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Kultur

Europäischer Filmpreis

Michael Haneke für "Liebe" ausgezeichnet

Großer Erfolg für Michael Hanekes Drama "Liebe" über einen Mann, der sich um seine sterbende Ehefrau kümmert: Der Österreicher wurde beim Europäischen Filmpreis für den Besten Film und die Beste Regie geehrt. Auch die Hauptdarsteller Emmanuelle Riva und Jean-Louis Trintignant wurden ausgezeichnet.

dapd

Regisseur Michael Haneke: geehrt für "Amour"

Samstag, 01.12.2012   22:33 Uhr

Valletta - Erst die Goldene Palme in Cannes und jetzt der Europäische Filmpreis: Für sein Drama "Liebe" hat Michael Haneke die Auszeichnung für den Besten Film und die Beste Regie erhalten. Der 70 Jahre alte österreichische Regisseur galt mit sechs Nominierungen als Favorit. Zwei weitere Preise gingen an Hanekes Hauptdarsteller Emmanuelle Riva und Jean-Louis Trintignant.

"Amour" wie der Film im Original heißt, zeigt, wie ein Ehemann mit dem Verfall seiner Frau umgeht. Rührend kümmert er sich um sie, streichelt sie, füttert sie, versucht sie abzulenken. Haneke hatte bereits vor drei Jahren für "Das weiße Band" über sonderbare Vorfälle in einer Kleinstadt den Europäischen Filmpreis erhalten.

Der Deutsche Christian Petzold hatte sich mit seinem DDR-Drama "Barbara" in zwei Kategorien - darunter der für den Besten Film - Hoffnungen machen können. Am Ende gingen der 52-Jährige und seine Hauptdarstellerin Nina Hoss allerdings leer aus.

Ausgezeichnet wurden hingegen das Drama "Shame" des Briten Steve McQueen und der Spionagethriller "Dame König As Spion" von Tomas Alfredson. Zwei Preisträger standen bereits vor Beginn der Gala fest: Die britische Schauspielerin Helen Mirren ("Die Queen") wird für ihren Beitrag zum Weltkino geehrt. Der italienische Regie-Altmeister Bernardo Bertolucci erhält den Preis für sein Lebenswerk.

Im vergangenen Jahr ging der Hauptpreis für den Besten Film an den umstrittenen dänischen Filmemacher Lars von Trier für sein Werk "Melancholia". Der Europäische Filmpreis wurde zum 25. Mal verliehen.

kha/dpa

insgesamt 3 Beiträge
tylerdurdenvolland 02.12.2012
1. Klasse Entscheidung
Alles für Haneke, nichts für Barbara. Gut, dass manche Jurys doch noch entscheiden können, was wichtig ist.
Alles für Haneke, nichts für Barbara. Gut, dass manche Jurys doch noch entscheiden können, was wichtig ist.
BlakesWort 02.12.2012
2.
Hier muss man mal ein Lob an all die Filmförderungen aussprechen. Hanekes Verfilmungen schwerer Stoffe mögen kommerziell wenig erfolgreich sein, aber wichtige Filme sind das selten. Ohne diese Auszeichnungen wäre er [...]
Hier muss man mal ein Lob an all die Filmförderungen aussprechen. Hanekes Verfilmungen schwerer Stoffe mögen kommerziell wenig erfolgreich sein, aber wichtige Filme sind das selten. Ohne diese Auszeichnungen wäre er sicherlich zu Kompromissen genötigt, die die Aussagen seiner Filme verwässern. Meinen Glückwunsch!
spon-facebook-10000019782 02.12.2012
3. schade, dass spon vergisst,
dass doch auch ein europäischer filmpreis z.t. nach deutschland geht, nämlich "alois nebel" als bester animationsfilm, der von der dresdner firma balancefilm gezeichnet wurde.
dass doch auch ein europäischer filmpreis z.t. nach deutschland geht, nämlich "alois nebel" als bester animationsfilm, der von der dresdner firma balancefilm gezeichnet wurde.

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