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Kultur

Episode IX

Der nächste Regisseur verlässt "Star Wars"

Bereits zum vierten Mal steigt ein Regisseur vorzeitig aus einem "Star Wars"-Projekt aus: Colin Trevorrow soll nun doch nicht den neunten Teil der Saga inszenieren. Die Begründung bleibt schwammig.

AP

Colin Trevorrow

Mittwoch, 06.09.2017   12:40 Uhr

Wieder verliert das "Star Wars"-Franchise einen Regisseur. Nachdem beim "Han Solo"-Film mitten in den Dreharbeiten Phil Lord und Christopher Miller durch Ron Howard ersetzt wurden, ist nun beim neunten und vorerst letzten Teil der Skywalker-Saga Regisseur Colin Trevorrow schon vor Drehstart gegangen. Oder wurde er entlassen? Es ist nicht ganz klar.

Sie hätten gemeinsam beschlossen, getrennte Wege zu gehen, gab Lucasfilm bekannt. Trevorrow sei während der Entwicklung des Projekts ein "wunderbarer" Mitarbeiter gewesen, doch sie hätten unterschiedliche Visionen für "Episode IX", hieß es in der Mitteilung. Der letzte Teil der neuen "Star Wars"-Trilogie sollte 2018 gedreht werden und im Mai 2019 in die Kinos kommen. Trevorrow hatte zuvor mit "Jurassic World" einen Erfolg an den Kinokassen erzielt.

Laut dem amerikanischen "Hollywood Reporter" soll es vor allem Probleme mit dem Skript gegeben haben - worunter vor allem die Beziehung von Trevorrow zu Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy gelitten haben soll.

Insgesamt ist es das vierte Mal, dass ein Regisseur ein "Star Wars"-Projekt frühzeitig verlassen muss. 2016 übernahm Tony Gilroy den Posten von Gareth Edwards, um große Teile von "Rogue One" nachzudrehen. Josh Trank wurde von einem geplanten "Star Wars"-Film ausgeschlossen, möglicherweise um ein ähnliches Hinter-den-Kulissen-Drama wie bei Tranks gescheitertem "Fantastic-Four"-Reboot zu vermeiden. Und beim kommenden "Han Solo"-Film zeigten sich dermaßen große kreative und organisatorische Differenzen zwischen den Regisseuren Phil Lord und Christopher Miller und Lucasfilm, dass Kathleen Kennedy beide noch vor Abschluss der Dreharbeiten durch Ron Howard ersetzte.

Wer Trevorrow nachfolgen soll, ist noch nicht bekannt. Es wird jedoch schon spekuliert. J. J. Abrams, Regisseur von Episode VII "Das Erwachen der Macht" , ist ein Kandidat. Ein anderer ist Rian Johnson, der hat gerade bei Episode VIII "Die letzten Jedi" Regie geführt. Der Film soll Mitte Dezember in die Kinos kommen.

