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Kultur

"Financial Times Deutschland"-Auktion

Redaktionsschätze sind weg

Der Champagner zur Erstausgabe und die Auftragsarbeit von Karl Lagerfeld: Für einen guten Zweck hat die Redaktion der kürzlich eingestellten "Financial Times Deutschland" Unikate bei Ebay versteigert. Die Auktion brachte fast 42.000 Euro ein - der Verlag will die Summe aufstocken.

Diese Auktion ist beendet: Bitte keine Gebote mehr für die "FTD"-Schätze abgeben

Dienstag, 11.12.2012   15:37 Uhr

Hamburg - Die "Financial Times Deutschland" lebt weiter - zumindest in den Erinnerungsstücken, die die Ex-Redaktion in den vergangenen Wochen unters Volk gebracht hatte. Bis Sonntagabend konnte man auf Ebay sein Gebot abgeben für ein Andenken an die Hamburger Wirtschaftszeitung, die am 7. Dezember zum letzten Mal gedruckt worden war. Offenbar wollten viele eine Devotionalie erwerben. Wie die Redaktion jetzt bekanntgab, kamen bei der Auktion insgesamt 41.640,56 Euro zusammen.

Spitzenreiter unter den Versteigerungsgegenständen war eine unveröffentlichte Originalzeichnung von Karl Lagerfeld, für die ein Sammler 11.700 Euro zahlte. Der Modezar hatte das Werk exklusiv für einen "FTD"-Beitrag zum 50. Jubiläum des Elysée-Vertrags erstellt, es sollte die deutsch-französische Freundschaft illustrieren. Deutlich abgehängt auf dem zweiten Platz landete eine auf Leinwand gezogene Fotografie, die mit drei Meter Länge und zwei Meter Höhe die vermutlich größte Seite der "Financial Times Deutschland" darstellte. Für das Bild wurden 1910 Euro gespendet. Den dritthöchsten Erlös erzielte mit 1810 Euro eine von den Chefredakteuren unterschriebene Geschenkbox, in der die Erstausgabe der Zeitung vom 21. Februar 2000 enthalten war.

"Mit diesem Erfolg haben wir offen gesagt nicht gerechnet", schrieben die ehemaligen Mitarbeiter der "FTD" zum Ausgang der Ebay-Auktion auf ihrer Homepage. Der Erlös soll an die Organisation "Reporter ohne Grenzen" fließen. Der Vorstand des Verlags Gruner + Jahr erklärte zudem, den Betrag aufstocken zu wollen: Pro verkaufte letzte "FTD"-Ausgabe sollen 1,40 Euro gespendet werden, teilte Nachrichtenchef Dirk Benninghoff mit.

Die Freitagsausgabe war schon nach wenigen Stunden an vielen Ständen ausverkauft gewesen. Aus diesem Grund hatte man 30.000 Exemplare nachdrucken lassen.

sbr/dapd/dpa

insgesamt 6 Beiträge
AlbertGeorg 11.12.2012
1. Das war jetzt echt wichtig!
Wie viele Tränen sind denn vergossen worden, wessen Gedenken müssen wir ehren,..... Fragen über Fragen!
Zitat von sysopDer Champagner zur Erstausgabe und die Auftragsarbeit von Karl Lagerfeld: Für einen guten Zweck hat die Redaktion der kürzlich eingestellten "Financial Times Deutschland" Unikate bei Ebay versteigert. Die Auktion brachte fast 42.000 Euro ein - der Verlag will die Summe aufstocken. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/financial-times-deutschland-auktion-bringt-fast-42-000-euro-ein-a-872228.html
Wie viele Tränen sind denn vergossen worden, wessen Gedenken müssen wir ehren,..... Fragen über Fragen!
wohlmein 11.12.2012
2. Hätten Sie geschwiegen, hätten Sie sich zumindest
nicht als "Behinderter in Sachen Empathie" geoutet. Immerhin handelt es sich bei den Journalisten, die bei FTD jetzt ihren Arbeitsplatz verloren, um KOLLEGEN der SPON-Redaktion. Und da dürfte doch seitens SPON [...]
Zitat von AlbertGeorgWie viele Tränen sind denn vergossen worden, wessen Gedenken müssen wir ehren,..... Fragen über Fragen!
nicht als "Behinderter in Sachen Empathie" geoutet. Immerhin handelt es sich bei den Journalisten, die bei FTD jetzt ihren Arbeitsplatz verloren, um KOLLEGEN der SPON-Redaktion. Und da dürfte doch seitens SPON ein kleiner Kotau erlaubt sein, auch wenn SIE nichts damit anfangen können. Haben Sie sich schon erkundigt, ob es für Ihresgleichen entsprechende Behinderten-Armbinden gibt? (Zumindest, damit wir Normalbürger Ihnen aus dem Weg gehen können..)
geroi.truda 11.12.2012
3. *
Der deutsche Journaillismus ist eben nun einmal massiv selbstreferentiell (der höchste Grad der Selbstreferentialität wird im Feuilleton erreicht, derzeit handeln ca. 90% der dortigen Texte von Texten, die im Feuilleton anderer [...]
Der deutsche Journaillismus ist eben nun einmal massiv selbstreferentiell (der höchste Grad der Selbstreferentialität wird im Feuilleton erreicht, derzeit handeln ca. 90% der dortigen Texte von Texten, die im Feuilleton anderer Zeitungen erschienen sind, es wird nicht mehr lange dauern, dann ist das System 100% autopoietisch).
gazettenberg 11.12.2012
4.
Hören Sie auf, auf das herablassende Mitleid des selbsternannten Normalbürgers können die Ex-Redakteure sicher verzichten.
Zitat von wohlmeinnicht als "Behinderter in Sachen Empathie" geoutet. Immerhin handelt es sich bei den Journalisten, die bei FTD jetzt ihren Arbeitsplatz verloren, um KOLLEGEN der SPON-Redaktion. Und da dürfte doch seitens SPON ein kleiner Kotau erlaubt sein, auch wenn SIE nichts damit anfangen können. Haben Sie sich schon erkundigt, ob es für Ihresgleichen entsprechende Behinderten-Armbinden gibt? (Zumindest, damit wir Normalbürger Ihnen aus dem Weg gehen können..)
Hören Sie auf, auf das herablassende Mitleid des selbsternannten Normalbürgers können die Ex-Redakteure sicher verzichten.
wohlmein 13.12.2012
5. Donner und Doria !
"geroi.truda" wollen sich gegenüber Plebs abgrenzen? Auf humanistischem Wege? Ausgesprochen gute Ansätze ! Latinum *und* Graecum gemacht? Oder Fremdwörterbuch als Bettlektüre?
Zitat von geroi.trudaDer deutsche Journaillismus ist eben nun einmal massiv selbstreferentiell (der höchste Grad der Selbstreferentialität wird im Feuilleton erreicht, derzeit handeln ca. 90% der dortigen Texte von Texten, die im Feuilleton anderer Zeitungen erschienen sind, es wird nicht mehr lange dauern, dann ist das System 100% autopoietisch).
"geroi.truda" wollen sich gegenüber Plebs abgrenzen? Auf humanistischem Wege? Ausgesprochen gute Ansätze ! Latinum *und* Graecum gemacht? Oder Fremdwörterbuch als Bettlektüre?

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