Lade Daten...
21.02.2013
Schrift:
-
+

Größe der politischen Berichterstattung

Tissy Bruns ist tot

DPA

Tissy Bruns, 2009 in Berlin: Langjährige Chefkorrespondentin

Abschied von einer angesehenen Journalistin: Tissy Bruns, erste Frau an der Spitze der Bundespressekonferenz und lange Jahre Parlamentskorrespondentin, ist im Alter von 62 Jahren gestorben. Das teilte der "Tagesspiegel" in Berlin mit.

Berlin - Die langjährige politische Chefkorrespondentin des Berliner "Tagesspiegels", Tissy Bruns, ist tot. Sie erlag in der Nacht zum Donnerstag im Alter von 62 Jahren einem Krebsleiden. Das teilte die Redaktion mit.

Bruns stand als erste Frau an der Spitze der Bundespressekonferenz und war über lange Jahre eine feste Größe in der politischen Berichterstattung aus Bonn und Berlin. In Bruns' Amtszeit fiel der Umzug von Bundesregierung und Bundestag von Bonn nach Berlin, der nicht nur für Politiker, sondern auch für Berichterstatter drastische Veränderungen mit sich brachte. Zu viel Nähe habe das Schlagwort für die Bonner Beziehung von Politik und Publizistik gelautet, sagte Bruns später. "Wenn ich für Berlin die betreffenden Begriffe nennen soll, dann heißen sie: härtere Konkurrenz, höheres Tempo und die unwiderrufliche Dominanz des Bildes über das Wort, der elektronischen über die anderen Medien."

Bruns war ursprünglich Lehrerin für Mathematik und Geschichte, ihre journalistische Karriere begann sie Mitte der achtziger Jahre. Von 1991 bis 1999 war sie für "taz", "Stern", "Wochenpost" und "Welt" als Parlamentskorrespondentin in Bonn tätig. Seit 1997 arbeitete sie für den "Tagesspiegel", unterbrochen von einer zweijährigen Tätigkeit als Leiterin des Berliner Korrespondentenbüros der "Welt".

Sie hinterlässt ihren Mann und einen Sohn.

sha/dpa

Artikel

News verfolgen

Lassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Kultur
Twitter RSS
alles zum Thema Medienbranche
RSS
Rubriken

© SPIEGEL ONLINE 2014 Alle Rechte vorbehalten