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13.12.2012
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Comic-Adventskalender

Die vier fetten Reiter der Apokalypse

Melanie Schober

Weihnachten ist doch kein Weltuntergang: Auch wenn laut Maya-Kalender am 21.12. das Ende unseres Planeten naht, ist SPIEGEL ONLINE optimistisch und veröffentlicht bis zum 24. Dezember täglich einen neuen Advents-Comic. Einige der besten deutschen Zeichner sind dabei. Diesmal: Melanie Schober.

Am Ende steht die böse Zukunft. Die Städte sind in Reviere aufgeteilt, die von verschiedenen Gangs beherrscht werden. Hier die Weißen, dort die Schwarzen, da die Asiaten. Abgrenzung bestimmt das Leben. Auch das der Schüler, die sich im Gefüge der kriminellen Banden einordnen müssen oder draufgehen.

"Personal Paradise" nennt Melanie Schober sarkastisch ihre Manga-Serie, von der aktuell fünf Bände vorliegen. Ein Paradies ist es vor allem für die 1985 geborene Österreicherin selbst, die sich mit der Serie ihren Berufswunsch Mangaka erfüllt und seitdem unter anderem für die Zeitschrift "Mare" gezeichnet hat.

Trotz der sozialen Apokalypse steckt einiges an naiver Romantik in "Personal Paradise". Ursprünglich sollte die Serie im Mittelalter spielen. Dass daraus dann die Trostlosigkeit deutscher Großstädte, erst recht nach einem nicht näher rekapitulierten Dritten Weltkrieg steht, sorgt für einen reizvollen Kontrast. Weil Reste des Urkonzepts immer noch hier und da durchschimmern. Etwa wenn in den Dialogen auf Vampire und Ritter angespielt wird.

Dennoch ist die Serie in ihrer Ausführung weder mittelalterlich noch naiv. Voll ausgereifte, individuell ausgeprägte Figuren halten eine Handlung in Gang, die auf klischeehafte Lösungen verzichtet.

Grafisch ist die "Personal Paradise" sowieso über alle Zweifel erhaben. Das belegt auch Melanie Schobers Bild von den vier fetten Reitern der Apokalypse, das sie exklusiv für SPIEGEL-Online gezeichnet hat.

Webseite: melanie-schober.at

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insgesamt 2 Beiträge
1. Aus dem Zusammenhang gerissen und falsch zitiert
cascada 13.12.2012
Dieser Artikel gehört eher in die Rubrik "Aus dem Zusammenhang gerissen und falsch zitiert": Der Maya-Kalender behandelt in seiner Mythologie nicht das Ende der Welt sondern die Wiederkehr des Gottes Bolon Yokte.
Zitat von sysopAuch wenn laut Maya-Kalender am 21.12. das Ende unseres Planeten nahtMelanie Schober mit "Personal Paradise" im Comic-Adventskalander 2012 - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/melanie-schober-mit-personal-paradise-im-comic-adventskalander-2012-a-872216.html)
Dieser Artikel gehört eher in die Rubrik "Aus dem Zusammenhang gerissen und falsch zitiert": Der Maya-Kalender behandelt in seiner Mythologie nicht das Ende der Welt sondern die Wiederkehr des Gottes Bolon Yokte.
2. Alles 1/2 so wild
artusdanielhoerfeld 13.12.2012
Ich kann Sie beruhigen: In ein paar Tagen geht weder die Welt unter, noch haben wir die Wiederkehr eines göttlichen Herrn Yokte zu erwarten. Da dreihundert Jahre des Frühmittelalters eine reine Erfindung der katholischen [...]
Zitat von cascadaDer Maya-Kalender behandelt in seiner Mythologie nicht das Ende der Welt sondern die Wiederkehr des Gottes Bolon Yokte.
Ich kann Sie beruhigen: In ein paar Tagen geht weder die Welt unter, noch haben wir die Wiederkehr eines göttlichen Herrn Yokte zu erwarten. Da dreihundert Jahre des Frühmittelalters eine reine Erfindung der katholischen Kirche sind, befinden wir uns tatsächlich erst im Jahr 1712. Bis zur Apokalypse ist also noch reichlich Zeit.

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