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Kultur

Filmprojekt über Puppe

Margot Robbie spielt Barbie

Seit fast 60 Jahren stakst die Barbiepuppe durch die Kinderzimmer - jetzt leiht ihr die australische Darstellerin Margot Robbie für einen Film Gesicht und Körper.

EPA/ EFE

Margot Robbie

Mittwoch, 09.01.2019   10:53 Uhr

Die feministische Zeitschrift "Emma" nannte sie eine "spinnenbeinige Anorektikerin", verkauft hat sich die Barbiepuppe mit Wespentaille und Negativimage in den vergangenen Jahren auch nicht mehr so gut. Das soll ein neues Filmprojekt ändern, in dem die Puppe sich erstmals in einen echten Menschen verwandelt. Spielen wird sie die australische Schauspielerin Margot Robbie ("I, Tonya").

In einem Statement äußerte Robbie sich begeistert über ihre neue Rolle. "Mit Barbie zu spielen, fördert bei Kindern Selbstbewusstsein, Neugierde und Kommunikationsfähigkeiten," ließ sie wissen. "Über fast 60 Jahre hat Barbie Kindern die Kraft gegeben, sich in ehrgeizigen Rollen zu sehen, von der Prinzessin zum Präsidenten."

DPA/ Mattel

Die Barbiepuppe verkaufte sich in den letzten Jahren schlecht.

Hinter dem Filmprojekt steht auch der Versuch des Spielzeugherstellers Mattel, das schlecht laufende Geschäft durch populäre Filmprojekte anzukurbeln. Der Umsatz des Konzerns, der neben der Barbiepuppe unter anderem Matchbox-Autos produziert, war in den vergangenen Jahren beständig geschmolzen. 2018 erholte er sich leicht.

Vergangenen September gab der Konzern die Gründung der Filmabteilung Mattel Films bekannt. Zuvor ließ Mattel vor allem Animationsfilme für Fernsehen und Heimkino produzieren, jetzt nimmt er die große Leinwand ins Visier. Geplant ist neben dem Barbie-Film auch ein Projekt um die "Masters of the Universe"-Puppen. Vorbild für die Mattel-Strategen dürfte der Erfolg des Comicbuch-Verlags Marvel mit seinem immens erfolgreichen "cinematic universe" sein.

Auch die Barbiepuppe präsentiert sich seit einigen Jahren nicht mehr nur blond, weiß und extrem dünn. Es gibt die Puppe inzwischen in unterschiedlichen Größen, mit verschiedenen Haut- und Haarfarben, mit Hidschab und Dutzenden Frisuren.

In Anbetracht dieser Puppen-Diversität wirkt die Besetzung der Barbie mit der blonden, weißen, schlanken Margot Robbie fast wie ein Rückschritt. Zuvor waren Amy Schumer und Anne Hathaway für die Rolle im Gespräch.

kae

insgesamt 5 Beiträge
fire is born 09.01.2019
1. Berufsverbot für Blonde?
„In Anbetracht dieser Puppen-Diversität wirkt die Besetzung der Barbie mit der blonden, weißen, schlanken Margot Robbie fast wie ein Rückschritt.“ Sollten blonde, weiße Schauspielerinnen - wenn sie selbst als „Barbie“ eine [...]
„In Anbetracht dieser Puppen-Diversität wirkt die Besetzung der Barbie mit der blonden, weißen, schlanken Margot Robbie fast wie ein Rückschritt.“ Sollten blonde, weiße Schauspielerinnen - wenn sie selbst als „Barbie“ eine Fehlbesetzung sind - jetzt am besten gar keine Rollen mehr annehmen dürfen?
brathbrandt 09.01.2019
2.
Jeden Tag aufs Neue schön zu sehen: Die Welt der politischen Korrektheit kollabiert. Ein Aufstand der Massen sabotiert den Gender-Wahn...
Jeden Tag aufs Neue schön zu sehen: Die Welt der politischen Korrektheit kollabiert. Ein Aufstand der Massen sabotiert den Gender-Wahn...
Gerdd 09.01.2019
3. Gesicht und Körper ...
... das wird nicht gehen. Am ehesten muß man wohl Heidi Klums Halloween-Special-Effects-Team anheuern. Zur Abwechslung mal keinen Fat-Suit sondern einen Bony-Suit, am besten mit Gaultier-Corsage frei nach Madonna. Hollywood hat [...]
... das wird nicht gehen. Am ehesten muß man wohl Heidi Klums Halloween-Special-Effects-Team anheuern. Zur Abwechslung mal keinen Fat-Suit sondern einen Bony-Suit, am besten mit Gaultier-Corsage frei nach Madonna. Hollywood hat Tootsie und Mrs. Doubtfire geschafft, die schaffen auch dies. Aber das wirklich neue ist doch, daß die Marketing-Ware schon vor dem Film vorliegt.
betonklotz 09.01.2019
4. Tricktechnik gefragt
Da Barbie rein anatomisch betrachtet schlicht und ergreifend unmöglich ist (eine so magersüchtige Frau wäre nicht lebensfähig) muss da wohl die Tricktechnik ran . In Anbetracht der heutigen Möglichkeiten wäre es eigentlich [...]
Da Barbie rein anatomisch betrachtet schlicht und ergreifend unmöglich ist (eine so magersüchtige Frau wäre nicht lebensfähig) muss da wohl die Tricktechnik ran . In Anbetracht der heutigen Möglichkeiten wäre es eigentlich nur konsequent, die Figur vollsynhetisch zu generieren. Das dürfte im Bereich des Showbiz eh der nächste Schritt sein. Rein virtuelle Stars, die nur noch in den Marketingabteilungen der Produktionsfirmen und den Computern der Animationsabteilungen existieren. Dann noch ein paar Ghostwriter, die den Boulevardmedien ein paar Storys aus dem "Leben" der so generierten servieren und fertig. Bei Sportstars dürfte das noch ein bisschen länger dauern, aber ansonsten... Die Zukunft wird herrlich! (wenn wir nur wollen) ;)
newline 09.01.2019
5. Wer Barbara Millicent Roberts,
so heißt Barbie eigentlich, spielt, ist nun klar. Und wer stellt Ken dar?
so heißt Barbie eigentlich, spielt, ist nun klar. Und wer stellt Ken dar?
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