gia/dpa

insgesamt 15 Beiträge
cage24 06.09.2017
1. Star Wars Wurzeln
Was den letzten SW Filmen fehlte war eine fesselnde Story. .. R2D2 und C3PO fehlten auch
Was den letzten SW Filmen fehlte war eine fesselnde Story. .. R2D2 und C3PO fehlten auch
hegoat 06.09.2017
2.
Bitte nicht JJ Abrams. Episode VII war schon so ein uninspiriertes Remake der 30 Jahre alten Episode IV. Das braucht man nicht nochmal.
Bitte nicht JJ Abrams. Episode VII war schon so ein uninspiriertes Remake der 30 Jahre alten Episode IV. Das braucht man nicht nochmal.
SethSteiner 06.09.2017
3. Star Wars fehlen nicht die Droiden
Das Problem ist das vorgebliche Back to the Roots. Es braucht kein R2D2, auch kein C-3PO, es braucht eine in sich konsistente, durchdachte Geschichte. Genau das gibt es aber nicht, stattdessen wird einfach alles noch mal [...]
Das Problem ist das vorgebliche Back to the Roots. Es braucht kein R2D2, auch kein C-3PO, es braucht eine in sich konsistente, durchdachte Geschichte. Genau das gibt es aber nicht, stattdessen wird einfach alles noch mal durchgekaut, was es schon gab, ordentlich auf die Nostalgiedrüse gedrückt aber ohne es mit Substanz zu verknüpfen. Wenn eine Marke sich nur noch selbst zitiert, merkt man dass sie am Ende ist. Das ist leider bei Star Wars der Fall. In TFA warf man Arndt raus und bastelte schnell ein Softreboot zusammen, in RO gab es Probleme mit der Musik und Kennedy war unzufrieden mit Edwards Arbeit so dass Nachdrehs angesetzt wurden, Josh Trank verließ Star Wars, die Han Solo Regisseure wurden gefeuert, jetzt der angesetzte TLJ Regisseur. Nicht dass die Entscheidungen nicht richtig sein können aber ständig Leute anzuwerben und zu feuern ist ein klares Zeichen dafür, dass man nicht weiß wo man hin will, nicht klar kommunziert und verplant ist. Und wenn man liest, dass Rian Johnson meint, er hätte keine Ahnung wer Snoke ist, was seine Beweggründe sind ecetera pp, dann scheint hier wirklich wenig Interesse daran zu stehen hier etwas substanzielles auszuarbeiten.
treime 06.09.2017
4. Da fehlt noch viel mehr...
... die neuen SW Filme sind zu sehr auf Kinder als Zuschauer getrimmt. Ein schwarzer Lord flippt mit seinem Lichtschwert aus und daraus wird ein Lacher produziert, weil zwei Soldaten lieber wieder wegrennen, als sich beim ihm zu [...]
... die neuen SW Filme sind zu sehr auf Kinder als Zuschauer getrimmt. Ein schwarzer Lord flippt mit seinem Lichtschwert aus und daraus wird ein Lacher produziert, weil zwei Soldaten lieber wieder wegrennen, als sich beim ihm zu melden. Etc.pp. - ist wohl Disneys Vorgabe. Die neue Hauptdarstellerin entwickelt die Kräfte der Macht innerhalb weniger Minuten so weit, da hat Mark Hamill einst drei Filme für gebraucht. Lächerlich. Wirklich "düster" wirkt die dunkle Seite nicht mehr, vor allem, nach dem man ja den Planetenkiller so schnell beseitigen konnte. Nee, die Episoden 1+2 waren ja schon sehr kindermäßig, einzig Episode 3 zeigte noch den gewissen nötigen Ernst, damit nicht alles ins lächerliche abdriftet. Was bleibt: das "Franchise" wird von Disney ausgepreßt - für den Gewinn, für die Aktionäre. Kaufen muss man sich die Teile nicht mehr, wer tut sich sowas mehrmals hintereinander an? Filmwochenende? Maximal mit Episode 4-6 ;) Rogue One war da ein wenig die Ausnahme. Auch wenn man sich da wieder einige Logikfehler geleistet hatte.
frank.huebner 06.09.2017
5. Der Film muss Massentauglich sein
Es geht um Geld, viel Geld. Da kann man nicht auf künstlerische Freiheiten setzen, sondern auf Altbewährtes und Publikumserprobtes. Als alter SW Fan fand ich VII schon eher schwach, mit sehr vorhersehbarer Story und Charakteren. [...]
Es geht um Geld, viel Geld. Da kann man nicht auf künstlerische Freiheiten setzen, sondern auf Altbewährtes und Publikumserprobtes. Als alter SW Fan fand ich VII schon eher schwach, mit sehr vorhersehbarer Story und Charakteren. Rogue One hat dem SW Universum da einige neue Blickwinkel abgewonnen, ist aber bei vielen eingefleischten Traditionalisten nicht ganz so gut angekommen. Also nimmt man wieder Althergebrachtes, wärmt es auf und macht wieder viel Geld. Wird schon...

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