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KarriereSPIEGEL

Umfrage

Die meisten Arbeitnehmer bereuen ihren Ausbildungsweg

Hinterher ist man immer schlauer - das gilt auch für den Weg ins Berufsleben: Nur zwei von fünf Arbeitnehmern würden rückblickend in Studium und Ausbildung nichts anders machen.

DPA

Ausbildung zum Mechatroniker - oder doch lieber was mit Kindern?

Donnerstag, 07.12.2017   12:20 Uhr

Fast 60 Prozent aller Arbeitnehmern in Deutschland sind nicht zufrieden mit der Wahl ihrer Ausbildung oder ihres Studiums. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Online-Lernplattform Udemy.

Jeder Dritte würde demnach ein anderes Fach studieren oder eine andere Ausbildung absolvieren. Gut jeder Vierte würde einen ganz anderen Weg einschlagen - also studieren (23 Prozent), beziehungsweise eine Berufsausbildung machen (vier Prozent).

Grundsätzlich fühlen sich 69 Prozent der Arbeitnehmer durch Studium und Ausbildung aber gut auf ihren Job vorbereitet. Drei Viertel fühlen sich grundsätzlich ausreichend qualifiziert für ihre berufliche Tätigkeit.

Über die Kollegen und Mitbürger fällt das Urteil dagegen nicht ganz so gnädig aus: Nur gut die Hälfte der Umfrageteilnehmer (56 Prozent) hält das Qualifikationsniveau aller Arbeitnehmer in Deutschland für hoch oder sehr hoch.

Forsa hatte Ende September und Anfang Oktober rund tausend Vollzeitarbeitnehmer in Deutschland befragt.

lov/dpa

insgesamt 29 Beiträge
RobMcKenna 07.12.2017
1.
Wie sagt ein Kollegen so schön? "Intelligenz beginnt bei der Berufswahl" - scheint 'was 'dran zu sein, an dem Spruch. :-) Wenn die Umfrage tatsächlich repräsentativ war, gehöre ich wohl zu einer glücklichen [...]
Wie sagt ein Kollegen so schön? "Intelligenz beginnt bei der Berufswahl" - scheint 'was 'dran zu sein, an dem Spruch. :-) Wenn die Umfrage tatsächlich repräsentativ war, gehöre ich wohl zu einer glücklichen Minderheit. Denn bislang würde ich mein bisheriges Ausbildungs- und Berufsleben wieder genau so wählen.
Sibylle1969 07.12.2017
2.
Ich habe Mathematik studiert und arbeite in der Softwarebranche. Ich bereue weder mein Studienfach noch meine Berufswahl, allerdings wäre es im Nachhinein sinnvoller gewesen, Informatik statt Mathematik zu studieren, denn dann [...]
Ich habe Mathematik studiert und arbeite in der Softwarebranche. Ich bereue weder mein Studienfach noch meine Berufswahl, allerdings wäre es im Nachhinein sinnvoller gewesen, Informatik statt Mathematik zu studieren, denn dann wäre der Praxisschock vielleicht nicht so heftig ausgefallen.
bernie_witzbold 07.12.2017
3. Wenn ich noch einmal auf die Welt komme...
...werde ich wieder Sprach-und Literaturwissenschaft studieren. Vielleicht bekomme ich im zweiten Anlauf ja danach sogar eine passende Stelle. Falls nicht, ist es auch nicht schlimm. Dann mache ich wieder eine Umschulung zum [...]
...werde ich wieder Sprach-und Literaturwissenschaft studieren. Vielleicht bekomme ich im zweiten Anlauf ja danach sogar eine passende Stelle. Falls nicht, ist es auch nicht schlimm. Dann mache ich wieder eine Umschulung zum IT-Fachman. Das hat sich bewährt. Und dass ich das auch hingekriegt habe, hat mich immer stolz gemacht. Man kann durchaus Geisteswissenschaftler sein, ohne deshalb ein Idiot sein zu müssen (frei nach Schopenhauer).
ansv 07.12.2017
4.
Die Zahlen allein sagen so gar nichts aus. Wie viele der Befragten hatten denn gar keine Ausbildung und würden heute lieber eine machen? Wie viele würden aus heutiger Sicht einen Beruf erlernen, der ihnen zum Zeitpunkt der [...]
Die Zahlen allein sagen so gar nichts aus. Wie viele der Befragten hatten denn gar keine Ausbildung und würden heute lieber eine machen? Wie viele würden aus heutiger Sicht einen Beruf erlernen, der ihnen zum Zeitpunkt der Entscheidung noch gar nicht bekannt oder der ihnen zu exotisch war? Welche Altersgruppen wurden befragt (wenn die Kinder aus dem Haus sind, betrachtet man seinen Beruf anders als zur Versorgerzeit), arbeiten die Befragten im erlernten Beruf oder sind sie längst woanders gelandet?
krause.bettina 07.12.2017
5.
Ich habe mich in verschiedene Richtungen 'ausgelebt' (klassische kaufmännische Ausbildung, Fremdsprachenschule und Weiterbildung zur Fachwirtin Personalwesen) und bin mit diesem Spektrum ganz zufrieden. Stünde ich heute vor der [...]
Ich habe mich in verschiedene Richtungen 'ausgelebt' (klassische kaufmännische Ausbildung, Fremdsprachenschule und Weiterbildung zur Fachwirtin Personalwesen) und bin mit diesem Spektrum ganz zufrieden. Stünde ich heute vor der Entscheidung, würde ich wohl ein Duales Studium wählen, um auch die akademische Erfahrung zu machen.

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