrs ist auch sehr entscheident. Ob ich mich nun 40 Minuten dem Kampf über zB die Münchner Ostumfahrung antuen muss oder 40 Minuten ohne Verkehr über Landstraßen gleite...
Hm ich denke die Art des Verkehrs ist auch sehr entscheident. Ob ich mich nun 40 Minuten dem Kampf über zB die Münchner Ostumfahrung antuen muss oder 40 Minuten ohne Verkehr über Landstraßen gleite...
spon-1262956449612 12.10.2018
5.
In meinem Home Office bin ich der Minister! ;-)
In meinem Home Office bin ich der Minister! ;-)
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