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Konservativer Kommentator nach Nazi-Tweet gefeuert

Er twitterte "Sieg Heil" an einen liberalen politischen Aktivisten: Der US-Nachrichtensender CNN hat sich von Kommentator Jeffrey Lord getrennt. Der fühlt sich missverstanden.

AP

Jeffrey Lord

Freitag, 11.08.2017   11:07 Uhr

Der Nachrichtensender CNN hat sich nach einem Tweet von seinem konservativen Kommentator Jeffrey Lord getrennt. Laut einer am Donnerstag verbreiteten Stellungnahme des Senders seien "Nazi-Grüße unvertretbar". Und weiter: "Jeffrey Lord ist nicht mehr bei uns."

Wie die "New York Times" berichtete, hatte der Trump-Unterstützer Lord als Antwort an den liberalen politischen Aktivisten Angelo Carusone die Worte "Sieg Heil" geschrieben. Der Tweet wurde später gelöscht. Carusone, der der liberalen Interessenvertretung Media Matters for America vorsteht, hatte sich in den letzten Tagen bereits mehrfach mit Lord in den sozialen Medien gestritten. Während die Lobbygruppe CNN dafür kritisierte, Lord angestellt zu haben, bezeichnete Lord die Medienaktivisten als "Faschisten".

Auf Nachfrage der "New York Times" sagte Lord, er habe sich über Carusone lustig machen wollen. "Ich verhöhne Leute, die Einschüchterungstaktiken im Stil von Faschisten und Nazis nutzen, um Leute loszuwerden - und ich bin derjenige, der gefeuert wird." Zur Bekanntgabe seiner Entlassung reagierte er erneut auf Twitter:

Jeffrey Lord, der Donald Trump im Wahlkampf und danach unermüdlich unterstützt hat, war bereits für die Reagan-Regierung tätig und gehörte zu den bekanntesten Kommentatoren von CNN. Dort war er seit August 2015 beschäftigt.

bsc/dpa

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