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04.02.2013
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Box Office

Quentin Tarantino holt neuen Rekord

Sony Pictures

Traumquote für "Django Unchained"-Regisseur Quentin Tarantino: Sein Western-Epos hat in Deutschland die 2,5-Millionen-Besuchermarke geknackt. In den USA kam ein Zombie-Liebesfilm an die Chartspitze - und sorgte für die einzige Überraschung am Super-Bowl-Wochenende.

USA

1. Gewinner der Woche

Nach Vampiren und Werwölfen erobern Zombies das US-Kino. "Warm Bodies" heißt die neue Liebesgeschichte in "Twilight"-Manier, die sich auf Anhieb an die Spitze der Film-Charts katapultieren konnte. Darin verliebt sich der Untote R in das Mädchen Julie und versucht, sie vor seinen Zombie-Kollegen zu beschützen. Die Literaturverfilmung, die in einem apokalyptischen Amerika angesiedelt ist, spielte am ersten Wochenende 19,5 Millionen Dollar ein - und das trotz des Super Bowls am Sonntag.

Traditionsgemäß ist das Finale der American-Football-League ein großer Konkurrent für die Kino-Branche. Doch "Warm Bodies" profitierte von einer anderen Besuchergruppe: Vor allem junge Mädchen verhalfen dem Liebesfilm zu seinem glorreichen Start.

2. Verlierer der Woche

Keine Chance hatten dagegen die großen Action-Kracher: Statt ins Kino zu gehen, blieb das männliche Zielpublikum zu Hause vor dem Fernseher. Wohl auch deswegen landete Sylvester Stallones testosterongeladenes Werk "Bullet To The Head" nur auf Platz sechs. Mit 4,5 Millionen Dollar Einnahmen legte der Thriller den zweitmiesesten Start eines Stallone-Films aller Zeiten hin. Noch schlechter erging es den beiden anderen Haudrauf-Helden Hollywoods: Jason Stathams "Parker" landete auf Platz sieben, Arnold Schwarzeneggers "The Last Stand" fiel komplett aus der Top-20-Liste heraus.

3. Zahl der Woche

27 Prozent weniger Zuschauer als im Vorjahr - so lautet das enttäuschende Ergebnis des Super-Bowl-Wochenendes. Unter den aktuell beliebtesten Kinofilmen konnte nur "Warm Bodies" eine zweistellige Millionensumme erwirtschaften. Das zweitplatzierte Werk "Hänsel und Gretel: Hexenjäger" lag bei 9,2 Millionen Dollar - und schrumpfte damit auf die Hälfte seiner Einnahmen innerhalb einer Woche zusammen.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Quentin Tarantinos "Django Unchained" hält sich tapfer an der Spitze der deutschen Charts. 530.000 Besucher bescherten dem Sklaven-Epos auch in der dritten Woche den Kinosieg. Insgesamt hat der Film über 2,5 Millionen Besucher angelockt - ein neuer Rekord für den Hollywood-Regisseur. Bisher war "Inglorious Basterds" mit 2,1 Millionen Zuschauern der erfolgreichste Tarantino-Film in Deutschland. Auf Platz zwei konnte sich Matthias Schweighöfers Komödie "Der Schlussmacher" behaupten, dicht gefolgt vom Kinderfilm "Fünf Freunde 2", wie Media Control mitteilte.

