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Kultur

Teuerstes Gemälde der Welt

"Salvator Mundi" geht nach Abu Dhabi

Leonardo da Vincis Gemälde "Salvator Mundi" wird demnächst in einem Ableger des Louvre in Abu Dhabi hängen. Unterschiedliche Mutmaßungen gibt es darüber, wer die über 450 Millionen Dollar berappt hat.

Getty Images

Da Vincis "Salvator Mundi"

Donnerstag, 07.12.2017   14:27 Uhr

Der "Retter der Welt" geht in die Vereinigten Arabischen Emirate. Wie ein jüngst in der Hauptstadt Abu Dhabi eröffneter Zweig des Louvre über Twitter bekannt gab, wird Leonardo da Vincis 500 Jahre altes Gemälde "Salvator Mundi" dort bald zu sehen sein.

Das Gemälde wurde im November vom Auktionshaus Christie's für 450.312.500 Dollar (381,6 Millionen Euro) versteigert und ist damit das mit Abstand teuerste Gemälde der Welt. Das Porträt von Jesus Christus in Öl auf Walnussholz soll um 1500 entstanden sein. "Salvator Mundi" zählt zu den weniger als 20 Gemälden, die Kunstkenner eindeutig auf Leonardo da Vinci (1452-1519) zurückführen.

In den Medien gibt es unterschiedliche Mutmaßungen darüber, wer das Gemälde ersteigerte. Die "New York Times" berichtet detailliert, es handele sich um den saudischen Prinz Bader, der ein Freund des saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman sei. Reporter der Zeitung hätten entsprechende Dokumente eingesehen.

Die französische Wochenzeitung "Le Journal du Dimanche" dagegen glaubt, zwei Investmentgesellschaften stünden hinter dem Kauf. Sie hätten ein Finanzabkommen mit mehreren großen Museen, in dessen Rahmen das Gemälde vor allem Museen in Asien und dem Nahen Osten geliehen oder weiterverkauft werden solle.

Das Auktionshaus Christie's, das das Gemälde in New York verkauft hatte, verweigert jeden Kommentar zum Käufer.

Das Louvre-Museum in Abu Dhabi ist ein Ableger des Pariser Originals. Dafür wurde eine Vereinbarung mit Frankreich geschlossen, die unter anderem die Überlassung des Namens Louvre für 30 Jahre und Wechselausstellungen vorsieht.

Korrektur: In einer früheren Version hieß es, der Louvre-Ableger in Abu Dhabi sei der erste. Das ist nicht korrekt, der erste wurde im Jahr 2012 in der nordfranzösischen Stadt Lens eröffnet.

kae/afp/AP

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