24.04.2012
Axel Springer und "taz"-Chefin Pohl
Einerseits - gleichwohl
taz-Chefredakteurin Ines Pohl: "Festen, positiven Platz in den Geschichtsbüchern verdient"
Berlin/Hamburg - Am Mittwoch kommender Woche wäre Axel Springer 100 Jahre alt geworden. Nun hat die Chefredakteurin der linken "tageszeitung", Ines Pohl, ihre Sicht auf den Verleger offenbart - und zeigt sich dabei überraschend ambivalent.
"Auf der einen Seite hat er sich in der Tat um die Aussöhnung mit den Juden nach dem Holocaust sehr verdient gemacht. Dafür hat er auch einen festen, positiven Platz in den deutschen Geschichtsbüchern verdient. Gleichwohl hat er zugelassen, mit seiner großen Geldmaschine 'Bild'-Zeitung über Jahrzehnte Geld auf eine Art und Weise zu verdienen, die die ethischen Grundsätze von Journalismus tagtäglich verraten hat."
Das müsse man auch kritisieren - "in aller gebotenen Härte".
fdi/dapd