2. Verlierer der Woche

Es hätte sein großes Comeback werden sollen, doch die deutschen Zuschauer waren anderer Meinung. Nur 69.000 Action-Fans wollten Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger als Kleinstadt-Cop in "The Last Stand" sehen. Damit landete der Kampfveteran auf einem enttäuschenden achten Platz.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

In den USA ist Kathryn Bigelows CIA-Thriller "Zero Dark Thirty" über die Jagd nach Osama Bin Laden ein Hit, bei uns wollten ihn bisher nur 65.000 Zuschauer sehen (Platz 9). Ein wenig mehr dürften es ruhig werden - allein schon wegen der darstellerischen Meisterleistung von Oscar-Anwärterin Jessica Chastain.

sbr

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insgesamt 8 Beiträge
1. Zweite
efka526 04.02.2013
Chance für 0Dark30? Nein, Danke. Gewalt- und Folterporn mit patriotischem Anstrich und historisch unkorrerkter Darstellung ist zurecht nicht sooo der Bringer in der BRD...
Chance für 0Dark30? Nein, Danke. Gewalt- und Folterporn mit patriotischem Anstrich und historisch unkorrerkter Darstellung ist zurecht nicht sooo der Bringer in der BRD...
2.
msix 04.02.2013
Ich habe den Film am Wochenende gesehen. Bis auf ein paar längen hat er mir sehr gut gefallen. Die Folter wird hier nicht glorifiziert sondern ist leider ein unvermeidbarer Bestandteil des Films und das auch nur im ersten [...]
Zitat von efka526Chance für 0Dark30? Nein, Danke. Gewalt- und Folterporn mit patriotischem Anstrich und historisch unkorrerkter Darstellung ist zurecht nicht sooo der Bringer in der BRD...
Ich habe den Film am Wochenende gesehen. Bis auf ein paar längen hat er mir sehr gut gefallen. Die Folter wird hier nicht glorifiziert sondern ist leider ein unvermeidbarer Bestandteil des Films und das auch nur im ersten Drittel. Patriotismus konnte ich nicht erkennen, die Ereignisse werden zum großen Teil relativ nüchtern und unaufgeregt dargestellt. Wer hier einen Actionfilm erwartet dürfte enttäuscht werden. Und ob der Film nun historisch korrekt ist oder nicht können höchstens die am Einsatz beteiligten Personen wissen.
3. Schwarzenegger
zuckeronkel 05.02.2013
Vielleicht hätte der Film hierzulande mehr Zuschauer, wenn er nicht in geschnittener Form ins Kino gekommen wäre. Völlig an der Zielgruppe vorbeipositioniert. Welcher 16jährige sieht sich schon gerne einen 65jährigen [...]
Vielleicht hätte der Film hierzulande mehr Zuschauer, wenn er nicht in geschnittener Form ins Kino gekommen wäre. Völlig an der Zielgruppe vorbeipositioniert. Welcher 16jährige sieht sich schon gerne einen 65jährigen Actionhelden an. Da sind doch die alten Fans gefragt, und die lassen sich eben nicht so leicht vera****en ( beschnittenes Wort ) !!!
4. Immerhin....
tylerdurdenvolland 05.02.2013
Immerhin ist das eine gute Nachricht, oder?
Zitat von efka526Chance für 0Dark30? Nein, Danke. Gewalt- und Folterporn mit patriotischem Anstrich und historisch unkorrerkter Darstellung ist zurecht nicht sooo der Bringer in der BRD...
Immerhin ist das eine gute Nachricht, oder?
5. Sie haben recht....
tylerdurdenvolland 05.02.2013
Am besten lebt es sich, wenn man darauf vertraut, dass die Obrigkeit schon wissen wird was sie tut.
Zitat von msixIch habe den Film am Wochenende gesehen. Bis auf ein paar längen hat er mir sehr gut gefallen. Die Folter wird hier nicht glorifiziert sondern ist leider ein unvermeidbarer Bestandteil des Films und das auch nur im ersten Drittel. Patriotismus konnte ich nicht erkennen, die Ereignisse werden zum großen Teil relativ nüchtern und unaufgeregt dargestellt. Wer hier einen Actionfilm erwartet dürfte enttäuscht werden. Und ob der Film nun historisch korrekt ist oder nicht können höchstens die am Einsatz beteiligten Personen wissen.
Am besten lebt es sich, wenn man darauf vertraut, dass die Obrigkeit schon wissen wird was sie tut.

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